Rehdens Trainer fordert nach 1:2 im letzten Test Verstärkungen

Golombek funkt SOS

Viel unterwegs: Rehdens Daniel Haritonov (rechts) zeigte am Samstag eine auffällige erste Halbzeit. Hier allerdings kann ihm Drochtersens Finn Zeugner den Ball wegspitzeln.
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Viel unterwegs: Rehdens Daniel Haritonov (rechts) zeigte am Samstag eine auffällige erste Halbzeit. Hier allerdings kann ihm Drochtersens Finn Zeugner den Ball wegspitzeln.

Rehden – Was doch in fünf Wochen alles so passieren kann! Jedenfalls zeigte die vermeintlich erste Formation des BSV Rehden am Samstag in ihrem letzten Test vor dem Regionalliga-Start, dass sie schon ziemlich gut zusammengefunden hat; viele kennen die favorisierten Laufwege ihrer Kollegen, jeder kämpft für jeden. Neuzugänge wie Innenverteidiger Jan Roschlaub oder Linksfuß Daniel Haritonov haben seit dem 0:5 gegen Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück zum Vorbereitungsstart einen großen Schritt nach vorn gemacht, wie die erste Halbzeit gegen die SV Drochtersen/Assel aus der Nord-Staffel der Regionalliga zeigte.

  • Der BSV Rehden verlor den letzten Test vor dem Regionalliga-Start mit 1:2.
  • Rehdens Trainer Andreas Golombek zeigte sich zufrieden mit seiner ersten Elf.
  • Allerdings fordert er noch Verstärkungen.

Erstaunlich aber auch, was in fünf Wochen so alles nicht passiert ist. Denn an Rehdens zweitem Anzug muss Cheftrainer Andreas Golombek noch einiges zuschneiden, wie er nach der 1:2 (1:0)-Niederlage in den Waldsportstätten zugab: „Wir haben richtig gute elf, zwölf Mann – aber in der Breite nicht so viel Qualität“, urteilte der Fußballlehrer nach den beiden gänzlich gegensätzlichen Halbzeiten. „Und es macht mir Angst, wenn ich mir vorstelle, dass ich so in die Saison gehen soll. Für das erste Spiel wird das noch reichen“, sagte Golombek mit Blick zum Liga-Auftakt mit dem Heimspiel am Freitag ab 19.00 Uhr – ohne damit den HSC Hannover schlechtreden zu wollen: „Aber dann sind eben noch alle gesund und fit.“ Für die komplette Serie sieht der 53-Jährige den Kader als zu dünn an. „Unsere ganz jungen Spieler können noch nicht so weit sein – und ich hoffe, das haben heute auch die richtigen Leute gesehen.“

Rehden gegen Drochtersen engagiert in den Zweikämpfen

Angesprochen fühlen dürften sich wohl BSV-Präsident Friedrich Schilling und Sportvorstand Rüdiger Hoppe. Was sie und die anderen knapp 60 Zuschauer in den ersten 45 Minuten sahen, dürfte keinen Anlass zur Sorge um die Schwarz-Weißen bereitet haben. Denn Rehdens besagte erste Besetzung lieferte sich mit den Kehdingern zunächst einen engagierten Abnutzungskampf im Mittelfeld, ehe Drochtersens Keeper Patrick Siefkes die erste Chance einleitete: Ihm unterlief ein zu kurzer Ball, Rehdens wieder ungemein lauffreudiger Stürmer Bocar Djumo nahm die Kugel an, flankte auf Altrim Pajaziti, doch der drosch freistehend über den Kasten (11.).

Wir haben richtig gute elf, zwölf Mann – aber in der Breite nicht so viel Qualität.

Rehdens Trainer Andreas Golombek

Dies schien aber der Weckruf gewesen zu sein, denn gleich darauf ergaben sich Chancen durch einen Freistoß von Niklas Kiene (kompromissloser Balleroberer im Mittelfeld) und einen Kopfball von Roschlaub, den er knapp zu hoch ansetzte (14.). Ein 17-Meter-Schuss von Kamer Krasniqi rauschte haarscharf am linken Giebel vorbei (17.). Rehden war drin in der Partie, während die Gäste vom frühen Pressing und bissigen Zweikampfverhalten des BSV geschockt wirkten. Nach vorn brachten sie vor der Pause mit Ausnahme von zwei Standards nichts zustande.

Vielleicht lag das auch daran, dass sich Drochtersens Angreifer Alexander Neumann wegen muskulärer Probleme noch schonte. Der frühere BSV-Akteur verfolgte den Test an alter Wirkungsstätte auf der Tribüne. „Es ist nichts Wildes, aber bis zum ersten Ligaspiel will ich wieder fit sein“, begründete Neumann die Maßnahme.

Pajaziti trifft zum 1:0

Nach knapp einer halben Stunde trafen die Gastgeber zur Führung – durch einen Flachschuss von Pajaziti ins rechte untere Eck nach Vorarbeit von Djumo (30.). „Da hatten wir den Gegner taktisch komplett im Griff“, lobte Golombek.

Djumo hätte kurz vor der Pause auf 2:0 stellen können, doch er zirkelte einen 18-Meter-Freistoß knapp neben den Kasten (45.). Das rächte sich schon kurz nach dem Wechsel, als Ashton Götz eine zu leicht in den Strafraum gekommene Linksflanke per Direktabnahme in die Maschen donnerte (47.). „Wenn Du kurz nach Wiederanpfiff so ein Traumtor kriegst, macht das die Sache nicht leichter“, fasste Golombek die zweite Hälfte zusammen, die komplett der SV D/A gehörte.

Zwingendes ließ die BSV-Defensive zwar zunächst nicht zu, doch ein Freistoß von Nico von der Reith hätte fast gepasst (61.). Somit blieb Martin Sattler die Führung mit einem Schuss von halblinks vorbehalten (69.). Dass Addy-Waku Menga in seinem zehnminütigen Comeback zehn Monate nach seiner Syndesmose-Verletzung nichts mehr ändern konnte, war verständlich. „Aber wir haben heute viel gesehen – und noch Zeit zu reagieren“, meinte Golombek.

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