Barnstorfs litauischer Handball-Nationalspieler von Länderspielen zurück

Gervé: „Das hat Spaß gemacht, auf diesem Niveau zu spielen“

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Präsentierte nach seiner Rückkehr aus Litauen stolz das Trikot der litauischen Handball-Nationalmannschaft: Andrius Gervé von der HSG Barnstorf/Diepholz. ·

Barnstorf - In vollen Hallen gespielt und sieben Länderspiele für Litauen bestritten: Mit vielen Eindrücken kehrte Nationalspieler Andrius Gervé nach Barnstorf zurück. „Vor vielen Zuschauern zu spielen, das macht schon Spaß. Ich habe guten Einsatz gezeigt, und Nationaltrainer Gintaras Savukynas ist mit mir zufrieden gewesen“, zog der Kreisläufer vom Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz ein positives Fazit nach seiner Rückkehr.

Kurz vor Weihnachten erhielt Andrius Gervé eine Einladung vom litauischen Handball-Verband, und die HSG Barnstorf/Diepholz legte ihm keine Steine in den Weg. In Riga spielte er mit Litauen ein Turnier. Zunächst gab’s gegen Gastgeber Lettland einen 31:29-Erfolg, dabei trug sich der 27-Jährige zweimal in die Torschützenliste ein. In der zweiten Partie langte es mit drei Gervé-Toren zu einem 22:18 über die Slowakei. Zum Abschluss verlor Turniersieger Litauen gegen Estland mit 27:34. Dabei spielte der Diplomsportler fast nur in der Abwehr (Spitze der 5:1-Deckung).

Weiter ging’s danach mit Qualifikationsspielen für die Weltmeisterschaft in Katar 2015. Neujahr flog Andrius Gervé mit der Nationalmannschaft nach Finnland, spielte in Helsinki mit Litauen gegen Finnland 20:20. Dabei gaben die Litauer eine 20:15-Führung

Zwei Tore beim 32:26

über die Türkei erzielt

noch aus der Hand. „Da haben wir zu viele Fehler gemacht“, monierte der Leistungsträger der HSG Barnstorf/Diepholz. Er traf zweimal, sah aber in der 56. Minute nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte.

Im Rückspiel in Wilna bezwangen die Litauer die Finnen mit 24:23. Wenige Tage später kassierten sie in Tiflis gegen Georgien eine 23:26-Niederlage. Besser lief’s dann in Wilna: Durch einen 32:26-Erfolg über die Türkei machte Litauen den Gruppensieg perfekt und qualifizierte sich für die nächste Runde. „Ich habe zwei Tore geworfen und drei Siebenmeter gerissen“, war der Akteur mit der Nummer 33 mit seiner Vorstellung zufrieden.

Andrius Gervé geht nach seinen jüngsten Leistungen fest davon aus, weiter zum Aufgebot der litauischen Nationalmannschaft zu gehören: „Für mich war’s wichtig zu zeigen, was ich kann. Das hat Spaß gemacht, auf diesem Niveau zu spielen.“ Er bildet zusammen mit Tadas Stankevicius, der schon länger zur Nationalmannschaft gehört, das Kreisläufer-Duo. „Der Konkurrenzkampf ist für uns beide gut“, denkt der in Barnstorf lebende Gervé.

HSG-Coach Mario Mohrland ist froh, dass der Haupttorschütze des Tabellenführers seit Dienstag wieder mit seiner Mannschaft trainiert, freut sich aber auch über die Einladung des Litauers: „Das war für Andrius eine schöne Abwechslung.“ · mbo

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