Spitzenreiter SV Heiligenfelde schlägt Schlusslicht SC Twistringen

1:0 – Godesbergs Knaller ins Glück

Diese Zwei trafen unter Flutlicht häufiger im direkten Duell aufeinander: Heiligenfeldes Stürmer Sören Schütte (links) und Twistringens Verteidiger Phil Brunkhorst.
+
Diese Zwei trafen unter Flutlicht häufiger im direkten Duell aufeinander: Heiligenfeldes Stürmer Sören Schütte (links) und Twistringens Verteidiger Phil Brunkhorst.

Ein kleines Extralob hatte Torben Budelmann nach dem Abpfiff noch parat. Der Coach des Fußball-Bezirksligisten SV Heiligenfelde sprach nach dem 1:0 (1:0)-Heimsieg des Tabellenführers gegen Schlusslicht SC Twistringen zwar von einer „geschlossenen Super-Leistung“ seiner Mannschaft, erwähnte namentlich jedoch auch noch Tristan Godesberg: „Er hat momentan einfach einen Lauf – vorne wie hinten.“ Am Dienstagabend war eine Offensivaktion der Heiligenfelder Nummer 17 entscheidend: Godesberg besorgte sehr sehenswert das goldene Tor zum Endstand.

Heiligenfelde - „Mir war klar, dass es eng werden kann“, sagte Budelmann: „Wir haben auf den einen Fehler gewartet und es dann gut gemacht.“ SCT-Coach Uwe Küpker war trotz der knappen Niederlage „nicht unzufrieden. Mit etwas Glück hätten wir sogar noch einen Punkt geholt. Aber wenn man unten steht, hat man eben kein Glück.“ Insgesamt, so räumte er ein, „ist der Heiligenfelder Sieg verdient“.

Die Ausrichtung beider Mannschaften vor etwa 100 Zuschauern bei Wind und leichtem Sprühregen war von Beginn an gut zu erkennen. Heiligenfelde übernahm das Kommando und versuchte – mal mit kurzen, mal mit langen Bällen – vor das Tor von Yanik-Luca Klenke zu kommen. Die ersatzgeschwächten Twistringer, bei denen in Moritz Witschke, Lauritz Meyer und Robin Bekefeld gleich drei A-Jugendliche im Kader standen, legten den Fokus auf die Abwehrarbeit und gelegentliche Konter. Das klappte auch ganz ordentlich. Die Innenverteidiger Phil Brunkhorst und Marco Obst etwa ließen Heiligenfeldes Stürmer Joshua Brandhoff und Sören Schütte kaum zur Entfaltung kommen. Der SVH hatte zwar zwischendurch gute Pressingmomente, schlug aber kein Kapital daraus – bei Ballgewinnen fehlten Ruhe und Präzision.

Deshalb probierten es die Gastgeber verstärkt mit Distanzschüssen. Kapitän Tobias Dickmann zum Beispiel, dessen abgefälschter Ball knapp neben dem SCT-Kasten landete (25.). Oder Brandhoff, der bei seinem fulminanten Lattenkracher Pech hatte (40.). Kurz vor der Pause belohnten sich die Heiligenfelder dann für ihre Bemühungen – wenig überraschend entstand das 1:0 (44.) aus einer Standardsituation. Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld fand Dickmann am langen Pfosten Brandhoff, der geschickt ins Zentrum rüberköpfte – dort rauschte Tristan Godesberg heran und knallte den Ball im Fallen volley unter die Latte. Die Twistringer waren in diesem Moment ein einziges Mal unsortiert. „Ein schönes Ding, ne?“, raunte ein Zuschauer. Ja, das war es definitiv. Fand auch Budelmann: „Tristan stand da goldrichtig.“ Und er freue sich, ergänzte der SVH-Trainer, „dass es geklappt hat. Solche Situationen haben wir geübt.“

Das Stenogramm

Staffel 1 – SV Heiligenfelde - SC Twistringen 1:0 (1:0) - Heiligenfelde: Wachtendorf - M. Godesberg (90. Gerken), Obst, Hansen (55. Garlich), Meiners, Dickmann, T. Godesberg, Brandhoff (70. Marquardt), Plate, Schütte, Gibek. Twistringen: Klenke - Schwenker (70. Schmidt), Brunkhorst, Obst, Weimann (75. Meyer), Dikollari (55. Witschke), N. Bors (55. Harms), L. Bors, Djulic, Fortkamp, Künning. Tor: 1:0 (44.) T. Godesberg. Schiedsrichter: Mario Rösner (TSV Weyhe-Lahausen). 

Im zweiten Durchgang änderte sich wenig. Heiligenfelde drückte, verpasste aber bei mehreren guten Chancen – vor allem von Schütte – das mögliche 2:0. Der SCT, für den Lennart Bors im Hinspiel (5:1) viermal erfolgreich gewesen war, hatte lange nichts Brandgefährliches zu bieten – hätte dann aber fast noch getroffen. Dem eingewechselten Witschke lag der Ausgleich auf dem Fuß – er fiel jedoch nicht (86.). „Leider hat er den Ball nicht richtig erwischt“, haderte Küpker, der seinem Team dennoch ein ordentliches Zeugnis ausstellte: „Da war Dynamik drin, so macht Fußball Spaß.“

Noch mehr Freude hatten freilich die Heiligenfelder, die Revanche nahmen und an der Spitze nun – vorerst – drei Punkte vor dem TuS Sudweyhe rangieren. „Das“, meinte Budelmann, „ist das Bonbon des Abends“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

Rehdener Konfusion bei Engels Ecken

Rehdener Konfusion bei Engels Ecken

Rehdener Konfusion bei Engels Ecken
Aus Leeste ins Nationalteam: Zu Besuch bei Ex-Nationalspielerin Jutta Müller

Aus Leeste ins Nationalteam: Zu Besuch bei Ex-Nationalspielerin Jutta Müller

Aus Leeste ins Nationalteam: Zu Besuch bei Ex-Nationalspielerin Jutta Müller
Twistringer Trainerkarussell springt an

Twistringer Trainerkarussell springt an

Twistringer Trainerkarussell springt an
Zwischen Taktiktafel und Discokugel

Zwischen Taktiktafel und Discokugel

Zwischen Taktiktafel und Discokugel

Kommentare