Startnummer 25

Elke Seeliger: Größte Erfolge trotz schwerer Erkrankung

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Startnummer 25: Elke Seeliger

Stuhr - Elke Seeliger kann auf ihr erfolgreichstes Jahr in Sachen Schießsport zurück blicken – und dass, obwohl oder gerade weil es das Schicksal in letzter Zeit nicht immer gut mit ihr meinte. Die Sudweyherin betreibt dieses Hobby schon seit fast 30 Jahren als Gewehrschützin. Besonders mit dem Luftgewehr kann sie schon auf große Erfolge bis hin zur Landesmeisterschaft verweisen.

Im vorigen Jahr wurde bei der 43-jährigen jedoch Syringomyelie, eine seltene Erkrankung des zentralen Nervensystems, der Multiplen Sklerose ähnlich, diagnostiziert. Mit der Folge, dass Elke Seeliger forthin auf den Rollstuhl angewiesen ist. Diese Tatsache hinderte sie jedoch nicht daran, ihren Sport weiterhin auszuüben. Hierbei half der Schützin ihre Zuversicht, ein unbändiger Wille und ihr Mann Burkard, der sie trainiert, zu allen Wettkämpfen begleitet und tatkräftig unterstützt.

Die Trainingseinheiten und Wettkämpfe beschränken sich dabei jedoch nicht nur auf den heimischen Raum. Denn neben ihrem Heimatverein Stuhr v. 1912 holt sich Seeliger auch wertvolle Tipps beim SV Etzhorn, wo sich eine größere Gruppe von behinderten Schützen zusammengefunden hat, im Bundesleistungszentrum Hannover sowie mit dem Nationalkader des Deutschen Behindertensportbundes im thüringischen Suhl. Anfang September bei den deutschen Meisterschaften in München setzte Elke Seeliger dann das erste Ausrufezeichen auf nationaler Ebene. Mit einem Weltklasseergebnis errang sie die Bronzemedaille im Kleinkaliber-Dreistellungskampf.

„Neben meinen guten Trainingsleistungen war dies der Türöffner zu der Weltcup-Nominierung“, freute sich die Sportlerin über eine Einladung nach Fort Benning, Georgia – dem Ort der olympischen Schießwettbewerbe von Atlanta 1996. Daraufhin wurde das Trainingspensum auf vier- bis fünfmal pro Woche intensiviert. Ende Oktober machte sich dann der Nationalmannschaftstross auf die zehntägige Reise über den großen Teich. „Das war schon ziemlich aufregend“, beschreibt Seeliger ihren ersten Aufenthalt in den USA nicht ohne Stolz.

Diese Aufregung schlug sich jedoch nicht auf ihre sportlichen Leistungen nieder. Bei ihrem ersten Wettkampf mit dem Luftgewehr qualifizierte sie sich für das Finale der besten Acht – verpasste dort jedoch knapp das Siegerpodest. Im Kleinkaliber-Dreistellungskampf spielte Seeliger dann ihre ganze Erfahrung und Nervenstärke aus. Nach Platz sieben im Vorkampf musste sie sich im Finale lediglich einer Australierin und einer Slowakin beugen. Die Bronzemedaille war der verdiente Lohn. Zusätzlich gewann Elke Seeliger auch einen Quotenplatz für Deutschland bei der paralympischen Olympiade 2016 in Rio de Janeiro. Womit ihr nächstes Ziel schon genannt ist. Um dann auch selbst diesen Platz besetzen zu können, muss sich die Sudweyherin erst im Nationalteam durchsetzen. Der erste Schritt dazu ist die Nominierung für den A-Kader. Neben den besseren Chancen für den Rio-Start könnte Seeliger sich auch über eine bessere Förderung freuen. „Dafür werde ich jetzt weiter hart arbeiten“, rechnet sie sich gute Chancen aus, um das große Ziel im nächsten Jahr zu erreichen: Die Paralympics in Rio de Janeiro!

tau

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