Till Linsenhoff feiert Comeback beim TuS Sulingen – und dankt seinem Bruder Max

Ein gut gemeinter Tritt in den Hintern

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Nach monatelanger Verletzungspause zurück: Till Linsenhoff. ·

Sulingen - Von Arne FlüggeEs waren schlimme Monate für Till Linsenhoff. Der Abwehrspieler von Fußball-Landesligist TuS Sulingen rannte von Arzt zu Arzt, von Physiotherapeut zu Physiotherapeut – doch so richtig helfen konnte dem 22-Jährigen niemand.

Hartnäckige Leistenprobleme machten Linsenhoff zu schaffen. Und immer dann, wenn er das Training etwas anzog, gab es den nächsten Rückschlag. „Wenn du so gerne Fußball spielst wie ich und einfach nicht kannst, ist das schon ziemlich frustrierend“, sagt Linsenhoff: „Und irgendwann lässt es dich daran zweifeln, ob du überhaupt jemals wieder auf dem Platz stehst.“

Vor vier Wochen hatte er mental seinen Tiefpunkt erreicht. Immer nur Einzeltraining, keine Spiele. Das nagte heftig an dem jungen Fußballer. Die Lust aufs Kicken war so gut wie weg. Doch das konnte Bruder Max nicht mit ansehen – und gab Till im übertragenen Sinne einen gut gemeinten Tritt in den Hintern. „Max hat gesagt: ,Du kannst hier weiter zu Hause rumliegen oder zum Training gehen. Du schaffst das. Du wirst wieder spielen können’“, berichtet Till Linsenhoff.

Das hatten ihm zuletzt auch die Therapeuten gesagt – doch so recht daran glauben mochte der Sulinger nicht. Doch er nahm den Rat des Bruders an. Und siehe da: Die Beschwerden nahmen immer mehr ab, Till Linsenhoff biss sich ins Mannschaftstraining hinein – und feierte am Sonntag beim sensationellen 2:0-Sieg über Spitzenreiter Arminia Hannover nach über einem halben Jahr Pause als Manndecker sein Comeback in der Startelf. Und das als einer der besten Spieler auf dem Platz. „Ich bin sehr froh, dass ich wieder gespielt habe. Und dass es so gut geklappt hat, ist natürlich besonders schön“, erzählt Linsenhoff.

Seinem Bruder Max ist er für dessen Hartnäckigkeit sehr dankbar. „Er hat mir damit unheimlich geholfen. Das Weihnachtsgeschenk für ihn wird in diesem Jahr wohl etwas größer ausfallen“, schmunzelt Till Linsenhoff.

Nachdem die Leiste gegen Hannover keine Probleme mehr bereitet hatte, wird es für ihn jetzt wichtig sein, die Angst vor einem neuerlichen Rückschlag zu verdrängen. Denn die, räumt der Abwehrspieler ein, sei noch allgegenwärtig. „Das muss noch raus aus dem Kopf“, sagt Linsenhoff, der aber weiß, „dass es wohl ein bisschen dauern wird. Wichtig ist aber erstmal, dass ich wieder spielen und der Mannschaft damit helfen kann.“

Und das tat Linsenhoff am Sonntag eindrucksvoll. Zusammen mit Manuel Meyer dirigierte er immer wieder lautstark seine Vorderleute, motivierte, korrigierte. „Er ist trotz seiner erst 22 Jahre bereits eine absolute Persönlichkeit. Ein junger Kerl, der Verantwortung übernimmt, ein Vorzeigesportler, der nicht raucht, nicht trinkt und eine absolute Siegermentalität hat. Solchen Typen brauchst du auf dem Platz“, adelt Sulingens Trainer Walter Brinkmann seinen Innenverteidiger, der sich mit Manuel Meyer ideal ergänzen würde: „Wir sind froh, dass Till wieder da ist.“

Mit seinen 1,88 Meter Körpergröße sei Linsenhoff zudem eine „kopfball- und zweikampfstarke Kante“, so Brinkmann, den eine „positive Aura umgeben“ würde, die sich auf die Mitspieler übertrage.

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