SERIE MEIN FUSSBALL Ex-Werderaner Nils Petersen schwört auf Bananen und mag Gladbachs Torhymne

Großer Respekt vor „Koloss“ Lukimya

Schwer zu überwinden – auch im Training: Nils Petersen (Mitte) bezeichnet Nationaltorwart Manuel Neuer (rechts), einst Teamkollege beim FC Bayern, als seinen besten Mitspieler.
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Schwer zu überwinden – auch im Training: Nils Petersen (Mitte) bezeichnet Nationaltorwart Manuel Neuer (rechts), einst Teamkollege beim FC Bayern, als seinen besten Mitspieler.

Freiburg/Syke – Er ist einfach ein unglaublich sympathischer Typ, dieser Nils Petersen. Und hilfsbereit. Kaum war die Anfrage gestellt, bei unserer Rubrik „Mein Fußball“ mitzumachen, kamen auch schon die Antworten. Herrlich oldschool per Hand auf ein liniertes DIN A-4-Blatt geschrieben. Die Idee war, den momentan an Knieproblemen laborierenden Bundesliga-Stürmer vom SC Freiburg in einem „Doppelpack“ antreten zu lassen.

Beim Kreisligisten TSV Barrien gibt es nämlich auch einen Nils Petersen. Doch leider kam eine Umsetzung letztlich nicht zustande. Die interessanten, mitunter heiteren Antworten des sehr viel bekannteren Nils Petersen, der sich gerne auch mal selbst ein bisschen auf die Schippe nimmt, sollen natürlich trotzdem veröffentlicht werden. Was der ehemalige Angreifer von Werder Bremen und Bayern München, bester Bundesliga-„Joker“ aller Zeiten, uns alles geschrieben hat, lesen Sie jetzt:

Name: Nils Petersen

Verein: SC Freiburg

Alter: 32 Jahre

Größe: 1,88 Meter

Position: Mittelstürmer

Beruf: Fußballprofi

Meine Hobbys: Kochen, lesen, verschiedene Sportarten schauen.

Mein Spitzname: Ich habe keinen – ist immer ein bisschen zu uncool gewesen . . .

Meine größte Stärke: Torabschluss im Sechzehner.

Meine größte Schwäche: Alles, was außerhalb des gegnerischen Strafraums so passiert.

Mein Lieblingstor: Ganz klar, der Flugball in Dortmund. Sonst schieße ich nie Tore außerhalb der Box. (Der Treffer für Freiburg aus etwa 40 Metern am 27. Januar 2018 war gleichzeitig das Tor des Jahres).

Mein schönster Sieg: Der Last-Minute-Triumph gegen die Bayern im Abstiegskampf 2015 (Petersen schoss in der 89. Minute das 2:1-Siegtor gegen seinen Ex-Club).

Mein bestes Spiel: Der erste Auftritt für Freiburg – gleich im ersten Spiel ist mir beim 4:1 gegen Frankfurt als „Joker“ in der zweiten Halbzeit ein Hattrick gelungen.

Meine bitterste Pleite: Das 1:2 mit Freiburg in Hannover am letzten Spieltag der Saison 2014/15. Damit war unser Abstieg besiegelt (trotz Petersens neuntem Saisontor – alle in der Rückrunde nach dem Winterpausen-Wechsel von Werder Bremen).

Mein bester Mitspieler: Nationaltorwart Manuel Neuer. Entweder habe ich damals zu meiner Bayern-Zeit schlechter geschossen als heute – oder er war wirklich so gut . . .

Mein härtester Gegner: Das ist mein früherer Bremer Mannschaftskollege Assani Lukimya – nicht aus Rhodos, aber ein Koloss.

Meine Lieblingsschuhe: Adidas Copa.

Mein wichtigster Pokal: Es ist eine Medaille, die silberne von den Olympischen Spielen 2016 in Rio. (Im Finale war Petersen – mit sechs Treffern gefeierter Torschützenkönig des olympischen Turniers – der tragische Held, verschoss im Elfmeterschießen gegen Brasilien den entscheidenden fünften Elfer).

Mein Lieblingsverein: Alle, bei denen ich aktiv war – und bin.

Mein Lieblingsspieler: Kindheitsidole waren Romario und Bebeto, das brasilianische Sturmduo bei der WM 1994 – das erste große Turnier, bei dem ich als „Fan“ mitgefiebert habe.

So feiert man einen Geniestreich: Nach seinem „Tor des Jahres 2018“, einem Treffer aus 40 Metern in Dortmund, dreht Nils Petersen (Mitte) jubelnd ab. Seine Freiburger Teamkollegen verfolgen den Kunstschützen.

Mein Lieblingsfanartikel: Ich habe in meiner Karriere viele Trikots getauscht – mein Favorit: Bayerns Xabi Alonso.

Mein Stadionhighlight: Nicht unbedingt ein Highlight, aber ein unvergessliches Erlebnis: Als Kind bin ich in Berlin mal nach einem Sturz mit einem Bein zwischen zwei Sitzen steckengeblieben. Nach 20 Minuten Spielzeit wurde ich auf der Tribüne vom Stadionhausmeister befreit.

Mein Lieblingsfilm: Wenn ich mal frei habe und wir nicht selbst spielen, schaue ich samtags um 15.30 Uhr die Bundesliga-Konferenz auf Sky. Die feiere ich.

Mein Lieblingslied: Die Torhymne von Borussia Mönchengladbach („Maria“ von Scooter) mag ich – wenn ich genauer drüber nachdenke: Vermutlich habe ich sie zu oft gehört . . .

Mein schrägstes Erlebnis: In Köln lagen wir in einem echten Schnee-Chaos-Spiel mal nach einer halben Stunde 0:3 zurück – und haben am Ende noch 4:3 gewonnen. (Petersen war mit einem Dreierpack daran beteiligt, unter anderem dem Ausgleich in der 90. und dem Siegtreffer in der fünften Minute der Nachspielzeit).

Meine „Macke“: Vor dem Spiel und in der Halbzeit esse ich immer eine Banane – obwohl es, wissenschaftlich bewiesen, wohl gar nichts bringt . . .

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