Abschied von Rehdener Aufstiegs-Machern mit viel Gefühl, Transparenten und warmen Worten

Mit Geschenken und Gänsehaut

Letzter Gruß in Richtung Haupttribüne: Auch Manuel Meyer bekam von BSV-Boss Friedrich Schilling ein Präsent zum Abschied.

Rehden - Von Cord Krüger · Nein, so einfach ließ Stadionsprecher Matthias Giese keinen Aufstiegs-Macher vom BSV Rehden auf den Platz der Waldsportstätten laufen. Vor dem letzten Oberliga-Heimspiel gegen den Goslarer SC rief er jeden Einzelnen auf den von Transparenten umringten Rasen und garnierte jeden Weg mit warmen Worten.

Gänsehaut-Stimmung! „Die Erinnerung daran und an diese sechs Jahre werden bleiben – ganz klar“, wusste Kapitän Manuel Meyer, den es wie Kollege Mehmet Koc zum TuS Sulingen zieht. Dem konnte „Koci“ nur beipflichten: „Eine echt schöne Verabschiedung. Blöd nur, dass wir uns heute nicht mit einem Sieg bedanken konnten“, bedauerte er nach dem 2:4 und seinem Pech mit einem Pfostenkracher.

Ganz groß: Hinter Torwart Rene Damerow hatten die Rehdener Fans ein Riesen-Transparent gehängt – am Vortag seines 39. Geburtstags.

Vor dem Anpfiff waren alle eingelaufen, die mit Rehden den Weg in die Regionalliga weiter gehen. Dann leitete Giese zum Abschieds-Defilee in Richtung des mit Geschenken wartenden BSV-Bosses Friedrich Schilling über und startete mit Trainer Jürgen Stoffregen. „Leider nur eine Saison in Rehden – dabei aber den maximalen Erfolg geschafft“, unterstrich Giese. „Du wirst uns immer ein sehr gern gesehener Gast sein.“ Darüber freute sich der Coach – und über den „würdigen Rahmen für die Jungs“. Schon am Samstag sicherte er zu, ab und an in den Waldsportstätten vorbei zu schauen. Einen neuen Verein hat der 55-Jährige noch nicht, „und es könnte auch sein, dass ich mal ein Jahr Pause mache. Aber das Geschäft ist schnelllebig.“ Stoffregens rechte Hand Andreas Homann folgt ihm jedenfalls. Giese adelte ihn als „besten Betreuer der Liga“ und „Mordskumpel“.

Maxim Dyck erntete Dank als „hoffnungsvolles Sturmtalent“. Nach ihm kam Mittelfeldmann Jens Buddecke aus dem Spielertunnel, der wohl in der Oberliga bleibt – beim SV Rödinghausen. Wie „Maxi“ und „Budde“ blieb auch Thorsten Tönnies nur eine Serie. „Er kam, sah und schlug voll ein – und er schlug so manchen Salto“, erinnerte Giese an „Tortes“ zehn Treffer und seinen akrobatischen Torjubel. Nun schließt er sich dem VfB Oldenburg, „weil er wohl wissen möchte, wie es sich anfühlt, in den Waldsportstätten zu verlieren…“

Drei Jahre lang trug Timo Nowak das Trikot der Ersten und Zweiten beim BSV. „100 Prozent Charakter, 100 Prozent Kopfballstärke“, charakterisierte ihn Giese. Für Sergej Dikthiar, ebenfalls seit 2009 im Verein, hatte er unter anderem das Prädikat „100 Prozent Spielfreude“ übrig.

Auf 97 Pflichtspiele beim BSV kam Christian Schiffbänker. „Wir verlieren einen fairen Sportsmann, sympathischen Typen und ein absolutes Vorbild“, bedauerte Giese.

34 Mal in 91 Partien ließ es Torjäger Mehmet Koc krachen – „ein Top-Stürmer und ganz, ganz feiner Mensch“, unterstrich der Stadionsprecher.

Manuel Meyer sagt die „Humba“ an – und Rehdens Fan-Club „Blacks“ stimmt mit ein. ·

Es folgte der „Heimgang“ von Torwart Rene Damerow, der nach 230 Regional- und Oberliga-Einsätzen für Rehden sowie zuvor Oldenburg und Wilhelmshaven nun zu seinem Heimat-Club SV Bevern in die Kreisliga zurückkehrt. „Wir sind stolz und glücklich, Dich für drei Jahre hier als unsere Nummer eins gehabt zu haben“, rief ihm Giese zur Hymne „Time to say goodbye“ und den stehenden Ovationen der Fans zu.

Als letzter „Abgänger“ wartete Kapitän Meyer auf seinen Aufruf – bereits mit feuchten Augen. Giese dankte für „sechs fantastische Jahre, 41 Tore in 202 Spielen, unnachahmliche Freistöße und viele tolle Gespräche. „Manu, Du bist ein Rehdener“, stellte Giese klar. „Unsere Nummer 5 wird fehlen.“

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