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Das Bauchgefühl führte Florian Fröhlich zum TSV Bassum

„Auf keinen Fall Twistringen“, riet ihm Bassums Coach Torsten Klein mit einem Augenzwinkern. Also ging es für Florian Fröhlich (im Bild) zum TSV. Fotos: SCHLICKMANN
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„Auf keinen Fall Twistringen“, riet ihm Bassums Coach Torsten Klein mit einem Augenzwinkern. Also ging es für Florian Fröhlich (im Bild) zum TSV.

Bassum - Plötzlich hatte Jürgen Schäfer eine Mail auf seinem Computer. Was im ersten Moment klingt wie die alltäglichste Angelegenheit der Welt, entpuppte sich für den TSV Bassum als Riesenglück.

Denn Absender der Mail, die an die Kontaktadresse des Bezirksligisten geschrieben wurde und dementsprechend bei Fußball-Spartenleiter Schäfer landete, war Florian Fröhlich. Der ehemalige Regionalligaspieler hatte sich einfach mal selbst bei der Mannschaft von Trainer Torsten Klein angeboten. „Ich wurde gefragt, ob ich in der Ersten oder Zweiten spielen wolle. Da habe ich natürlich ,Erste‘ geantwortet“, lacht Fröhlich.

Auf den Austausch per Mail folgte ein Telefonat mit Klein – einschließlich einer Erklärung Fröhlichs, warum er sich so plötzlich angeboten hatte. „Ich studiere in Vechta, meine Freundin in Bremen. Wir haben einen Mittelpunkt gesucht und sind nach Groß Ringmar gezogen. Damit hatte ich die Wahl zwischen dem TSV Bassum und dem SC Twistringen“, erklärt Fröhlich. 

„Ich habe ihm natürlich gesagt: ,Auf keinen Fall Twistringen‘“, lacht Klein. Doch das war gar nicht mehr nötig, der Student (Studiengang Soziale Arbeit) hatte sich schon entschieden. „Ich wollte mir eigentlich ein Spiel zwischen den beiden Teams anschauen, das im Winter ausgetragen wurde. Das habe ich aber leider nicht geschafft, also habe ich mein Bauchgefühl entscheiden lassen und beim TSV angefragt“, berichtet der 24-Jährige: „Und ich bereue diese Entscheidung nicht.“

Denn Fröhlich fühlt sich in der Mannschaft pudelwohl: „Ich habe mich gut eingelebt, verstehe mich auch außerhalb des Platzes gut mit meinen Mitspielern. Wir machen viel zusammen. Auch mit dem Trainerteam komme ich gut klar.“ Coach Klein sieht das genauso, er schwärmt regelrecht von seinem Winterneuzugang: „Florian hilft uns ungemein als Fußballer, ist aber auch menschlich ein super Typ. Das war ein absoluter Glücksgriff. Es macht richtig Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Dabei hatte Fröhlich zu Beginn durchaus Bedenken, was seine neue Heimat betrifft. „Ich war mir nicht unsicher beim TSV, aber beim Umzug hierher“, berichtet der Offensivmann: „Es ist ja doch etwas ländlicher, und ich kam halt direkt aus der Stadt.“ Aus Oldenburg, um genau zu sein. Und dort hatte auch seine fußballerische Karriere Schwung aufgenommen. „Ich habe mit drei Jahren angefangen, im Verein Fußball zu spielen, über einige Stationen bin ich dann in der A-Jugend des TSV Großenkneten gelandet“, erklärt Fröhlich: „Irgendwann hatten wir dann ein Testspiel gegen den VfB Oldenburg, bei dem zu der Zeit Alexander Nouri Trainer war.“

Der aufstrebende Coach, der später zum SV Werder Bremen wechseln sollte, war offenbar so begeistert von Fröhlich, dass er ihn zu seinem Club lotste. Und der Offensivmann war begeistert vom Trainer: „Die Ahnung, die er vom Fußball hat und seine Leidenschaft dafür – das ist schon der Wahnsinn. Wenn er eine Ansprache gehalten hat, bist du nachher mit dem Gefühl aus der Kabine gekommen, du könntest jeden schlagen. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Fröhlich trainierte allerdings nur ein halbes Jahr unter Nouri, denn er verließ den VfB nach der Hinserie bereits wieder. „Ich bin mit den Leuten da leider nicht klargekommen“, erklärt der 24-Jährige: „Einer wollte toller sein als der andere. Und ich bin einfach nicht der, der sich in den Mittelpunkt stellt.“

In der Folge verging ihm etwas die Lust auf Fußball, bis er zu seinem Heimatverein SV Tungeln nach Oldenburg wechselte. Dann folgte der Umzug von der Unistadt ins „Ländliche“ – und eine Mail an den TSV Bassum . . .

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