Grube ebnet Wetschens Weg

Routinierte Abwehrleistung und Tor zur Vorentscheidung – 3:0 beim FC Sulingen

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Der Riegel hielt: Wetschens Phil Schwierking (2. v. l., gegen Sulingens Marian Pingel) und Innenverteidiger-Kollege Tobias Grube (2. v. r., vor Alper Yildirim) überzeugten in der Abwehr – ebenso wie Torwart-Debütant Lukas Weyer (hinten). Grube traf auch zum 2:0.

Sulingen - Von Cord Krüger. Kein Durchkommen auf eigenem Platz: Ob es der FC Sulingen gestern im Bezirksliga-Derby gegen den TSV Wetschen durch die Mitte oder über außen versuchte – im zweiten Durchgang prallten ihre Offensivaktionen am Scheitel des routiniert rausköpfenden TSV-Innenverteidigers Tobias Grube ab. Oder an Rechtsverteidiger Marco Babilon mit seiner fast hundertprozentigen Zweikampfquote. Oder am auch mal kompromisslos rausbolzenden Phil Schwierking im Abwehrzentrum.

„Das ist der Unterschied“, urteilte Sulingens Coach Stefan Rosenthal: „Wetschen hat manchmal den einfachen Ball gewählt, während wir uns wie vor dem 0:2 verdribbelt haben.“ Am Ende unterlag der FC mit 0:3 (0:1). „Über 90 Minuten wäre ein 0:1 gerecht gewesen“, fand „Taler“. Sein Wetscher Kollege Thomas Otte sah es ähnlich: „Unser Sieg ist verdient, aber nicht hochverdient.“

Zunächst hatte sein Team mehr vom Spiel. Amadou Jallow stiftete viel Unruhe auf der linken Seite. Doch wie die Gäste am Ende ließ der FC zu Beginn nichts zu – und konterte gefährlich. Niklas Hoffmann zwang TSV-Schlussmann Lukas Weyer bei dessen guter Premiere zur ersten Rettungstat (4.), und einen Schuss des frei durchgelaufenen Alper Yildirim klärte Babilon (8.). FC-Torwart Tobias Plümer musste erst nach 18 Minuten eingreifen, als er eine Rechtsflanke von Steffen Winkler aus dem Strafraum boxte. „Sulingen hat das gut gemacht und vorn mit Hoffmann und Bennet Lüdecke gut rotiert“, lobte Otte den Gegner. Rosenthal verdeutlichte, dass er Hoffmann „deshalb nach außen ziehen musste, weil wir wissen, wie Lars Schulze spielt“. Nämlich recht rustikal – oder, wie Otte es formulierte, „manchmal am Rande der Legalität“. Dies bekam in der Mitte meist der robustere Yildirim zu spüren.

Doch nach 20 Minuten trauten sich die Platzherren mehr zu. Bei einer Ecke von Marian Pingel hätte Yildirim zum 1:0 treffen müssen, sein abgefälschter Schuss klatschte aber an den Pfosten (27.). Das rächte sich: Nach einem Foul von Benjamin Barth an Winkler zeigte Schiedsrichter Thorben Busch auf den Elfmeterpunkt – eine heikle Entscheidung des sonst fehlerfreien Referees. Zwar gab es den Kontakt, allerdings knapp außerhalb des Strafraums, wie die ausgetretenen Grassoden belegten. Winkler konnte das nicht mehr nachvollziehen, er marschierte schon mit dem Ball los und verwandelte trocken oben rechts (31.). „So in Rückstand zu geraten, ist bitter“, ärgerte sich Rosenthal. Doch durch das Tor klappten beide taktisch gut eingestellte Lager nun die Visiere auf. Schwierking klärte gegen Yildirim (38.), Sulingens Verteidiger Julian Hartkamp rettete gegen den durchgedribbelten Nils Unger (40.) – die Partie nahm Fahrt auf, der Halbzeitpfiff störte da fast.

Denn nach der Pause neutralisierten sich beide Mannschaften wieder, ehe Plümer gegen Hinnerk Mittendorf im Rauslaufen rettete (49.). Sulingens beste Gelegenheit: ein Freistoß von Barth, den Weyer aber sicher hielt (66.). Wetschen rannte weiter an, und ein Unger-Freistoß von halbrechts brachte die Entscheidung: Der aufgerückte Grube köpfte die Kugel per Bogenlampe in den Knick (77.). „Danach war das Spiel gelaufen“, räumte Rosenthal ein. Als Roughley gegen den schnellen Jessy Imboula im Strafraum ein Foul ziehen musste und Unger den Elfer oben rechts zum 3:0 (83.) nutzte, hatte er damit spätestens Recht. „Drei Tore durch Standards sind mir zu viel“, monierte der FC-Trainer. Otte hingegen freute sich, dass „wir gegen diese gute Mannschaft mit ihren bisher erst zwei Gegentreffern dreimal getroffen haben“.

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