Nach Rückstand in Heiligenfelde drei Tore aus drei Chancen / Budelmann sauer

Gnadenlos effiziente Bassumer – 4:1

Torschützen unter sich: Ole Scharf (r.) traf zum 1:1, Wilke Kluge (l.) zum 3:1 für Bassum. Am Ende feierte der TSV in Heiligenfelde mit 4:1 seinen ersten Saisonsieg.
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Torschützen unter sich: Ole Scharf (r.) traf zum 1:1, Wilke Kluge (l.) zum 3:1 für Bassum. Am Ende feierte der TSV in Heiligenfelde mit 4:1 seinen ersten Saisonsieg.

Heiligenfelde – Noch ein paar Minuten nach dem Abpfiff hockte Torben Budelmann regungslos auf dem Mannschaftskoffer. Das Urteil, zu dem der Trainer des SV Heiligenfelde in dieser Bedenkzeit nach der 1:4 (1:3)-Niederlage gegen den TSV Bassum kam, fiel deutlich aus. „Wir haben uns durch unsere eigene Dummheit selbst geschlagen. Nach so einem Ding können wir die Favoritenrolle abgeben und brauchen alle nur noch um Platz zwei zu spielen“, wetterte der A-Lizenz-Inhaber: „Null Zweikampfverhalten, und vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir komplett weg. Aber ich habe ja gesagt, dass wir noch nicht so weit sind.“

Sein Bassumer Kollege Torsten Klein hingegen hatte nach diesem Ergebnis verständlicherweise nichts zu meckern: „Wie die Mannschaft nach dem Rückstand heute so aus dem Kreuz gekommen ist, zeugt von Charakter. Hier hat jeder für jeden gearbeitet. Vorher hatte ich noch gesagt, dass wir heute für Leo spielen müssen. Das haben alle beherzigt und die meisten Aktionen schon vor dem Strafraum geklärt.“

Mit „Leo“ war Leonard Schäfer gemeint, der unter Schmerzen im Bassumer Tor stand. Klein, früher selbst Klasse-Keeper, hätte sich fast selbst eingesetzt, denn ihm waren die Torhüter ausgegangen: Nummer eins Dominik Overmeyer hatte sich im Spiel der Zweiten verletzt, Nils Heuermann laboriert an einem Kapselriss, und Schäfer zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu.

Trotzdem ging „Leo“ zwischen die Pfosten. Bei Heiligenfeldes erstem Torschuss, einem knapp neben den rechten Pfosten gesetzten Freistoß von Maximilian Wirth, musste er ebenso wenig eingreifen (2.) wie bei dem übers Tor gesetzten Schlenzer von Tobias Dickmann (9.). Doch mit ihrer nächsten Szene jubelten die Platzherren: Malte Garlich schüttelte auf der rechten Seite Bassums Linksverteidiger Patrik Remmert ab, zog nach innen und traf ins lange Eck (11.). In den Minuten darauf konnten sich die Bassumer kaum befreien. „Da müssen wir das 2:0 machen“, trauerte Budelmann dieser Phase hinterher, die die Gäste mit Glück und Geschick überstanden. Und nach ihrer ersten Chance stand es plötzlich 1:1: Alexander Pestkowski passte auf der linken Seite zu Manka Madun, der legte quer – und in der Mitte musste der komplett allein gelassene Ole Scharf nur noch den Schlappen hinhalten (22.). Keine 120 Sekunden später gar die Führung für Bassum: Florian Fröhlich steckte durch zu Pestkowski – und der schob locker frei vor SVH-Schlussmann Jörn Wachtendorf ein. „Für solche Bälle haben wir einen Unterschied-Spieler wie Florian“, lobte Klein den Vorbereiter.

Es folgten etwa 20-minütige Bemühungen der Gastgeber, sie endeten jedoch meist schon weit vor der Box. Vor allem beim bärenstarken Jan-Ole Weber, der bei seinem Startelf-Debüt laut Klein „keinen Ball verloren gab“. Oder bei Mittelfeld-Kollege Pestkowski. Oder beim auffälligen Rechtsverteidiger Wilke Kluge, der vor der Pause sogar noch das 3:1 markierte: Einen schnellen Konter – wieder über links, diesmal durch Fröhlich und Scharf – nutzte er in der Mitte per Direktabnahme zum 3:1 (44.).

Drei Minuten nach Wiederanpfiff verpasste Bennet Hansen knapp das 2:3 (rechts daneben) – und kurz darauf stand es schon 1:4: Manka Madun hatte gegen Björn Isensee den Braten gerochen, störte den Innenverteidiger sechs Meter vor dem Tor, luchste ihm die Kugel ab und schob sie am heraus geeilten Wachtendorf ins leere Tor (52.). Madun hätte sogar noch erhöhen können, aber Wachtendorf parierte (56.). Scharf verpasste zweimal noch aus kurzer Distanz das fünfte Tor (78. – Wachtendorf rettete/80. – drüber), Heiligenfeldes Jannis Könenkamp scheiterte per Kopf an Schäfer (83.). – so blieb’s beim 4:1, dass sich die vor der Pause mit drei Toren aus drei Chancen gnadenlos effizienten Bassumer im zweiten Durchgang auch in der Höhe verdienten.

Von Cord Krüger

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