Drittligist HSG Barnstorf/Diepholz verpflichtet Kreisläufer / Kreuzbandriss bei Müller / Saloka tritt kürzer

Gervé – der dritte Litauer ist da

Barnstorfs Trainer Heiner Thiemann präsentierte mit dem Litauer Andrius Gervé einen neuen Kreisläufer.

Barnstorf - Von Matthias Borchardt· Jetzt ist auch die ersehnte Verstärkung für den Kreis da: Handball-Drittligist HSG Barnstorf/Diepholz gab die Verpflichtung des litauischen Nationalspielers Andrius Gervé bekannt. Der 24-Jährige war zuletzt Vertragsspieler bei RK Granitas Kaunas. Den Kontakt zum athletischen Handballer stellte Barnstorfs Linkshänder Sigitas Stropus her.

Heiner Thiemann, Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz, hält große Stücke auf den Neuen: „Andrius passt prima zu uns. Er ist abwehrstark und voll austrainiert, kann auf der Halbposition oder in der Spitze decken. Mit ihm haben wir uns gezielt verstärkt. Er ist zwar noch nicht spielberechtigt, aber wir haben alle Unterlagen eingereicht. Ich hoffe, dass alles jetzt schnell geht.“

Der Blondschopf, der die deutsche Sprache erlernt, fühlt sich in seiner neuen Umgebung wohl. Diesen Eindruck übermittelte er auf englisch: „Es gefällt mir hier gut, und alle in der Mannschaft sind freundlich zu mir.“ Sicherlich sei es für ihn vorteilhaft, dass mit Sigitas Stropus und Saulius Liutikas bereits zwei Litauer bei der HSG Barnstorf/Diep holz spielen.

Andrius Gervé ist nach Rückraumakteur Jan Mohrmann (kehrte vom Ex-Zweitligisten HSV Hannover zurück), Linkshänder Christoph Müller (vom Landesligisten TuS Bramsche) und Torhüter Maik Schwenker (vom Oberliga-Absteiger TuS Wagenfeld) der vierte Neuzugang beim Handball-Drittligisten.

▪ Auch Grädtke

▪ schon operiert

Für Christoph Müller hätte die Vorbereitung kaum schlechter laufen können, denn der Rechtsaußen zog sich im ersten Trainingsspiel beim Oberligisten SV Aue Liebenau einen Kreuzband riss im Knie zu. Der 22-Jährige wurde mittlerweile genauso operiert wie Kreisläufer Ulf Grädtke, der ebenfalls mit einem Kreuzbandriss für mehrere Monate ausfällt. Da Müller in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommt, ist Jan-Eric Rechtern hinter Leistungsträger Nils Mosel der zweite Mann am rechten Flügel. Haupttorschütze Mosel tritt aufgrund einer Achillessehnen-Entzündung derzeit kürzer.

Nach den Torhütern Konstantin Madert (GWD Minden II) und Olaf Sawicki (TVG Bremen) sowie Routinier Tomas Lenkevicius (zweite Mannschaft) gehört in Person von Marek Saloka ein weiterer Akteur nicht mehr zum Aufgebot des Drittligisten.

„Marek tritt aus familiären Gründen kürzer“, erklärt Heiner Thiemann zu dieser Personalie. Das dürfte aber eine Schwächung sein, denn der Allrounder war beim letztjährigen Tabellenneunten der Regionalliga Nord hinter Nils Mosel (180/2 Tore) mit 142/46 „Buden“ der zweitbeste Torschütze. Wahrscheinlich läuft der 31-Jährige demnächst für die HSG Barnstorf/Diepholz II in der Weser-Ems-Liga auf.

Bis zum ersten Punktspiel am Freitag, 10. September, daheim gegen LIT Handball Nordhemmern-Mindenerwald wartet noch reichlich Arbeit auf die HSG-Akteure. Das weiß auch Heiner Thiemann: „Wir sind längst nicht so eingespielt wie wir es waren. Aber das ist auch für mich eine große Herausforderung.“ Gerade im Rückraum und am Kreis müssen die Abläufe neu einstudiert werden. Da Denis Maksimovich wegen einer Fußverletzung im vergangenen Jahr die Vorbereitung nicht mitgemacht hatte und Saulius Liutikas erst Anfang des Jahres zur HSG Barnstorf/Diep holz stieß, sind auch diese beiden Handballer fast als Neuzugänge zu sehen.

Auch an der Abwehrarbeit wird während der Vorbereitung fleißig gefeilt und experimentiert. In der Mitte ist Lars Giesen, der Tomas Lenkevicius auf dieser Position schon über mehrere Monate ersetzt hatte, die Nummer eins. Mit Denis Maksimovich gibt’s eine Alternative.

Die 3:2:1-Abwehr hat in den vergangenen Spielzeiten funktioniert. Doch jetzt hat Heiner Thiemann noch etwas Neues vor: „Mit der 6:0-Deckung studieren wir eine zweite Variante ein.“

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