Elsflether TB zu Gast

Golenia: „Ich befürchte, dass die Saison für mich gelaufen ist“

Der abwehrstarke Kreisläufer Martin Golenia (r.) fehlt den Oberliga-Handballern der HSG Barnstorf/Diepholz aufgrund eines Kreuzbandrisses und Innenbandanrisses im Knie in den nächsten Monaten.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Martin Golenia, Kreisläufer beim Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz, hat sich kurz vor dem Abpfiff in der Partie bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen im rechten Knie einen Kreuzbandriss und einen Innenbandanriss zugezogen.

„Ich befürchte, dass die Saison für mich gelaufen ist“, seufzt der Student der Psychologie, der seinen Master macht. Der 27-Jährige weilt heute im medizinischen Zentrum in Bremen (Zemodi – Schwachhauser Heerstraße) zu einer MRT-Untersuchung. Golenia hat für sich schon eine Entscheidung getroffen: „Ich will so schnell wie möglich unters Messer.“ Der Abwehrspezialist kennt sich mit der Verletzung aus, denn er hat bereits einen Kreuzbandriss im linken Knie gehabt. 

Da Cedric Quader nach einem doppelten Bänderriss im linken Sprunggelenk (trägt eine Schiene) auch noch nicht hundertprozentig fit ist, gibt’s Handlungsbedarf am Kreis. „Tilman Dehmel macht einen guten Job“, traut Golenia dem 17-Jährigen einiges zu. Bekanntlich hat der in Barnstorf wohnende Youngster ein Doppelspielrecht, gehört auch zum Bundesliga-Kader von der A-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Beim jüngsten 22:40 gegen Spitzenreiter THW Kiel erzielte er zwei Tore für den Aufsteiger.

Trainer zeigt sich geschockt

„Das ist ganz bitter – ich bin geschockt. Ich hoffe, dass Martin zurückkommt, denn er ist für uns eine wichtige Person“, sagt Barnstorfs Trainer Dag Rieken zur Personalie Golenia. Morgen erwartet die HSG Barnstorf/Diepholz um 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle den Elsflether TB. Die Gäste schlugen zuletzt mit dem zehnfachen Torschützen Christopher Santen die SG HC Bremen/Hastedt mit 25:17. „Das Ergebnis hat mich schon überrascht“, unterstreicht der Wildeshauser Pädagoge und ergänzt: „Wir treffen auf einen individuell guten Gegner, der eingespielt ist.“

In einem Punkt ist sich der 48-Jährige sicher: „Das ist für uns eine Herausforderung. Wir wollen aber ungeschlagen bleiben und uns vor eigenem Publikum von unserer guten Seite präsentieren.“ Zurzeit schlagen sich Kevin Heemann und Steffen Brüggemann mit grippalen Infekten herum. Letzterer fiel bereits in Schwanewede krankheitsbedingt aus.

Als Favoriten ins Spiel

„Wir sind der Favorit, müssen aber auf der Hut sein“, sagt Rieken, der nach dem Ausfall von Golenia stärker denn je auf Abwehrspezialist Tomas Lenkevicius baut. Um die Deckung macht er sich keine allzu großen Sorgen, der Schuh drückt vorn: „Wir müssen flüssiger spielen und unsere technischen Fehler minimieren.“

Beim Elsflether TB geht die meiste Gefahr von Linkshänder Christopher Santen aus. Zu beachten sind allerdings auch die Rückraumakteure Bela Rußler, Tizian von Lien und Markus Zindler. In der vergangenen Saison gewannen die Barnstorfer daheim mit 33:23, doch das ist Schnee von gestern. So leicht dürfte es diesmal nicht werden, zumal die Elsflether auch dem VfL Edewecht beim 16:18 alles abverlangten.

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