Einwechslung des Kreisläufers zahlt sich aus / HSG Barnstorf/Diepholz feiert nach Steigerung Arbeitssieg

Grädtke sorgt für frischen Wind

Bot in der ersten Hälfte eine ordentliche Leistung und erzielte gegen die HSG Wolfen 2000 die Tore zum 3:3 und 7:7: Rückraumakteur Tobias Meyer (l.) von der HSG Barnstorf/Diepholz.

Diepholz - Von Matthias Borchardt· Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit schlug Handball-Regionalligist HSG Barnstorf/Diep holz am Sonnabend in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle vor 300 Zuschauern die HSG Wolfen 2000 mit 32:25 (14:14) und startete damit erfolgreich ins neue Jahr.

„Diese zwei Punkte waren ganz wichtig. In der ersten Hälfte wirkten wir verunsichert, doch in der zweiten Halbzeit stimmte die Abwehrarbeit. Wir haben auch aus Überzahlsituationen Kapital geschlagen“, analysierte Nils Mosel, Mannschaftskapitän bei der HSG Barnstorf/Diepholz. Auch Trainer Heiner Thiemann wirkte nach „zwei wichtigen Punkten“ zufrieden: „In der zweiten Halbzeit haben wir konzentriert aufgespielt und gewechselt. Es hat dann gepasst, und Wolfen konnte dem Druck nicht mehr standhalten.“ Positiv zahlte sich nach der Pause die Einwechslung von Kreisläufer Ulf Grädtke aus, der zwei Tore warf, zwei Siebenmeter herausholte und Sperren setzte. „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden – letztendlich war’s ein Arbeitssieg“, sagte der 25-Jährige, der nach dreieinhalbmonatiger Verletzungspause ein gelungenes Comeback feierte.

Die Gastgeber erwischten einen holprigen Start, machten mehrere leichte Fehler. So scheiterte Marek Saloka bereits nach 40 Sekunden mit einem Siebenmeter an Wolfens Torwart Yves Schönboom. Die Gäste machten es besser, führten nach sechs Minuten mit 3:1. Sie hielten auch in der Folgezeit mit dem gefährlichen Mittelmann Stephan Blechschmidt (7/3) dagegen, profitierten von den Schwächen des Tabellenachten. Zwar erzielte Rechtsaußen Nils Mosel in Unterzahl das 11:10 (23.), doch Denny Winkel (2) und Jan Bernhardt drehten mit drei „Buden“ in Folge den Spieß zum 13:11 (26.) um. Marek Saloka (4) sorgte in Überzahl mit dem Tor zum 14:14 für den Halbzeitstand.

In den zweiten 30 Minuten setzte Heiner Thiemann dann die Rückraumakteure Malte Helmerking und Denis Maksimovich sowie Kreisläufer Ulf Grädtke ein. Und dies machte sich positiv bemerkbar, denn die Barnstorfer waren jetzt durchschlagskräftiger. In einer guten Phase brachten Ulf Grädtke, Finn Richter, Marek Saloka und Sigitas Stropus die HSG Barnstorf/Diepholz mit vier Treffern nacheinander zum 21:19 (43.) auf die Siegerstraße. Die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt blieb bis zum 21:23 (46.) durch Raik Baumbach (3) dran, aber dann erhöhten Sigitas Stropus, Denis Maksimovich und Nils Mosel mit zwei Gegenstoßtoren auf 27:21 (51.). Das war die Vorentscheidung, denn die HSG Wolfen 2000 kam nicht mehr heran. Spätestens nach zwei weiteren Toren von Malte Helmerking (6/4) zum 29:23 (56.) stand der achte Saisonsieg fest.

Bei der Heimmannschaft wussten vor allem Nils Mosel (9) und Malte Helmerking (6/4) zu gefallen. Die Torhüter Manuel Pauli und Konstantin Madert zeichneten sich bei mehreren Bällen zwar aus, sahen aber bei einigen Toren nicht gerade glücklich aus.

„Der Sieg der HSG Barnstorf/Diepholz geht zwar in Ordnung, aber in der zweiten Halbzeit sind wir durch ein paar nicht nachvollziehbare Pfiffe der Schiedsrichter aus dem Gleichgewicht gekommen und haben Kontertore kassiert“, sagte Wolfens Trainer Wolfgang Spitz.

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