Lemfördes Kreisläuferin ist Team-Player und Torjägerin / „Ein absolutes Vorbild“

Graumann jagt den eigenen Rekord

Typisches Bild: Lemfördes Top-Torjägerin Kristina Graumann ist einmal mehr von ihren Gegenspielerinnen nicht zu stoppen.

LEMFÖRDE (an) · 147, 142, 86 – das sind die Zahlen von Kristina Graumann. So viele Feldtore erzielte die Kreisläuferin des Landesligisten TuS Lemförde in den vergangenen Spielzeiten. In der aktuellen Saison ist sie mit 86 Treffern in zehn Partien auf dem besten Weg, ihren eigenen Rekord zu brechen.

Das ist erstaunlich. Denn vor ein paar Jahren hatten wohl nicht mehr viele geglaubt, dass Kristina Graumann zurückkehrt. Die Lemförderin hatte sich im Jahr 2004 nämlich einen Kreuzbandriss zugezogen. Nach einer kurzen Pause versuchte sie häufiger ein Comeback, war jedoch stark gehandicapt. Im Herbst 2005 erfolgte dann die Operation. „Danach habe ich es immer wieder versucht. Aber so richtig mit Handball habe ich erst wieder im Sommer 2007 angefangen, als David Tabeling unser Trainer wurde“, erinnert sich die 29-Jährige.

Der Coach war damals sehr froh über Graumanns Entschluss und lobt seine „Musterschülerin“ heute in den höchsten Tönen. „Alles, was man ihr sagt, setzt sie sofort um. Als vorgezogene Spielerin in der 5:1-Abwehr kann sie sehr gut antizipieren und ist im Tempogegenstoß eine Bank. Kristina ist sehr schnell, sehr drahtig und kann ihre Gegenspieler auf einem Bierdeckel austanzen. Und das 60 Minuten ohne Substanzverlust.“

Das liegt daran, dass die Bankkauffrau neben den zwei gemeinsamen Trainingseinheiten pro Woche auch regelmäßig laufen geht. „Das brauche ich einfach, sonst geht es mir nicht gut“, lacht „Ötti“. Sie ist auch so diszipliniert und ehrgeizig, dass sie am Abend vor den Spielen zu Hause bleibt. „Mit dieser Einstellung ist sie natürlich ein absolutes Vorbild“, schwärmt Tabeling. Besonders für die jüngeren Damen im Team, die Graumann gerne „unsere Küken“ nennt. Auch sonst kümmert sie sich um ihre Mitspielerinnen. Die Lemförderin ist eben ein echter „Team-Player“. „Kristina ist sportlich und menschlich ein Gewinn. Sie opfert sich für die Mannschaft auf“, betont Tabeling. Für Graumann ist das selbstverständlich. „Früher habe ich Tennis gespielt. Aber Handball als Mannschaftssport war mir wichtiger.“

Ihre vielen Tore habe sie nur dem Team zu verdanken. „Ich bin kein Rückraum-Shooter, sondern auf die Pässe meiner Mitspielerinnen angewiesen. Deshalb bin immer nur so stark wie meine Mannschaft“, stellt die bescheidene Lemförderin klar.

Man merkt deutlich: Kristina Graumann fühlt sich auch nach zwölf Jahren sehr wohl in Lemförde. Obwohl David Tabeling ihr durchaus zutraut, in der zweiten Liga mithalten zu können, und es auch mal eine Anfrage von einem höherklassigen Club gab, bleibt Graumann ihrem Verein treu. „Ein Wechsel kam für mich nie in Frage. Mit vielen meiner Teamkameradinnen bin ich sehr gut befreundet. Wir spielen seit Jahren zusammen. Da ist einfach etwas Wunderbares zusammengewachsen.“

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