Große Asendorfer Geste im Abschlussdoppel des Abstiegsduells mit Drebber

8:8 – aber gewonnen hat auf jeden Fall die Fairness

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Drebbers Cord Köhler zollt den Asendorfer Gegnern höchsten Respekt für ihre faire Aktion im alles entscheidenden Doppel.

Asendorf - Schwer beeindruckt kehrten die Tischtennis-Herren des TSV Drebber am Samstag vom TSV Asendorf zurück. Die Gastgeber hatten sich nämlich als echte, überaus faire Sportmänner erwiesen – nicht selbstverständlich im Abstiegskampf der 2. Bezirksklasse 17. „Hätten wir da verloren, wäre es das für uns wohl gewesen“, räumte Drebbers Spitzenspieler Cord Köhler ein.

„Theoretische Chancen hätten wir zwar selbst noch gehabt, aber Asendorf wäre dann bis auf vier Punkte weg gewesen – und dann auch noch mit dem besseren Spielverhältnis“, verdeutlichte Köhler die brenzlige Situation.

Doch im Abschlussdoppel beim Gesamt-Stand von 8:7 für die Hausherren ereignete sich Denkwürdiges: Frank Göllner und Klaus Brüggemann hatten im vierten Satz beim Stand von 10:7 drei Matchbälle. Köhlers Doppelpartner Andreas Winneguth brachte die Zelluloid-Kugel noch knapp auf die Platte, ein Asendorfer Zuschauer schrie laut „Ja!“ – doch der Ballwechsel ging weiter. Köhler verschlug aber daraufhin – für alle sichtlich irritiert vom Zwischenruf. Das wäre der Zähler zum 9:7-Endstand und ein großer Schritt zum Asendorfer Klassenerhalt gewesen. Doch Brüggemann und Göllner stellten sofort klar, dass sie auf diese Weise nicht gewinnen wollten. Die Folge: Wiederholung, abgewehrte Matchbälle, Satzgewinn für Drebber – und der Gang in den entscheidenden fünften Durchgang! Dort wiederum wehrten die Gäste wieder drei Matchbälle ab, münzten ein 7:10 noch in ein 12:10 um und gewannen das Abschlussdoppel.

So trennten sich beide Seiten mit . „Asendorf hat aber auch durchgehend tolle Typen in seinen Reihen“, unterstrich Köhler: „Wir kennen uns schon lange – und es macht immer wieder Spaß, gegen sie zu spielen.“

Allerdings bedauerten die Drebberaner, dass sie sich für diese große Geste nicht mit einer Runde bedanken konnten. „Nach einem Punktspiel gibt ja generell immer die Heimmannschaft einen aus“, erklärte Köhler – und schmunzelte. Das nahmen er und die Kollegen neben dem einen Punkt auch noch ganz gerne mit.

ck

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