FC gewinnt Bezirksliga-Derby mit 2:0 / Pinheiro strahlt, Gläser enttäuscht

Koop & Roughley – Sulingens Flügelzange knackt Mörsen

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Sulingens Martin Roughley – hier gegen die Mörsener Mirsad Stubbla (li.) und Kay-Simon Sommerfeld (re.) – zeigte gestern Abend eine ganz starke Leistung und traf zum 2:0.

Mörsen - Von Arne Flügge. Wenn Lukas Koop den Turbo zündet, ist es um die linke Abwehrseite des Gegner meist geschehen. Diese leidvolle Erfahrung musste gestern Abend der SV Mörsen-Scharrendorf bei der 0:2 (0:0)-Heimpleite im Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Sulingen machen. Der Rechtsverteidiger schubste Mörsens Defensive von einer Verlegenheit in die andere, war Ausgangspunkt des ersten Tores und bereitete den zweiten Treffer mustergültig vor.

In der 58. Minute bediente Koop den Kollegen Hassan Ibrahim, dessen Querpass nahm Patrick Langhorst auf, umspielte noch Mörsens Torwart Mark Schröder und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Nur elf Minuten später flitzte Koop die Linie entlang, Martin Roughley sprang in die millimetergenaue Flanke hinein und hämmerte den Ball direkt zum 2:0 unter die Latte. Ein schönes Tor!

„Lukas hat das heute ganz stark gemacht“, freute sich Sulingens Trainer Pedro Pinheiro, der Abwehrspieler Koop zu beginn der Vorbereitung aus der Zweiten hochgezogen hatte. Pinheiro: „Er hat das Vertrauen bisher gerechtfertigt.“

Das hat auch Roughley, ohnehin seit langem ein Leistungsträger. Der linke Teil der Sulinger Flügelzange war unglaublich lauf- und kampfstark, gab keinen Ball verloren, rannte immer wieder mit nach vorn und markierte schließlich auch den 2:0-Endstand. „Roughy ist einfach eine Kampfsau“, lobte Pinheiro seinen Linksverteidiger.

Und der SV Mörsen-Scharrendorf? Der Aufsteiger steht mittlerweile bereits vor einem kleinen Scherbenhaufen: vier Spiele, null Punkte, 2:12 Tore, Tabellenletzter. Da war es auch nur ein schwacher Trost, als Vereinsboss Andreas Siegmann nach dem Abpfiff via Lautsprecher aufmunterte: „Kopf hoch, Jungs, es geht weiter.“

Doch auch diesmal mussten die Gastgeber anerkennen, das der Gegner einfach besser war. „Sulingen hat zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, sagte SVMS-Trainer Rainer Gläser: „Sie haben insgesamt mehr vom Spiel gehabt und deswegen am Ende auch verdient gewonnen.“ Und während sich Gläser den Ballsack über die Schulter warf und enttäuscht zu seinen Spielern ging, um sie abzuklatschen, strahlte sein Kollege Pinheiro: „Der Sieg war hochverdient, die Jungs haben das heute sehr, sehr gut gemacht.“

Allein in der ersten Halbzeit hätten die Sulinger frühzeitig den Sack zumachen können, wenn nicht gar müssen, doch Jens Grunert traf nur die Latte (11.), Schröder entschärfte einen Distanzschuss von Ibrahhim (27.), erneut Grunert vergab freistehend (29.). Aufregung dann noch einmal zwischen der 30. und der 39. Minute, als Sulingen einen Hand- und dann Mörsen einen Foulelfmeter forderten, der Pfiff jedoch jeweils ausblieb.

Mörsen spielte seine Konter auch nicht sauber genug aus. Das Team kämpfte zwar, haute alles raus, doch fußballerisch war der Gastgeber den Sulingern klar unterlegen. So fielen die Tore dann auch fast zwangsläufig. „Wenn du unten stehst, hast du auch einfach in machen Situationen nicht das nötige Glück“, seufzte Mörsens Trainer Gläser.

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