Zwei treffen auf Ex-Club Hildesheim

Golombeks Dankbarkeit hat ihre Grenzen

Seiner alten Liebe einen einschenken? Rehdens Niklas Kiene, in der Jugend und bei den Herren insgesamt mehr als zehn Jahre beim VfV Hildesheim, hätte damit kein Problem: „Es ist für mich jetzt kein so besonderes Spiel mehr“, sagt der Mittelfeldmann.
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Seiner alten Liebe einen einschenken? Rehdens Niklas Kiene, in der Jugend und bei den Herren insgesamt mehr als zehn Jahre beim VfV Hildesheim, hätte damit kein Problem: „Es ist für mich jetzt kein so besonderes Spiel mehr“, sagt der Mittelfeldmann.

Rehden – Ungewohnte Perspektive für Niklas Kiene: Erstmals in dieser Saison musste der Mittelfeldmann des BSV Rehden am Sonntag auf der Ersatzbank Platz nehmen. In den vorherigen viereinhalb Jahren für Regionalliga-Konkurrent HSC Hannover hatte er sogar kein einziges Pflichtspiel verpasst. „Klar, dass diese Situation jetzt schon ziemlich neu für mich war“, gesteht der 29-Jährige in Erinnerung an Rehdens Auftritt bei Hannover 96 II, an dem er für die letzten zehn Minuten zum 4:2-Sieg beitragen durfte.

Seine Erkenntnis: „Ausruhen darf man sich ja sowieso nie, aber ich habe gemerkt, dass ich im Training noch mehr Gas geben muss. Denn die Konkurrenz im Kader ist größer geworden – und das macht einen selbst ebenfalls besser.“ Nun hofft der „als Sechser geholte Achter“ (Kiene), eine bessere „Performance“ in den Einheiten hingelegt zu haben, damit es für die Startelf im Heimspiel am Samstag ab 15.00 Uhr gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim reicht.

Dass es sich beim Gegner um jenen Club handelt, in dem Kiene die ersten fünfeinhalb Jahre seiner Herren-Karriere verbracht und für dessen Jugend er ähnlich lang die Knochen hingehalten hatte, sei „nichts Besonderes mehr“, versichert der gebürtige Hildesheimer: „Es ist zwar mein Heimatverein, aber mittlerweile habe ich schon ein paarmal mit dem HSC Hannover gegen ihn gespielt.“

Etwas emotionaler stellt sich die Gefühlslage bei Kienes Coach Andreas Golombek dar. Dort, beim VfV Hildesheim, vollzog der Ex-Profi die Metamorphose vom Spieler über den Spielertrainer zum Trainer. Zwei Serien lang stürmte er für die Domstädter, stolze acht Jahre an der Seitenlinie folgten. „Ich freue ich auf ein Wiedersehen mit einigen alten Weggefährten aus dem Vorstand dieses Vereins, dem ich unglaublich viel zu verdanken habe und der mir auch einige Fehler verziehen hat, die man zu Beginn seiner Trainerlaufbahn so macht“, sagt Golombek. Für 90 Minuten müssen die Freundschaften nun jedoch ruhen. Denn „wenn wir dieses Spiel gewinnen, sind wir ein großes Stück weiter.“

Andreas Golombek: „Ich bin noch regelmäßig im Stadion“

Davon abgesehen, mache sich ein Sieg beim nächsten Treffen besser: „Ich bin noch regelmäßig im Stadion und pflege meine Kontakte von damals. Da ist es schöner, wenn man zuletzt gegen diese Mannschaft keine Niederlage kassiert hat und sich beim Bierchen keine blöden Sprüche anhören muss“, scherzt der Fußballlehrer.

Also wünscht er sich ein ähnliches Ergebnis wie das 2:0 beim jüngsten Aufeinandertreffen in der Vorsaison – und ein Auftreten wie am Sonntag beim Triumph in Hannover. „Es lief vieles gut, aber vieles haben wir auch angesprochen“, verdeutlicht der BSV-Coach: „Gefallen hat mir, wie lauffreudig und aggressiv wir in den ersten 35 Minuten waren. Aber ich habe den Jungs gesagt, dass man ein solches Pressing nicht die vollen 90 Minuten durchhalten kann, sondern sich zwischendurch mal seine Pausen nehmen muss.“ Die sollten seine Akteure aber bitteschön nicht nehmen, wenn sich der Gegner gerade im Ballbesitz befinde. So kam nach Rehdens Treffer zum 3:0 postwendend das 3:1 zustande. Am Ende reichte es trotzdem zum ersten Saisonsieg – „und der war unglaublich wichtig für unsere Moral“, unterstreicht Kiene: „Schon das Spiel vorher gegen Oberneuland hätten wir gewinnen müssen – und ohne die Rote Karte hätten wir das auch geschafft“, erinnert er an den Platzverweis von Innenverteidiger Pierre Becken. Der muss nun gegen Hildesheim das zweite seiner drei Spiele umfassenden Rot-Sperre absitzen. Bis auf ihn und den nach seiner Oberschenkelblessur vielleicht noch nicht voll belastbaren Marco Kaffenberger hat Golombek alle Mann an Bord – gegen „eine sehr junge, aber sehr gut ausgebildete Truppe“, warnt Golombek.

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