Mit dem deutschen Children-Team Dressurtitel in Italien geholt / „Kopf-an-Kopf-Rennen“

Gold im Gepäck: Schwierking glänzt bei EM

Haben abgeliefert: Kenya Schwierking aus Barver (2.v.r.) holte mit ihren Teamkolleginnen Allegra Schmitz-Morkramer (l.), Lisa Steisslinger (2.v.l.) und Clara Paschertz bei der Nachwuchs-EM in Italien Mannschaftsgold bei den Children. Foto: FN/Sina Kuiper

San Giovanni/Barver – Über Mannschaftsgold strahlte jetzt Kenya Schwierking vom RV Wagenfeld mit dem deutschen Children-Team bei den Europameisterschaften der Nachwuchsdressurreiter in San Giovanni/Italien. Damit knüpfte die 14-Jährige aus Barver auf Dinos Boy nahtlos an die Erfolge bei der EM im vergangenen Jahr in Frankreich an, bei der die Schülerin und ihr Vierbeiner noch ganz unbedarft hineingerutscht waren.

„Zweimal Euro und immer vorne dran“, freute sich Schwierking. Dass es so geklappt habe, sei unfassbar schön und eigentlich gar nicht zu beschreiben, erklärte Schwierking. Im französischen Fontainebleau holte die junge Dressurreiterin auf Dinos Boy 2018 Mannschaftssilber und Einzel-Bronze in der Altersklasse Children (U 14). In Italien gab es nun Team-Gold zusammen mit Lisa Steisslinger (Böblingen), Clara Paschertz (Cloppenburg) und Allegra Schmitz-Morkramer (Hamburg) sowie Rang vier in der Einzelwertung.

„Die Team-Entscheidung war ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Schluss“, betonte Schwierking. Letztendlich sicherte sich das deutsche Team mit einem Prozentpunkt Vorsprung die Goldmedaille vor den Niederlanden. Bronze holte Russland.

„Unsere Children sind eine gute Truppe“, hatte Bundestrainer Hans-Heinrich Meyer zu Strohen schon vor der Teamentscheidung über seine U 14-Mannschaft gesagt. Für so junge Reiter sei das hochsommerliche Wetter besonders anstrengend. „Sie müssen eine sehr gute Kondition zeigen“, so Meyer. Das galt genauso für die Pferde.

„Am Mittwoch in der Einlaufprüfung war Dino richtig frisch, schon fast übermotiviert“, berichtete Schwierking. In der Teamwertung erzielten die Schülerin und Dinos Boy dann 72,115 Prozent. In der Einzelwertung vergaben die Richter 73,571 Prozent für die beiden. „Im Einzel kam mit über 75 Prozent noch die Dänin Annabelle Rehn um die Ecke, die hatte gar keiner auf dem Schirm“, meinte Schwierking. Rehn holte hinter Allegra Schmitz-Morkramer und der Niederländerin Lara van Nek Bronze. Schwierking wurde Vierte.

Mental so richtig wieder zu Hause angekommen, seien sie noch nicht. Schwierking: „Die Anspannung und die Emotionen müssen wir erst noch verarbeiten.“ Das Team Deutschland habe super zusammengehalten und sei super organisiert gewesen. Auch die Voraussetzungen im Marignano Horses Riviera Resort seien hervorragend gewesen. Es gab feste Stallungen statt Stallzelte, sodass die Pferde genug Raum und Ruhe bekamen. „Dino war zu Hause sofort wieder fit. Uns hat die Rückreise mehr mitgenommen als ihn“, erklärte die Nachwuchsreiterin.

Ob sie noch Lust auf Turniere habe? „Das geht immer“, antwortet die 14-Jährige. Mit Rücksicht auf ihren 18-jährigen Sportpartner wird Schwierking die Deutsche Jugendmeisterschaft im September in Zeiskam/Rheinland-Pfalz wohl nicht mitreiten. „Dino hat alles bewiesen, was soll er noch besser machen. Wir konzentrieren uns lieber auf Aachen Ende des Jahres“, so Schwierking.

Sie ist für die „Aachen Youngstars“ sowohl mit Dinos Boy als auch mit ihrem neuen Pferd Cecil qualifiziert. Vor heimischer Kulisse wird sie beim Turnier des RFV Maasen-Sulingen mit Kreismeisterschaften Ende August reiten. „Dann darf Dino nach so vielen FEI-Aufgaben mal wieder eine M-Dressur gehen“, so die Nachwuchsreiterin.  sor

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