Zittern um Playoffs

Zu große Hypothek: Werder Bremen verliert klar gegen Mühlhausen

Auch Mattias Falck konnte nicht punkten. Foto: westermann
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Auch Mattias Falck konnte nicht punkten.

Mühlhausen – Erster Matchball vergeben: Mit einem Sieg beim PSV Mühlhausen hätte sich Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen vorzeitig das Playoff-Ticket schnappen können, doch Pustekuchen: Mit 0:3 scheiterten die Hanseaten beim Tabellenfünften und weisen so drei Spiele vor Schluss nur noch zwei Punkte Vorsprung zum ersten Nichtplayoff-Platz auf.

Trotzdem hielt sich bei SVW-Coach Cristian Tamas die Enttäuschung in Grenzen: „Wir wussten angesichts unserer Personalprobleme ja um die Schwere der Aufgabe. Hunor Szöcs konnte aufgrund einer Fußverletzung gar nicht mitkommen, und Marcelo Aguirre ist mit Adduktorenproblemen in die Partie hinein gegangen. So war ein Sieg kaum möglich.“

In der Tat erwies sich die Aufgabe schnell als Mission Impossible: Aguirre versuchte im Auftakteinzel gegen Steffen Mengel zwar sein Glück, musste jedoch schon im zweiten Satz aufgeben. Besonders bitter: Da der Neuzugang aus Paraguay im Doppel gemeldet war, hätte Werder bei einem möglichen Stand von 2:2 mit einem verletzten Spieler antreten müssen. Zu gewinnen wäre das Abschlussdoppel also in keinem Fall gewesen.

Eine Minichance blieb den Grün-Weißen indes trotzdem, da noch drei Einzel auf dem Programm standen. Allerdings durfte jetzt rein gar nichts mehr schief gehen. Ging es aber: Obwohl Bremens Spitzenspieler Mattias Falck gegen Daniel Habesohn nach einem 0:2-Satzrückstand bravourös kämpfte und im vierten Durchgang sogar vier Matchbälle abwehrte, reichte es am Ende nicht ganz. Vizeweltmeister Falck führte im Entscheidungssatz zwar noch mit 6:4, zog am Schluss jedoch mit 8:11 den Kürzeren. Im Prinzip bereits der Knockout für die Gäste, aber in der Endabrechnung könnte ja auch das Spielverhältnis über die Playoff-Teilnahme entscheiden. Jede Ergebnisaufhübschung wäre beim direkten Konkurrenten also äußerst hilfreich gewesen.

Doch es sollte an diesem Tag einfach nicht sein. Klar, Kirill Gerassimenko probierte noch einmal alles, aber die Hausherren hatten taktisch geschickt ihren stärksten Spieler Ovidiu Ionescu an Position drei aufgestellt – und dieser erwies sich für den jungen Kasachen beim 0:3 als eine Nummer zu groß. Somit dürfte sich wohl erst am letzten Spieltag entscheiden, ob den Werderanern erstmals seit 2013 wieder die Playoff-Qualifikation glückt. Tamas zumindest glaubt weiterhin daran: „Schließlich haben wir unverändert alles in eigener Hand.“  drö

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