Grube ein Garant für Wetscher Defensivstärke / Kleiner Wunsch: Kopfballtor

Selbstkritischer Aufräumer

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Und wieder abgelaufen: Wetschens Tobias Grube schirmt Sulingens Pierre Neuse (r.) ab – und der sieht natürlich wenig begeistert aus. Im Landesliga-Derby ließ Innenverteidiger Grube nichts anbrennen.

Wetschen - Von Cord Krüger. Natürlich kannte Tobias Grube Mehmet Koc und dessen Qualitäten schon vorher. Doch am Samstag erlebte der Innenverteidiger des Landesliga-Aufsteigers TSV Wetschen „Memo“ hautnah. „Unheimlich erfahren ist der“, lobt der 21-Jährige den zwölf Jahre älteren Torjäger des TuS Sulingen: „Er zieht sich mal zurück, lässt sich dann schnell durch die Linien fallen – und zieht gern Freistöße. Da musste ich schon aufpassen, ob ich jetzt rangehe oder versuche, ihn zu stellen. Koc ist ganz schön clever.“ Diesmal aber nicht clever genug für Grube. Der Defensivmann hatte den Angreifer im Landesliga-Derby gut im Griff – wie den Rest der TuS-Offensive.

Klar, dass die Favoriten nach dem 0:0 beim TSV „etwas deprimiert waren“, wie Grube beobachtet hatte. „Aber für uns war es ein Punktgewinn – und ein bisschen die Revanche für unser 0:6 aus dem Testspiel in der Vorbereitung.“

Grube half bei diesem ersten Punkt zum Liga-Auftakt kräftig mit, ging gut in die Zweikämpfe, putzte viel aus und gewann das Gros der Duelle in der Luft. „Obwohl Kopfbälle nicht so meine Stärke sind – selbst wenn ich die Größe dafür eigentlich mitbringe“, gibt der 1,92-Meter-Mann zu: „Ich weiß gar nicht mehr, wann ich bei einer Ecke oder einem anderen Standard mal ein Tor geköpft habe. Vielleicht fehlt mir einfach noch das richtige Timing.“

Als seine Vorteile sieht Grube, „dass ich inzwischen robust genug und auch nicht der Langsamste bin.“ Im selben Atemzug wird er aber wieder selbstkritisch: „An meiner Spieleröffnung könnte ich noch arbeiten.“

In puncto Zweikampfhärte und Stellungsspiel bekam der Diepholzer einiges von Björn Wnuck mit auf den Weg – seinem ersten Coach im Herrenbereich, 2012 beim BSV Rehden II. Grube war aus der A-Jugend des JFV RWD Rehden zum Bezirksligisten gekommen, Spielertrainer Wnuck hatte ihm im Training und als Nebenmann in der Innenverteidigung viel vermittelt, zudem nahm der Nachwuchsmann viel von Abwehr-Routinier Tomasz Tomasik auf. Da bedauert er im Nachhinein fast, in dieser Phase für ein halbes Jahr nach Australien aufgebrochen zu sein. Als er zurückkam, war die Serie fast vorbei, „nach der Sommerpause wurde Björn Trainer der Rehdener Ersten – und danach hatten wir bis zum Saisonende ja einige Trainer“, sagt er in Erinnerung an Maarten Schops, Jannik Schilling und Pawel Biesiada. Mit allen verstand er sich gut, zwischen ihm und Schops, inzwischen bekanntlich Trainer des TuS Sulingen, gab's auch am Samstag nach dem Derby noch einen Smalltalk. „Aber insgesamt waren es in Rehden ein bisschen zu viele Veränderungen“, gesteht Grube.

Also schloss sich der Maschinenbaustudent 2014 dem TSV Wetschen an. Hier gab's die ersehnte Konstanz, Trainer Thomas Otte entwickelte ihn und andere junge Spieler weiter, und es folgte eine sensationelle Serie mit dem Bezirksliga-Titel und nur 31 Gegentoren. Die Abstimmung mit Danny Lange als Partner im Abwehrzentrum klappte, „und wir haben seitdem immer als Team funktioniert. Jeder rennt für jeden, die Kameradschaft ist top – so, wie es sein soll.“ Die ersten Wochen mit Neu-Coach Küpker deuten laut Grube darauf hin, dass dies so bleibt.

Die Verstärkungen wertet er ebenso als Gewinne – etwa einen aus der Viererkette: „Dino Maieli als so erfahrener Linksverteidiger ist ganz wichtig. Er sagt an und korrigiert. Das haben wir jüngeren Spieler uns bisher nicht so getraut. Aber bei mir wird es jetzt besser.“ Fehlt nur mal wieder ein Tor von Tobias Grube. Aber egal, er soll ja vorwiegend welche verhindern.

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