Anna-Lena Freese bekommt Einladung zur WM nach Peking

Eine Glücksmail zum Frühstück

Die Freude steht Anna-Lena Freese ins Gesicht geschrieben: Die Brinkumerin fliegt zur WM nach Peking. n Foto: imago

Von Arne Flügge. Als Mittwochmorgen um 10 Uhr das Handy von Anna-Lena Freese einen kurzen Pieps abgab, wusste die 21-Jährige noch nicht, wer oder was sich hinter der E-Mail verbarg. „Oh, ‘ne neue Nachricht, schau‘ doch mal nach“, sagte sich die Sprinterin des FTSV Jahn Brinkum. Und dann hatte sie es schwarz auf weiß: Es war die Einladung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Weltmeisterschaften (22. bis 30. August) in Peking. Dort steht Freese in der 4 x 100-Meter-Staffel der Frauen. „Die Freude war natürlich riesengroß“, berichtete die Sprinterin.

Lesen Sie auch das Interview mit Sprint-Bundestrainer Ronald Stein

Es ist der Lohn für eine bislang überragende Saison. Bei den U 23-Europameisterschaften in Tallinn (Estland) hatte Freese Silber über 200 Meter und Gold mit der 4 x 100-Meter-Staffel gewonnen. Am vergangenen Wochenende war sie bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg im Wettbewerb der Frauen sensationell Dritte über 100 Meter geworden, hatte im Vorlauf eine neue persönliche Bestzeit von 11,30 Sekunden aufgestellt. Über die 200 Meter rannte die Brinkumerin hinter Rebekka Haase (20,92) in 23,08 Sekunden zu Silber. Ebenfalls in einer neuen Bestzeit. Woraufhin Freese bereits am Sonntag die mündliche Zusage für eine WM-Teilnahme bekommen hatte. „Doch wenn du das Schreiben jetzt vor dir hast und liest, dass du dabei bist, dann ist das schon noch einmal etwas ganz Besonderes“, sagte Freese.

Perfekter Wechsel beim Gold-Lauf in Tallinn: Anna-Lena Freese (vorn) übernimmt den Staffelstab von Rebekka Haase. n Foto: imago

Sechs Sprinterinnen wurdne von Ronald Stein nominiert (siehe unten). Und natürlich macht sich Freese Hoffnungen, unter die ersten vier Läuferinnen zu kommen, die dann am Ende auch für Deutschland in Peking an den Start gehen. „Ich traue es mir zu, in die Staffel zu kommen“, meinte die 21-Jährige selbstbewusst, „ich muss zwar noch ein wenig Wettkampfpraxis bekommen, aber so unerfahren bin ich ja nun auch nicht mehr.“ Dass sich Freese vor zwei Jahren während der WM-Vorbereitung mit der Staffel verletzt hatte und auf die Reise zu den Titelkämpfen nach Moskau verzichten musste, spielt für sie keine Rolle mehr und wird die Vorbereitungen auf Peking auch nicht hemmen. „Das habe ich aus dem Kopf gelöscht, das ist nicht mehr aktuell. Es ist ja auch schon zwei Jahre her“, meinte Freese, „ich freue micht jetzt einfach, und ich weiß, dass ich gut drauf bin.“

Das bestätigte auch ihr Stützpunkttrainer. „Anna wird sehr gut vorbereitet nach Mannheim fahren, und ich bin mir sicher, dass sie alles dafür tun wird, um am Ende auch zu den vier Sprinterinnen der Staffel zu gehören“, gab sich Björn Sterzel zuversichtlich. Freese habe in Nürnberg beeindruckend ihr Potenzial und ihre Stärken gezeigt. Sie könne Tempo halten und nach hinten heraus noch zulegen. Das sei für eine Staffel von entscheidender Bedeutung. „Aber wir werden natülich keine Anprüche anmelden“, stellte Sterzel klar: „Ich kann nur sagen, dass Anna-Lena sehr gut aufgestellt ist. Am Ende entscheidet natürlich der Bundestrainer, wem er das Vertrauen für die Staffel in Peking schenkt.“

WM-Staffel

Folgende sechs Sprinterinnen wurden von Bundestrainer Ronald Stein für die deutsche 4 x 100-Meter-Staffel der Frauen bei den Weltmeisterschaften in Peking (China) nominiert:

Verena Sailer (Mannheim), Rebekka Haase (Thum), Anna-Lena Freese (Brinkum), Gina Lückenkemper (Soest), Yasmin Kwadwo (Mannheim), Alexandra Burghardt (Mannheim).

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