Nach zwei Siegen wieder auf Aufstiegsplatz 

Gessel-Leerßen nutzt Ovelgönnes Patzer

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Wiedergutmachung: Gegen Emtinghausen klappte nicht viel beim TV Stuhr, doch gegen Brake zeigten sich die Korbballerinnen um Ivonne Jensen (re.) deutlich verbessert, gewannen mit 13:9. 

Syke - Von Katharina Drawert. Der SV Heiligenfelde II steht als erster Absteiger aus der Korbball-Niedersachsenliga fest. FC Gessel-Leerßen erkämpft sich zwei Siege und rückt - dank der Ovelgönner Patzer - wieder auf einen Aufstiegsplatz vor. Der TV Stuhr, der SV Heiligenfelde und der FTSV Jahn Brinkum treten auf der Stelle mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage. Der TSV Heiligenrode II kassiert die zweite Saisonniederlage, bleibt aber weiter an der Tabellenspitze.

SV Brake - SV Heiligenfelde II 27:16 (14:6): Die Heiligenfelder verschliefen die erste Halbzeit komplett. „Brake hat unsere Unachtsamkeiten gnadenlos ausgenutzt“, seufzte SVH-Trainer Jörg Spalkhaver: „Somit war das Spiel schon zur Pause entschieden.“ Der zweite Durchgang verlief ähnlich, sodass am Ende das klare 27:16 für Brake heraussprang.

TSV Emtinghausen - TV Stuhr 7:4 (4:3): Für Stuhr lief anfangs gar nichts zusammen. Schnell lag der TV mit 1:4 im Hintertreffen, robbte sich bis zur Pause jedoch auf 3:4 heran. „Da habe ich gedacht, dass wir es hinkriegen“, sagte Stuhrs Trainerin Corinna Woltemade: „Aber die zweite Halbzeit war katastrophal. Wir hatten diverse technische Fehler und kamen gar nicht zum Wurf.“ So gelang Stuhr nur noch ein Korberfolg im zweiten Abschnitt.

FTSV Jahn Brinkum - SV Heiligenfelde II 17:9 (8:3): Die Brinkumer nutzten ihre Chancen von Beginn an eiskalt aus. Auch die Defensive inklusive einer guten Korbfrau funktionierte, sodass bereits zur Pause ein komfortables 8:3 heraussprang. In der zweiten Halbzeit kam die SVH-Reserve etwas besser ins Spiel, am Ende stand aber die zweite deutliche Niederlage des Wochenendes. Damit steht das Spalkhaver-Team als erster Absteiger fest. „Wir werden versuchen, noch den einen oder anderen Gegner zu ärgern. Hängenlassen kommt weder für uns Trainer noch für die Spielerinnen in Frage“, erklärten Frauke und Jörg Spalkhaver unisono.

TV Stuhr - SV Brake 13:9 (5:6): In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe, weil vor allem beide Teams stark in der Defensive arbeiteten. Nach Wiederbeginn befreiten sich die Stuhrerinnen zunehmend aus der Manndeckung, vergrößerten peu a peu ihren Vorsprung und gewannen letztlich doch noch souverän. „Wir haben nach dem ersten Spiel Moral bewiesen, deutlich besser gespielt und unsere ganze Kraft investiert“, lobte Trainerin Woltemade die Leistungssteigerung ihrer Mannschaft.

SV Heiligenfelde - TSV Emtinghausen 8:7 (6:3): Nach einem ausgeglichenen Beginn setzte sich die Heiligenfelder Erstvertretung bis zur Pause mit drei Körben ab. Durch Probleme im Korbabschluss und mangelnder Konzentration beim SVH schaffte Emtinghausen jedoch den Ausgleich. Erst in der 36. Minute gelang dem Team von Bernd Boschen - der die Heiligenfelderinnen seit diesem Jahr trainiert - die erneute Führung. In den spannenden Schlussminuten setzte sich der SVH schließlich mit 8:7 durch. „Insbesondere freut uns, dass Svenja Isensee nach langer Verletzungspause ihren Wiedereinstieg direkt mit einem Korb feierte“, freute sich SVH-Spielerin Kim Brackmann.

SV Brake II - FTSV Jahn Brinkum 21:8 (13:3): „Wir haben das Spiel leider verdient verloren“, resümierte FTSV-Spielerin Alina Brummerhoop und bemängelte die Chancenverwertung, Zaghaftigkeit in der Abwehr und fehlende Kommunikation untereinander.

Ovelgönner TV - TSV Heiligenrode II 7:16 (6:5): Die Heiligenroder Reserve kam schwer ins Spiel und lag früh mit zwei Körben hinten. Beim TSV mangelte es besonders an der Chancenverwertung. Nach Wiederanpfiff stabilisierten sich die Heiligenroderinnen. Jetzt stand die Deckung besser und auch vorne platzte nach einer Auszeit der Knoten. Dadurch zog das Team von Trainerin Meike Daneke kontinuierlich davon. „Es hat Spaß gemacht, und es war ein faires Spiel. Jeder hat jeden in der Abwehr unterstützt“, freute sich TSV-Spielerin Imke Meyer.

SV Heiligenfelde - FC Gessel-Leerßen 3:6 (1:1): Eine harte und umkämpfte Partie, die die Schiedsrichter jederzeit im Griff hatten, war geprägt von starken Abwehrleistungen. Daher ging es mit dem ungewöhnlichen Halbzeitstand von 1:1 in die Pause. Als Heligenfeldes Korbfrau vorübergehend verletzt vom Platz musste, zog Gessel das Tempo an - 4:2. Der SVH ging nun höheres Risiko, was sich jedoch nicht auszahlte. „Insgesamt war es sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber zwei wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei“, resümierte FC-Spielerin Nicole Glatzel.

TSV Heiligenrode II - FC Gessel-Leerßen 4:10 (1:6): Heiligenrode musste kurzfristig auf Korbfrau Gabi Brosowsky verzichten und setzte auf eine Manndeckung. Die Abwehr machte den Sechsmeterraum eng, sodass Gessel sich in den ersten zehn Minuten schwer tat, in die Partie zu finden. Noch besser verteidigte allerdings der FC, ließ nur einen Heiligenfelder Korberfolg im ersten Abschnitt zu - 6:1. Nach dem Seitenwechsel brachte Gessel die Führung souverän ins Ziel. „Das Spiel war sicherlich nicht schön anzugucken, aber letztlich zählen die Punkte, die uns im Kampf um Platz zwei und den Aufstieg weiterhelfen“, betonte FC-Spielerin Glatzel.

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