Training und Fußballspiele wieder erlaubt

Grünes Licht für den Bremer Pokal

Lars Behrens steht an der Seitenlinie
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Lars Behrens, Trainer des TSV Melchiorshausen.

Der Lottopokal im Bremer Fußballverband darf ausgetragen werden - sogar ohne Sondergenehmigung. Die „Diepholzer“ Vereine Brinkumer SV, TSV Melchiorshausen und SC Weyhe gelten dabei jedoch als Sonderfälle. Ob alle Drei dabei sind, ist noch offen.

Syke – Nun ist es fix: Die Fußballteams aus dem Diepholzer Nordkreis, die dem Bremer Fußballverband (BFV) angeschlossen sind, dürfen in dieser Saison tatsächlich noch mal auf den Platz – und sogar Pflichtspiele bestreiten. Die restlichen Runden des Lottopokals mit Beteiligung des Brinkumer SV, TSV Melchiorshausen und SC Weyhe sollen zwischen dem 18. und 29. Juni durchgezogen werden – und zwar nicht, wie ursprünglich geplant, an nur einer oder zwei Spielstätten. Sondern auf den Anlagen der Vereine, die ein Heimrecht zugelost bekommen hatten.

Um den Pokal trotz Corona noch irgendwie über die Bühne zu bringen, hatte der Bremer Fußball-Verband eine Sondergenehmigung für die beteiligten Mannschaften beantragt. Diese Erlaubnis braucht es nun nicht mehr, denn: Der Bremer Senat hat am Dienstag die Rückkehr des Mannschaftssports unter freiem Himmel mit bis zu 30 Teilnehmern (inklusive Trainer) beschlossen. Ab Freitag darf in Bremen wieder in voller Stärke trainiert werden – die vorgesehene Vorlaufzeit (zwei Wochen) kann bis zum geplanten Spielstart am 18. Juni somit exakt eingehalten werden. „Damit ist die erste Hürde zur Austragung der restlichen Spiele im Lottopokal genommen“, sagte BFV-Pressereferent Oliver Baumgart in einer Mitteilung.

So frei wie die Teams aus Bremen dürfen sich Brinkum, Melchiorshausen und Weyhe allerdings noch nicht fühlen. Sie gehören zum Kreis Diepholz und zu Niedersachsen. „Wir halten uns natürlich daran, was das Land Niedersachsen sagt“, meinte Brinkums Manager Jörg Bender. Aktuell ist es so, dass bei Inzidenzen zwischen 35 und 50 ebenfalls Training und Spiele möglich sind – mit bis zu 30 Teilnehmern, einem Hygienekonzept und vorheriger Testung. Allerdings könnte die Testpflicht noch fallen – auf Nachfrage teilte der Niedersächsische Fußballverband (NFV) gestern Nachmittag mit, noch keine offizielle Meldung hierüber zu haben.

Welcher der drei „Diepholzer“ Nordclubs sich letztlich für eine Teilnahme am Pokal entscheidet, steht noch nicht überall fest. Die Weyher haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Brinkumer sind auf jeden Fall dabei. „Wir tun alles dafür“, betont Bender und meint damit auch die Tests, die vor jeder Einheit gemacht und von einem Vorstandsmitglied begleitet werden. Coach Mike Gabel, der bereits wieder mit der kompletten Mannschaft trainiert hat, meint: „Wir freuen uns über die Entscheidung.“ Fünf Spiele in elf Tagen hätten etwaige Finalisten zu absolvieren, da steige „zweifellos das Verletzungsrisiko“, weiß Gabel: „Aber wir haben die Spieler gefragt, ob sie es machen möchten. Es gab ein einstimmiges Ja.“ An ihm sei es nun, die Belastung entsprechend zu steuern.

Auch die Melchiorshauser befinden sich wieder im Training. „Jeder ist bereit, sich vorher zu testen“, sagt Coach Lars Behrens, „aber natürlich wäre es für alle einfacher, wenn es diese Pflicht nicht mehr geben würde“. Anders als in Brinkum sind sie sich beim TSV noch nicht einig, ob der Pokal in Angriff genommen werden soll. Behrens habe mit dem Mannschaftsrat gesprochen und durchaus auch Bedenken herausgehört. Bis zum 7. Juni sei noch Zeit, beim BFV Ja oder Nein zu sagen. In Melchiorshausen soll der endgültige Entschluss aber schon am Donnerstagabend fallen.

Wenn der Landesligist mitspielt, stünde am 18. Juni ein Heimauftritt gegen den VfL 07 Bremen auf dem Programm. „Am Freitagabend, mit Publikum – das hätte schon was“, findet Behrens. Weyhe würde beim FC Roland antreten; und Brinkum (Tabellenführer in der abgebrochenen Bremen-Liga-Saison) reist zu SFL Bremerhaven (Dritter). „Ein 50:50-Spiel“, meint Bender.

Als problematisch könnte sich die Inzidenz im Kreis Diepholz entpuppen. Sie war zuletzt immer knapp unter 50 – steigt sie darüber und bleibt mindestens drei Werktage dort, würden wieder Trainingseinschränkungen greifen und die Pokal-Vorbereitung beeinflussen.  mr

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