Landesligist TuS Sulingen holt mit fünf Rückrundentreffern satte zehn Punkte

Gnadenlos effektiv

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Der TuS Sulingen frisst kaum noch Gegentore. Auch ein Verdienst von Dennis Neumann (rechts). Er und die anderen „Sechser“ saugen Bälle ab, bevor sie in die Gefahrenzone gelangen. ·

Sulingen - Walter Brinkmann sitzt gerade im Sattel des berühmten Pferdes, das nicht höher springt als es muss: Lediglich fünf Tore erzielte sein Team bisher in den vier Rückrundenspielen. Damit sammelte der Landesliga-Aufsteiger jedoch satte zehn Punkte, liegt auf Platz zwei (!) der Rückrunden-Tabelle. Diese gnadenlose Effektivität entspringt der Defensive – nur ein Gegentor fing sich der TuS Sulingen seit dem 8.  Dezember. Diese Quote soll natürlich auch morgen im Heimspiel gegen den Hannoverschen SC (15.00 Uhr) gehalten werden.

„Defensiv sind wir sehr stabil“, meint Co-Trainer Thorolf („Toto“) Meyer, „das machen die Jungs richtig gut.“ Es sei aber nicht nur ein Verdienst der Viererkette, auch die defensiven Mittelfeldspieler Dennis Neumann und Rajann Leymann saugen etliche Bälle ab, bevor sie überhaupt in die Gefahrenzone kommen können. Laut „Toto“ Meyer werden etliche Angriffe aber bereits noch früher im Keim erstickt: „Unsere Offensivleute gehen extrem früh drauf, machen die Räume eng, pressen.“

Die Sulinger entwickeln sich in dieser taktischen Hinsicht stetig weiter, denn im Hinspiel gegen den HSC hatte die Sulinger Hintermannschaft teilweise noch vogelwild agiert. Bereits nach 17 Minuten hatte Hannovers Torjäger Felix Krüger (neun Treffer) Sulingens Keeper David Schröder zwei Mal eingeschenkt, am Ende war ein Kraftakt vonnöten, um noch mit 4:3 gewinnen zu können. Neben Sören Sandmanns Doppelpack hatten auch Pierre Neuse und „Toto“ Meyer geknipst – es war sein letzter Treffer vor der folgenschweren Verletzung.

So eine wilde Fahrt mit sieben Toren scheint morgen ausgeschlossen. „Wir werden zunächst größten Wert auf die Defensivarbeit legen“, kündigt Trainer Walter Brinkmann an, „um Sicherheit in unser Spiel zu bekommen, brauchen wir viel Ballbesitz.“ Wichtig wird es sein, sich körperlich nicht den Schneid abkaufen zu lassen. Die Gäste, ebenfalls Aufsteiger, haben nämlich letzte Woche den Tabellenzweiten Heeßeler SV mit 2:1 abgefidelt und dabei scheinbar das Kämpfen gelernt: „Ich habe sie als Team erlebt, das spielerisch ganz gut ist, aber kämpferische Defizite hatte“, sagt Meyer. Als derzeitiger Vorletzter scheinen sie es aber nun im Abstiegskampf gelernt zu haben. In erster Linie müssen die Sulinger den 20-jährigen Krüger ausschalten, aber auch Tugay Tasdelen (vier Tore) oder Mustafa Akcora (drei) sollten nicht aus den Augen gelassen werden.

Fraglich bei den Sulestädtern sind derzeit noch Sören Sandmann (Halswirbel stauchung, Manuel Meyer (kleiner operativer Eingriff zu Wochenbeginn) und Till Linsenhoff (Sprunggelenksverletzung). · wie

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