Viele Ehrungen beim Fußball-Kreistag

Glückwunsch auch an Ristedt: Club steigt in Kreisliga auf

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Fußballkreis-Vorsitzender Andreas Henze (r.) und sein Stellvertreter Heinz Dumke (2. v. r.) ehrten (v. l.): Stefan Funke, Sedat Özenirler, Michael Langfermann, Sebastian Rethorn, Ulf Kohröde, Nikolai Müller, Werner Kastendieck, Ludger Bugla, Steffen Helms, Kamer Demircan, Torsten Eichberger, Hartmut Fenker, Kris Vullriede, Ingo Müller, Marc von Bargen und Clemens Heuer.

Sudwalde - Von Cord Krüger. Mit mehr als zehn Prozent weniger Herren-Mannschaften geht der Fußballkreis Diepholz in die neue Saison – das ist der Stand vom Mittwochabend, als sich die Delegierten der Vereine zur Arbeitstagung im Sudwalder Gasthaus Stühring trafen. „Warum laufen uns die Mitglieder weg?“ – diese Frage gab Kreisvorsitzender Andreas Henze allen Clubs mit auf den Nachhauseweg.

Spielausschuss-Vorsitzender Michael Stehen hatte den Schwund konkretisiert: Zur kommenden Serie seien 106 Herren- und 13 7er-Herren-Mannschaften gemeldet, 13 weniger als in der Saison davor. Auf niedersächsischer Ebene verdeutlichte Henze, dass es sich bei den 10. 000 Austritten von Mitgliedern des Landessportbunds (LSB) um 9.000 Fußballer handelte.

Als weiteren bedenklichen Trend nannte Henze die Fälle von Beleidigungen. Vor allem fremdenfeindliche Äußerungen seien ihm und seinen Vorstandskollegen ein Dorn im Auge: „Sollte jemandem ein solches diskriminierendes Verhalten nachgewiesen werden, werden wir empfindliche Geldstrafn verhängen“, versprach der Kreis-Boss: „Es kann nicht sein, dass Spieler, die ihrem Hobby nachgehen, beleidigt werden!“

Insgesamt verlief das Fußballjahr aber reibungslos. Wie zuvor Henze dankte auch Steen den Vereinen für die Unterstützung. Zudem gratulierte der Spielausschuss-Chef allen Aufsteigern – als letztem im Bunde dem TSV Ristedt aus der 1. Kreisklasse: Dank des späten Bezirksliga-Verbleibs vom TuS Kirchdorf am Dienstagabend in der Relegation klettern die Ristedter in die Kreisliga.

Nicht für ihre sportliche, sondern für ihre sportsmännische Leistung nahmen die Alten Herren des FC Sulingen den Fairnesspreis entgegen: Als ein Sulinger Gegner nur mit neun Spielern angereist war, entschloss sich die Elfer-Mannschaft, ebenfalls zu neunt anzutreten.

Zudem zeichneten Henze und sein Stellvertreter Heinz Dumke viele weitere Ehrenamtliche aus: Die silberne Ehrennadel des Fußballkreises erhielten Sebastian Rethorn und Nikolai Müller, beide langjährige Trainer des TuS Sulingen. Ebenfalls die silberne Ehrennadel bekamen Marc von Bargen vom TSV Heiligenrode, Andre Schmutte, Ingo Müller und Clemens Heuer vom TuS Varrel, Steffen Helms (TSV Okel), Kamer Demircan und Torsten Eichberger vom TSV Bassum, Michael Langfermann als Vorsitzender des SC Ehrenburg sowie Ludger Bugla (TSV Wetschen). Über die goldene Ehrennadel freuten sich Werner Kastendieck vom SV Bruchhausen-Vilsen und Hartmut Fenker vom TuS Wagenfeld.

Schiedsrichterobmann Werner Bollow hatte Präsente für drei Clubs parat, die die Unparteiischen besonders unterstützen: Ulf Kohröde nahm eines davon entgegen, weil „sein“ SC AS Hachetal seit Jahren die Räume für Anwärterlehrgänge bereitstellt. Stefan Funke vom SC Twistringen erhielt ein Geschenk für die Bereitstellung des Stadions samt Umkleiden für die Leistungsprüfungen auf Bezirksebene und Kris Vullriede vom TSV Drebber für die Gastgeberrolle beim jüngsten Anwärterkurs.

Im weiteren Verlauf berichtete Bollow von einem fortdauernden Abwärtstrend: „Hatten wir vor einem Jahr noch 287 Schiedsrichter, waren es am Ende dieser Saison nur noch 250.“ 5  400 Ansetzungen mussten die Referees während der Saison im Erwachsenenbereich bewältigen – zuzüglich der knapp 600 nach Ausfällen neu terminierten Spiele. Dass es dabei nur zehn Sportgerichtsverfahren gab, freute Marcel Thalmann als Vorsitzenden dieses Gerichts: „Es waren so wenige wie noch nie.“

Gleichwohl nannte er einige „Highlights“ – etwa die einjährige Sperre eines Fußballes aus der 3. Kreisklasse, der einen Schiedsrichter niedergeschlagen hatte. Oder einen Spielabbruch, weil ein Altherrenteam nach einer Roten Karte geschlossen vom Platz ging. Oder den Einsatz eines schon in der B-Jugend festgespielten Jungen unter falschem Namen bei einem C-Junioren-Kreispokalspiel. „Das merkt der Verein sehr deutlich“, berichtete Thalmann von einer 250-Euro-Strafe für den Trainer und 150 Euro gegen den Club.

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