HSG Barnstorf/Diepholz reist nach Delmenhorst

Abwehrspezialist Golenia fehlt nach Hand-OP mehrere Wochen

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Bastian Carsten-Frerichs von der HSG Barnstorf/Diepholz bot zuletzt eine gute Leistung gegen den TSV Bremervörde, warf acht Tore von den Flügeln. Morgen ist der Routinier erneut gefordert.

Barnstorf - Martin Golenia ist der Pechvogel der HSG Barnstorf/Diepholz: Erst fiel er mit einem Kreuzbandriss im Knie neun Monate aus, jetzt ist es der Ringfinger (Knochenabsplitterung im Gelenk) der Wurfhand. Gestern wurde der Allrounder im Krankenhaus in Damme von einem Handchirurgen operiert. Somit fehlt der Abwehrspezialist dem Tabellenachten in den kommenden Wochen, so auch in der morgigen Auswärtspartie (Anwurf 19.15 Uhr) bei Aufsteiger HSG Delmenhorst.

Golenia hatte nach ersten Gesprächen mit einem Chirurgen mit einer Operation gerechnet. „Das wird mit einer Schraube fixiert. Ich falle mindestens sechs Wochen aus, vielleicht kann ich zur Rückrunde wieder mitspielen“, sagte der 28-Jährige vor dem Eingriff. Er verfolgte bereits den jüngsten 33:26-Erfolg gegen den TSV Bremervörde von der Bank aus mit einer Gipsschiene. 

Die personellen Voraussetzungen haben sich weiter verschlechtert, denn am Samstag stehen neben Kamil Chylinski (Kreuzbandriss) und Lars von Kamp (lädierter Fuß) auch Arunas Srederis (Studium in Litauen), Jakub Anuszewski (mit der Schule unterwegs) und Torwart Frederik Hohnstedt (privat verhindert) nicht zur Verfügung. Ob Piet Gerke (Rückenbeschwerden) zum Kader gehört, entscheidet sich kurzfristig. 

Als zweiter Keeper sitzt der A-Jugendliche Simon Schreiner (trägt nach einem Bänderriss im Sprunggelenk eine Schiene) auf der Bank. „Er hat grünes Licht gegeben“, sagt Barnstorfs Trainer Dag Rieken, der auf eine erneut starke Vorstellung von Torhüter Donatas Biras hofft.

„Da ich nur einen kleinen Kader habe, sind wir in Delmenhorst Außenseiter“, unterstreicht der 49-jährige HSG-Coach, der vom Neuling viel hält: „Die Delmenhorster haben eine sehr gut besetzte Mannschaft, die sich weiter entwickeln wird. Ich habe sie in der Tabelle oben auf der Rechnung.“ Mit Tim Coors (37/3 Tore erzielt) haben die Gastgeber einen Linkshänder in ihren Reihen, der schon in der 2. Bundesliga gespielt hat. 

Weitere Leistungsträger sind die Rückraumakteure Jörn Janßen (33/6), Mittelmann Frederic Oetken (33/12) und Torben Sudau (20). Auch die Außen Philipp Freese (rechts/21) und der Ex-Neerstedter Ole Goyert (15) verstehen ihr Handwerk. Oetken hatte aufgrund eines Fingerbruchs zuletzt eine Pause eingelegt.

Nach den jüngsten zwei Siegen in Folge sind die Barnstorfer noch enger zusammengerückt. „Wir haben zuletzt hervorragend gekämpft. Aufgrund der Personallage muss ich die Mannschaft immer wieder umstellen. Dennoch wollen wir unser Tempospiel weiterhin aufziehen“, sagt der HSG-Coach. Kampflos werden die Gäste um Goalgetter Jan Linné (liegt mit 62/13 „Buden“ in der Torjägerliste vorn) den Delmenhorstern die Punkte bestimmt nicht überlassen.

mbo

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