Rehden wirkt beim 0:1 in Northeim abwesend / Doppelbelastung offensichtlich

Geisterspiel mit Zuschauern

Kreis-Diepholz - REHDEN · Erdal Ölge (23) und Christian Hegerfeld (21) pumpten, als steckten sie im Körper eines untrainierten Mittdreißigers, und die Konzentration von Benjamin Belka glich der eines Teenagers in einer überfüllten Disco. Beim Fußball-Oberligisten BSV Rehden werden die Verschleißerscheinungen, die auf die Doppelbelastung vieler Akteure in der Bezirksliga zurückgehen, immer deutlicher. Das gestrige 0:1 (0:0) in Northeim endete zwar nicht im, aber mit Chaos.

Ein harmloser Angriff der Eintracht stürzte den BSV von einer Verlegenheit in die nächste und endete mit dem 1:0 durch Florian Thamm (88.), dessen Treffer zwar einigen Jubel nach sich zog, den Gastgebern im Kampf gegen den Abstieg aber kaum weiterhelfen dürfte. Elf Punkte beträgt ihr Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze.

Die Rehdener hatten diese Last in der laufenden Saison nie ernsthaft auf den Schultern, auch wenn sich der ein oder andere Beteiligte mal ein derartiges Szenario ausgemalt hatte. Frei von allen Sorgen kam in Northeim jedoch eine Partie zustande, die den Namen „Geisterspiel“ verdiente. Dabei waren 220 Zuschauer an den Rhumekanal gekommen. Doch die Rehdener Spieler hatten etwas Geisterhaftes, wirkten irgendwie abwesend. Dass Adrian Koch (9.), Muhamed Alawie (26.) und Patrick Gemende (39.) Northeim nicht in Führung schossen, war allein ihrer fehlenden Kaltschnäuzigkeit geschuldet. Oder in den Worten von BSV-Teammanager Heiner Bünte: „Sie hatten reichlich Möglichkeiten, uns vom Tablett zu schießen.“ Die Leistung gab ihm Rätsel auf: „Vielleicht war die Busfahrt zu lang.“ Wenn‘s danach geht, sollte der BSV Rehden den Aufstieg in die Regionalliga in der nächsten Saison lieber nicht anstreben . . .

 Aber Spaß beiseite: Coach Uwe Brunn wollte sich eine weitere Halbzeit in dieser Form nicht mit angucken: „Ich habe versucht, die Spieler bei der Ehre zu packen.“ Zumindest, soweit dass noch möglich war. „Erdal Ölge und Christian Hegerfeld wirkten völlig überspielt. Lars Schiersand schleppt sich mit einem kaputten Knie herum. Das ist schon grenzwertig im Moment“, hob Brunn den mahnenden Zeigefinger.

Ändern wird der Coach die BSV-Praxis, mit Oberliga-Akteuren die Bezirksligazugehörigkeit zu retten, nicht mehr. Und einen Torjäger schnitzt sich Brunn in der Restspielzeit auch nicht mehr. Die einzigen BSV-Chancen vergaben Florian Greve (55.) und Benjamin Belka (56.) kläglich. · ahe

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