Cloppenburgs Nummer zehn veredelt das Mittelfeld / „Zeichen an Mannschaft“

Mit Greve will Rehden die Rückrunde rocken

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsREHDEN · Gestern Nachmittag, Anruf im Büro von Friedrich Schilling. „Ja, das Ding ist durch“, sagt der Boss des BSV Rehden. Neben ihm sitzt jemand, auf dem nach einer mittelmäßigen Hinserie des Fußball-Oberligisten nun die Hoffnungen ruhen. Es ist Florian Greve – ein Neuzugang, der die Bezeichnung hochkarätig verdient.

Eigentlich lief Greves Vertrag bei Liga-Konkurrent BV Cloppenburg bis Juni 2012. Aber es ist einmal mehr die berufliche Perspektive, die dem BSV einen gestandenen Spieler in den Kader spült. „Ich bekomme die Chance, eine duale Ausbildung zu absolvieren, also zu studieren und zu arbeiten. Das ist genial“, schwärmt der 28-Jährige, der gestern Abend die erste Trainingseinheit mit seinen neuen Teamkollegen absolvierte.

Drei Tore und drei Torvorlagen in elf Spielen – so sieht sie aus, die aktuelle Leistungsbilanz des 1,77-Meter-Mannes. Nicht schlecht für einen, der hauptsächlich im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam. „Auf der Zehner-Position“ spiele er zwar am liebsten, meint der beidfüßige Greve, gibt jedoch auch klar zu verstehen, dass er sich einzuordnen weiß. Immerhin agierte dort bislang vorwiegend Christian Schiffbänker, „ein unumstrittener Führungsspieler von uns“, wie Uwe Brunn deutlich macht. Der Coach sagt: „Wir wollen eine gemeinsame Lösung.“ Maarten Schops noch hinzugerechnet, hat sich der BSV Rehden ein Mittelfeld-Dreieck gebastelt, dessen Qualität in der Oberliga wohl seinesgleichen sucht. „Wir haben einen Treffer gelandet“, sagt ein überzeugter Uwe Brunn, der gesteigerten Wert darauf legt, „dass wir Florian nicht trotz laufenden Vertrages den Mund fusselig geredet haben. So etwas machen wir nicht. Er wollte das unbedingt. So einen Spieler zu bekommen, ist ein Beweis für die seriöse Arbeit des BSV.“

▪ Das Ziel heißt

▪ Regionalliga

Der regionalligaerfahrene Greve würde jedoch nicht ins beschauliche Rehden wechseln, wenn er sich nicht auch sportlich einen Sprung ausrechnen würde. „Ich glaube, dass kaum eine Mannschaft in der Oberliga so unter ihrem Leistungspotenzial gespielt hat wie der BSV Rehden (aktuell Neunter, Anm. d. Red.). Ich erwarte bis zum Sommer einen deutlichen Schritt nach oben und dass wir nächste Saison um die Qualifikation für die Regionalliga spielen. Fußballerisch haben wir eine höhere Qualität als Cloppenburg“, ist sich der gebürtige Berliner sicher. Wohlgemerkt: Der BV Cloppenburg ist Oberliga-Zweiter.

Mit seinen 28 Jahren sei er „der mit Abstand Älteste beim BVC gewesen. Krasser kann der Unterschied zum BSV Rehden ja gar nicht sein“, beschreibt Greve sein neues, von gestandenen Akteuren durchsetztes Team. Seit Weihnachten hatten Brunn und Schilling an dem Coup gearbeit, der auch „ein Zeichen an die Mannschaft“ sein soll, wie der Trainer sagt: „Der Transfer ist in keinster Weise eine Reaktion auf die Hinserie, aber es kann schon sein, dass die Mannschaft neues Leben braucht.“ Die Brunn-Elf will die Rückrunde rocken. Bereits Samstag gegen den SC Langenhagen könnte Florian Greve den Takt vorgeben.

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