Rehden reist selbstbewusst nach Oldenburg

Große Vorfreude aufs „Spitzenspiel“

Uwe Brunn

Kreis-Diepholz - REHDEN (mr) · Der VfB Oldenburg verschickt regelmäßig Newsletter und lud in seinem letzten zur Pressekonferenz in ein Einkaufszentrum nach Wechloy ein. Thema dabei gestern: Das Heimspiel morgen (14.00 Uhr) gegen den BSV Rehden.

Zudem gibt’s das vereinseigene „VfB-TV“ sowie das bekannte Marschweg-Stadion, in dem sich auch bei Spielen der Fußball-Oberliga noch immer 1 000 bis 2 000 Fans tummeln. Kurzum: Beim ehemaligen Zweitligisten geht’s noch immer ziemlich professionell zu.

„Das ist natürlich schön, wenn man Pressekonferenzen und ähnliches hat“, findet Rehdens Trainer Uwe Brunn, der früher als Osnabrück-Profi einige Schlachten im Marschwegstadion geschlagen hat. Neidisch wird der 41-Jährige beim Blick auf den VfB jedoch nicht: „Die Strukturen sind doch ganz anders gewachsen als in Rehden.“ Vom ganzen Drumherum sei der 1897 gegründete und sehr traditionsreiche VfB „eigentlich ein Zweitligist“ – der BSV, den’s seit 1954 gibt, „ein kleiner Club“. Doch im Rahmen der Möglichkeiten entwickelt sich auch Rehden. „Wir schieben es Schritt für Schritt an, es herrscht nie Stillstand“, betont Brunn und meint beispielsweise die „Verbesserung der medizinischen Versorgung“ oder auch den Tribünenbau in den heimischen Waldsportstätten, wo bald auch noch ein neues Vereinsheim entsteht.

Sportlich sind der VfB (29 Punkte) und der BSV (26) momentan fast gleichauf. Zudem ist der Saisonverlauf sehr ähnlich: Beide starteten schwach und explodierten dann regelrecht. Die Oldenburger, die im Sommer in der Relegation gegen Goslar am Regionalliga-Aufstieg vorbeigeschrammt waren, sind seit zehn Spielen ungeschlagen. Die letzten neun gewannen sie sogar. Und Rehden hatte zwischenzeitlich eine Serie von neun Partien ohne Pleite. „Es gibt so viele Top-Mannschaften in der Liga – und wir gehören mittlerweile auch ein bisschen dazu“, sagt Brunn bescheiden. Deshalb sei es „ein Spitzenspiel – und ich freue mich sehr darauf. Für die Spieler ist es doch ein Highlight, in diesem geilen Stadion aufzulaufen.“

Extrem heiß dürften die vor der Saison aus Oldenburg gekommenen Mehmet Koc, Alexander Burgardt und René Damerow sein. „Für sie ist es etwas ganz Besonderes“, weiß Brunn: „Sie wollen es beim Ex-Verein allen zeigen. Aber es ist ein schmaler Grat: Wer übermotiviert ist, kann schnell verkrampfen.“

Diese Gefahr besteht bei Christian Schiffbänker, ebenfalls einst für den VfB am Ball, nicht. Nach seiner Roten Karte in Nordhorn muss der Mittelfeldmann am Sonntag noch ein Mal aussetzen. Außerdem ist er grippegeschwächt – genau wie Jannik Schilling.

Insgesamt fährt Brunn guten Mutes die rund 85 Kilometer nach Oldenburg: „Das wird ein schönes Spiel – und ich bin fest davon überzeugt, dass wir dort ‘was holen können.“ Das 7:1 des VfB in Hameln, das er vergangenes Wochenende sah, hat ihn nicht übermäßig beeindruckt: „Hameln hatte einen rabenschwarzen Tag, Oldenburg eine sehr gute Chancenverwertung.“ Vor dem Spitzenspiel sei „der gegenseitige Respekt da. Aber die wissen, dass wir auch eine Bombentruppe haben.“

Begleitet wird der Oberligist erstmals von einem Fanbus, in dem laut Rehdens sportlichem Leiter Heiner Bünte „noch Plätze frei“ sind. Kontaktdaten gibt’s im Internet unter http://www.bsv-rehden.de.

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