Schlappen in Braunschweig und Watenbüttel

Weitere Schritte zum Abstieg

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Jacqueline Franz muss sich langsam damit befassen, mit Heiligenrode demnächst in der Verbandsliga zu spielen.

Heiligenrode - War’s das schon mit dem Klassenerhalt für den TSV Heiligenrode in der Tischtennis-Oberliga der Damen?

Zumindest lässt der jüngste „Doppelpack“ nichts Gutes erahnen: Erst scheiterte das TSV-Quartett unglücklich mit 5:8 beim Tabellensechsten RSV Braunschweig, einen Tag später wesentlich deutlicher mit 3:8 im Kellerduell am TSV Watenbüttel. Es riecht verdächtig nach Abstieg. RSV Braunschweig - TSV Heiligenrode 8:5: „Diese Niederlage geht eindeutig auf meine Kappe“, nahm Heiligenrodes Nummer eins Denise Kleinert nach dem Match alle Schuld auf sich. Dabei hatte die TSV-Topspielerin zunächst noch ordentlich geliefert, als sie beim Spielstand von 2:1 für die Gäste Braunschweigs Youngster Winnie Xu in vier Sätzen niederkämpfte. Ein zufriedenstellender Beginn für Kleinert, doch wenig später sollte sich ihre Miene gründlich verfinstern. Der Grund: Beim Stand von 4:2 für Heiligenrode lag Kleinert im Spitzeneinzel gegen Kristina Jeske mit 2:1-Sätzen vorne und führte auch im vierten Durchgang bereits mit 5:1 – brachte diesen Vorsprung jedoch nichts ins Ziel. „Von einer Nummer eins muss man erwarten, dass so eine Führung ausreicht. Dadurch ist die Partie gekippt“, ging Kleinert nach der bitteren Fünfsatzpleite mit sich selbst hart ins Gericht. Vielleicht zu hart, aber richtungsweisend war diese Schlappe schon. Urplötzlich witterte Braunschweig wieder Morgenluft, glich durch zwei weitere Erfolge – bei einem TSV-Konter durch eine glänzend aufgelegte Melanie Schneider - zum 5:5 aus und zog Heiligenrode kurz darauf endgültig den Zahn. Sichtlich angefressen vom ärgerlichen 2:3 gegen Jeske zog Kleinert auch gegen Anika Walter in fünf Sätzen den Kürzeren. Genau wie Ricarda Hubert, die ähnlich knapp an Jeske scheiterte. Damit war die Messe gelesen. Obwohl sich Heiligenrodes Nummer vier Jacqueline Franz gegen Xu nach besten Kräften wehrte, unterlag sie chancenlos zum 5:8-Endstand. „Einen Punkt hätten wir mindestens mitnehmen können. Der Zähler könnte in der Endabrechnung fehlen. Echt schade“, seufzte Kleinert.

TSV Watenbüttel - TSV Heiligenrode 8:3: „Watenbüttel liegt uns nicht. Im Regelfall verlieren wir immer gegen die. Jetzt wird es natürlich schwer, den Abstieg noch zu verhindern“, flüchtete sich Kleinert nach der Abfuhr beim Tabellensiebten gar nicht erst in Durchhalteparolen.

Kleinert vermeidet Durchhalteparolen

Angesichts von drei Punkten Rückstand zum Relegationsplatz spricht momentan nicht viel für den Klassenerhalt. Alles ist zwar noch nicht verloren, aber großartig Hoffnung machte der Heiligenroder Auftritt nicht. Schnell gingen beide Doppel über die Wupper, und auch im Einzel bekamen die Gäste wenig gebacken. Im oberen Paarkreuz fertigten Kleinert und Schneider jeweils Watenbüttels Nummer zwei Annette Blazek ab, und an Position drei triumphierte Abwehr-Haudegen Hubert über Margit Jeremias – alle übrigen Partien gingen deutlich an die Gastgeberinnen – 3:8.

drö

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