Erster Saisonsieg dank Leidenschaft, Geduld und Disziplin

„Geiles Ding“ der Löwen: 33:24 gegen Altjührden

Abgebrüht: Löwen-Linksaußen Julian Wilkens trifft hier per Heber gegen Altjührden – nicht zum einzigen Mal.
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Abgebrüht: Löwen-Linksaußen Julian Wilkens trifft hier per Heber gegen Altjührden – nicht zum einzigen Mal.

Diepholz – Erleichterung war in den verschwitzten Gesichtern zu sehen. Und Stolz. Mit einer famosen Energieleistung hat die HSG Hunte-Aue Löwen am Sonntagabend im vierten Saisonspiel ihren ersten Sieg eingefahren – und dann auch noch so einen eindrucksvollen und in dieser Höhe sicher nicht zu erwartenden. Gleich mit 33:24 (14:16) schickte der Handball-Oberligist die SG VTB/Altjührden auf die Heimreise – die knapp 250 Zuschauer in der Diepholzer Mühlenkamphalle waren genauso begeistert wie Spieler und Trainer des strahlenden Siegers.

„Ein geiles Ding! Darauf lässt sich auf jeden Fall aufbauen“, schwärmte Linksaußen Julian Wilkens: „Heute hat jeder für jeden gekämpft.“ Sein Coach Heiner Thiemann sah es ähnlich und lobte: „Das war eine runde Sache. Der Einsatz stimmte, so wollen wir agieren.“

Hohnstedt hält herausragend

Nach dem miesen Auftritt in Achim (27:39) hatten gewiss nicht wenige schon die nächste Niederlage prophezeit, weil die Löwen – auch wegen der langen Verletztenliste – irgendwie noch nicht so richtig drin waren in der Saison. Doch nun die wichtige Rückkehr in die Erfolgsspur, bei der die Mannschaft als solche überzeugte – vorne wie hinten. Ein bärenstarker Mittelblock in der Defensive um Dennis Wulf, der sich immer wieder voll reinhaute. „Aufopferungsvolle Deckungsarbeit“, nannte es Thiemann. Ein herausragender Torwart Frederik Hohnstedt, der Altjührden mit seinen Paraden fast zur Weißglut brachte. Und eine sehr konzentrierte und disziplinierte Darbietung im Angriff, bei der Jan Linne (10 Tore), Marko Pernar (7/4) und Neuzugang Wilkens (6) herausstachen – das waren die Grundsteine, mit denen die Hausherren die zwei Punkte unter Dach und Fach brachten. „Dass es am Ende so deutlich wird, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, gab Wilkens zu.

Portugiese Luis Varela gibt HSG-Debüt

Die erste Halbzeit, in der der Portugiese Luis Varela (27) für die Löwen ein kurzes Debüt als Kreisläufer gab, war noch ziemlich ausgeglichen. Mal lagen die Gastgeber knapp vorne – mal die Altjührdener, die dank des überraschend doch fitten Lukas Kalafut (11) und Renke Bitter (6) meistens aus dem Rückraum ihre Tore warfen und zur Pause mit zwei Treffern Vorsprung führten.

Stenogramm

HSG Hunte-Aue Löwen - SG VTB/Altjührden 33:24 (14:16) - Hunte-Aue Löwen: Hohnstedt, Garrels - Wilkens (6), Pishchukhin (3), Lengauer (4), Pernar (7/4), Linne (10), Heemann (1), Quader (1), Wulf (1), Liutikas. Siebenmeter: Löwen 4/4, Altjührden 3/5, Zeitstrafen: Löwen 4, Altjührden 5. Schiedsrichter: Doreen Männich/Torben Struckmeier (MTV Rohrsen/MTV Auhagen) – bisweilen etwas kleinlich, insgesamt aber souverän. Zuschauer: 250.

Im zweiten Durchgang wurde die leidenschaftliche HSG-Defensive dann zu einem wahren Bollwerk, ließ insgesamt nur noch acht Gegentore zu. Und im Angriff war vor allem Verlass auf Wilkens (unter anderem zwei freche Heber) und Linne, der sieben seiner elf Treffer nach dem Seitenwechsel erzielte – häufig aus schwierigen Winkeln. Und auch mal mit etwas Glück wie beim 28:23 sechs Minuten vor Schluss, als der Ball vom Pfosten an den Rücken von Altjührdens Keeper sprang – und von dort ins Netz. Die Teamkollegen behielten bei ihren Abschlüssen ebenfalls die Geduld und einen kühlen Kopf, sodass Thiemann „nur wenige Fehler“ sah und nicht nervös werden musste. Denn ihre klare und verdiente Führung ließen sich die Löwen nicht mehr nehmen, sie bauten sie gegen einen resignierenden Gegner sogar noch aus. Den Schlusspunkt zum 33:24 setzte dann Linne.

Spieler des Spiels: Frederik Hohnstedt

Brillante Vorstellung zwischen den Pfosten – vor allem nach der Pause in Teufelskerl-Manier, kaum noch zu bezwingen. Hatte einen Löwenanteil am Löwensieg.

Thiemann mahnte hinterher, dass es eben „nur ein Spiel“ gewesen sei – der Coach spürte aber auch, wie befreit seine Spieler waren. Und dass ein solcher Sieg einen gehörigen Schub für die nächsten Aufgaben geben kann. Beweisen können es die Löwen nach einer Spielpause erst am 29. Oktober – dann stellt sich der HC Bremen in der Mühlenkamphalle vor.

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