Manuel Meyer hat eine sportliche Odyssee hinter sich / TuS Sulingens Sieggarant

Glücklich gestrandet

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Manuel Meyer lässt mit seinem überlegten Kopfball Tünderns Keeper keine Abwehrchance. ·

Sulingen - Von Daniel WiechertDefensivspezialist Manuel Meyer blieb intuitiv nach dem Eckball im gegnerischen Strafraum stehen, lauerte am zweiten Pfosten. Tatsächlich konnte Mehmet Koc den Ball nochmal ins Epizentrum des Platzes schlagen – und fand Meyer. Der 30-Jährige köpfte die Kugel trotz des spitzen Winkels entgegen der Laufrichtung des Keepers zum 1:0 für den TuS Sulingen in die Maschen. Nach der offensiven Kür absolvierte Meyer defensiv durch sein Stellungsspiel und seine Zweikampfstärke seine Pflicht. Damit war Meyer der Garant für Sulingens zweiten Saisonsieg.

Der Innenverteidiger spielt erst seine zweite Saison beim TuS Sulingen, war aber bereits von Anfang an ein absoluter Pfeiler im Defensivgerüst von Trainer Walter Brinkmann.

Für Meyer schloss sich mit seinem Wechsel zum TuS ein Kreis. Hier entdeckte er in der Jugend die Leidenschaft fürs Kicken. Zu der Leidenschaft gesellte sich Talent – und so ging es im C-Jugendalter zum SV Werder Bremen. Drei Jahre später begann Meyers Odyssee. Nach einem Intermezzo beim VfB Oldenburg ging es von Borussia Mönchengladbach II über Arminia Bielefeld II zu Kickers Emden, bis er schließlich 2006 beim BSV Rehden anheuerte.

Meyer bereut diese Tingeltour nicht: „Jede Erfahrung hat mir weitergeholfen.“ Trotzdem war er froh, als er beim BSV landete. „Mit 24 Jahren war es an der Zeit, etwas Vernünftiges zu machen“, erklärt der heute 30-Jährige seinen Wechsel nach Rehden. Er absolvierte eine Lehre als Immobilienkaufmann.

2012 der nächste Einschnitt in Meyers Leben: „Es kam das private Glück mit unserem Baby“, sagt Meyer. Auch deshalb wollte der in Siedenburg wohnende 30-Jährige näher an der Heimat spielen und landete beim TuS Sulingen. Dem privaten folgte direkt das sportliche Glück: der Aufstieg in die Landesliga.

Doch in den vergangenen Wochen erlebte der Innenverteidiger zum ersten Mal sportliche Turbulenzen beim TuS. Bevor am Sonntag der Befreiungsschlag mit dem 2:0 gegen HSC BW Tündern gelang, hatten die Sulinger dreimal in Folge verloren: „Für uns war das schon ungewohnt. Irgendwo waren die Pleiten schon immer im Hinterkopf. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt wieder einen Sieg einfahren konnten.“

Dazu trug Meyer maßgeblich bei. Gemeinsam mit Piotr Skitek war das Innenverteidiger-Duo so etwas wie der Fels in der Brandung. Jegliche aufkommende Gefahr erstickten sie im Keim. „Ich kenne Piotr schon aus Rehden. Da er auch viel Erfahrung mitbringt, können wir beide uns schnell aufeinander abstimmen“, sagt Meyer.

Die Zeit beim BSV hat den gebürtigen Sulinger nicht nur sportlich geprägt. Maarten Schops, spielender Co-Trainer der Rehdener Reserve, ist schließlich Meyers Schwager. „Ich informiere mich daher natürlich genau, was beim BSV geschieht. Da können abends schonmal die Telefonleitungen glühen“, verrät der 30-Jährige.

Doch das Hauptaugenmerk liegt natürlich beim TuS. „Die Landesliga-Gegner spielen sehr kompakt, haben wenig Schwachstellen. Trotzdem glaube ich, dass wir so langsam angekommen sind und die nötigen Punkte einfahren werden.“

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