Glücksfall vor der Abwehr

Patrik Siebert hat seine Wunschposition beim FC Sulingen gefunden

In der Abwehr hat er schon überall gespielt, doch als Sechser fühlt sich Patrik Siebert vom FC Sulingen pudelwohl. - Foto: Krüger
+
In der Abwehr hat er schon überall gespielt, doch als Sechser fühlt sich Patrik Siebert vom FC Sulingen pudelwohl.

Sulingen - Von Cord Krüger. Irgendwann vor gut einem Jahr nahm sich Stefan Rosenthal Patrik Siebert zur Seite. „Es war ein Testspiel in der Sommervorbereitung, mir waren die Sechser ausgegangen – und da habe ich zu Patrik gesagt: ,Mach du das doch mal’“, erinnert sich der Trainer des FC Sulingen.

Der gelernte Innenverteidiger folgte, erledigte einen Prima-Job vor der Abwehr und hatte fortan seine nächste Rolle im Defensivbereich gefunden. „Das war ein Glücksfall für mich“, sagt Siebert heute: „Auf der Sechs macht es mir am meisten Spaß, das ist meine Wunschposition. Ich mag es, von dort aus für Stabilität zu sorgen.“ Zuletzt zu sehen am Sonntag beim 5:0-Kantersieg über den TuS Kirchdorf: Siebert half zweikampfstark und mit vielen Balleroberungen, gegen die beste Offensive der Liga die Null zu halten – und bereitete zudem noch zwei Tore vor.

Die „Sechs“ als Glücksfall für den 26-Jährigen – und ein Glücksfall für den FC! Denn in der folgenden Serie nach Sieberts Debüt im defensiven Mittelfeld feierten die Nordsulinger den Wiederaufstieg in die Bezirksliga und stehen nun nach sechs Partien auf einem tollen zweiten Platz. „Da sieht man mal, was mit dieser Mannschaft möglich ist“, lobt Siebert das Kollektiv mit „der hohen Qualität: Wir sind in vielen Bereichen doppelt besetzt – und viele können auch noch verschiedene Positionen spielen.“

Wagenfelder freut sich über Team-Erfolge

Dass es am Sonntag so gut lief, freut den Wagenfelder vor allem für das Team: „Es war zwar schön, dass ich meinen Beitrag dazu leisten konnte, aber die Vorlagen zum 1:0 und 5:0 haben das nicht allein entschieden. Unser Matchplan ist voll aufgegangen, ,Thaler’“ hat uns richtig gut auf Kirchdorf eingestellt.“

„Thaler“, gemeint ist Trainer Rosenthal, stuft Sieberts Anteil am Sieg allerdings höher ein als nur in Form der zwei Assists: „Patrik sollte vor allem Jan Könemann aus dem Spiel nehmen und wenn möglich noch Christoph Albers vom Tor weghalten. Beides hat er mit Bravour gelöst. Und mir haben seine präzisen vertikalen Pässe gefallen“, schwärmt sein Coach.

Als sich Kirchdorf schließlich mit langen Bällen um Ergebniskorrektur bemühte, kam Sieberts Kopfballstärke zur Geltung: „Da habe ich von meiner Zeit als Innenverteidiger profitiert.“

Als solcher war Siebert 2014 vom TSV Wetschen nach Nordsulingen gekommen, „aber da musste er sich immer hinter den Etablierten anstellen“, erinnert sich Rosenthal. Erst bildeten Torben Schoof und Felix Klare das Abwehrzentrum, später Klare und Martin Roughley. „Es ist schwer, in eine eingespielte Mannschaft zu kommen – vor allem, wenn man wie ich vorher in Wetschen nicht so seine Spielanteile hatte“, erklärt Siebert.

Siebert biss sich durch

Die neue Intensität in Sulingen brachte muskuläre Probleme und Rückenbeschwerden mit sich. Doch der Wagenfelder biss sich durch, hängte sich als Rechts- oder auch mal Linksverteidiger rein – und scheint nun fußballerisch wunschlos glücklich. „Weil es für mich gut läuft, fühle ich mich auch in Sulingen wohl. Ich bin dankbar, dass ich hier nochmal die Chance bekommen habe.“

Allerdings hofft der Service-Teamleiter im Diepholzer Werk des Fahrzeugteile-Zulieferers ZF, „dass ich meine Fitness noch verbessere“. Sein Trainer nennt einen weiteren Punkt mit Optimierungsbedarf: „Patrik ist zwar der eher introvertierte Typ und spielt meistens unauffällig. Es wäre aber schön, wenn er auf das eine oder andere überflüssige Foul verzichten würde.“

Das gesteht auch der Sechser selbst unumwunden ein: „Ja, da bin ich manchmal noch etwas zu impulsiv. Aber ich arbeite daran. Und vom Platz geflogen bin ich deshalb ja auch nie.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Meistgelesene Artikel

„Der Amateursport ist die Basis“

„Der Amateursport ist die Basis“

„Der Amateursport ist die Basis“
Perthel trägt Syke im Herzen und auf der Haut

Perthel trägt Syke im Herzen und auf der Haut

Perthel trägt Syke im Herzen und auf der Haut
Lokalmatador gewinnt S*-Springen am Steller See

Lokalmatador gewinnt S*-Springen am Steller See

Lokalmatador gewinnt S*-Springen am Steller See

Kommentare