Melchiorshausen will in zwei Jahren in der Bremen-Liga sein / „Wir müssen uns erst noch finden“

Der größte Umbruch aller Zeiten

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Es hat sich einiges getan beim TSV Melchiorshausen: Trainer Mike Barten (hinten links) will folgende Neuzugänge möglichst schnell integrieren (hinten v.l.): Rustam Arify, Yannik Funck, Matthias Kastens, Frank Weseloh und Julian Michel sowie (vorn v.l.): Danny Pankratz, Kassim Evers, Romario Klausmann, Dennis Dörgeloh, Jan de Boer und Bastian Steyer. Auf dem Bild fehlen Marco Haut, Hassan Sabehaioun, Andre Schmidt und Co-Trainer Dirk Pistol. ·

Melchiorshausen - Von Gerd TöbelmannIn den letzten Jahren war bei Fußball-Landesligist TSV Melchiorshausen immer mal wieder vom Umbruch die Rede. So richtig geklappt hat das jedoch nie. In dieser Saison haben die Blau-Weißen Ernst gemacht, holten gleich 14 neue Spieler. Was auch nötig war, da viele der älteren Akteure (Tettenborn, Schmötzer, Sternke oder Ruscher) ins neu gebründete Altherren-Team wechselten.

Die geplante Rückkehr in die Bremen-Liga steht bei Trainer Mike Barten nicht an allererster Stelle: „Klar wollen wir aufsteigen. In dieser Saison wird das aufgrund der vielen neuen Spieler aber wohl schwer werden. Die Jungs müssen sich erst finden und dann auch noch meine Vorstellungen umsetzen.“

Bereits in der vergangenen Saison hätte der Aufstieg in Bremens höchste Klasse klappen können. Dagegen sprachen die fehlende Konstanz in der Rückrunde sowie der Kreuzbandriss von Torjäger Lars Behrens im Oktober 2012.

Aber mit dem größten Umbruch in der Vereinsgeschichte soll die Bremen-Liga spätestens in zwei Jahren Realität werden. Der größte Block der Neuzugänge (gleich sechs Spieler) kommt vom Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. In der Vorbereitung machten dabei Julian Michel und Matthias Kastens den besten Eindruck. Beide können als Sechser eingesetzt werden, Kastens wurde von Barten gar als Innenverteidiger ausprobiert. Das wurde notwendig, weil der für diese Position eigentlich gesetzte Kapitän Sascha Otten zuletzt berufsbedingt kaum trainieren konnte.

Umbruch ist auch das Stichwort für die Besetzung im Sturm. Aus Weyhe wurde Jan de Boer geholt, der zusammen mit Lars Behrens knipsen soll. Behrens muss nach seiner langen Leidenszeit beinahe auch noch als Neuer geführt werden. Dirk Pistol, als Co-Trainer auch neu dabei, dämpft jedoch überhöhte Erwartungen: „Wenn beide fit sind, ist das eine Bank. Aber gerade bei Behrens wird das noch etwas dauern. Er ist gerade erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.“ So werden zunächst neben de Boer wohl Felix Cohrs und Oliver Riekers um einen Platz in vorderster Front rangeln.

Florian Aschoff könnte

das Rennen machen

Im Tor sieht die Sache etwas anders aus. Coach Barten will zwar erst kurz vor dem Punktspielstart am Samstag bei der FT Geestemünde seinen Stammtorwart benennen, aber es deutet alles darauf hin, dass Florian Aschoff das Rennen machen wird. Der 25-Jährige hat sich stetig gesteigert, bestritt bislang die meisten Testspiele und machte dabei vor allem beim Ristedter Turnier einen guten Eindruck. „Florian ist zu einem echten Führungsspieler geworden, aber auch Jens Ruscher ist dicht dran“, will Barten öffentlich noch keine Rangfolge festlegen.

Und was hält der Fußballlehrer vom Stand der Vorbereitung? Die Testspiele verliefen oft nicht nach Wunsch, und im Landespokal schied Melchiorshausen in Runde eins beim Bezirksligisten TSV Lesum aus. Barten zuckt mit den Schultern: „Ich weiß momentan noch gar nicht, wo wir stehen.“ Co-Trainer Pistol ergänzt: „Das kann auch noch bis September dauern.“ In diesem Zusammenhang ist es ja gut, dass aus dem Umfeld heraus kein Aufstiegsdruck ausgeübt wird.

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