Kues und Theiß unüberwindbar: Vilsen und Sudweyhe trennen sich torlos

„Geile Paraden“ in irrem Keeper-Duell

Auffälligster Vilser: Chedli Belkhir (Mitte, hier gegen Romario Klausmann) war ein ständiger Unruheherd für die Defensive des TuS Sudweyhe.
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Auffälligster Vilser: Chedli Belkhir (Mitte, hier gegen Romario Klausmann) war ein ständiger Unruheherd für die Defensive des TuS Sudweyhe.

Bruchhausen-Vilsen – Patrick Tolle und Benjamin Jacobeit wählten exakt die gleichen Worte. „Geile Paraden“ hatten sie gesehen, da waren sich die Trainer des SV Bruchhausen-Vilsen und TuS Sudweyhe nach dem Fußballspiel einig. Alexander Kues im Vilser Tor und Gäste-Keeper Jannik Theiß waren gestern Nachmittag tatsächlich unüberwindbar. Nur logisch, dass das Aufeinandertreffern der beiden Bezirksligisten mit 0:0 enden musste.

Broksens zum Saisonende scheidender Coach Tolle benutzte sein Lieblingswort – so schien es zumindest nach dem Abpfiff – sogar noch häufiger. „Es war ein geiles Spiel mit einem unfassbaren Tempo und einer geilen Stimmung“, befand Tolle mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Das einzige, was ihm und seinem Team am Ende fehlte: Zwei Punkte mehr auf dem Konto. Die waren gerade in der Schlussphase auch durchaus drin. Doch spätestens ab der 70. Minute wuchs Theiß über sich hinaus.

Aber der Reihe nach: Von Beginn an waren beide Mannschaften auf Betriebstemperatur, spielten mit Zug nach vorne und machten sich um das Mittelfeld keine großen Gedanken. Die ersten Chancen ließ entsprechend nicht lange auf sich warten. Vilsens Nick Brockmann vergab jedoch zunächst per Lupfer (11.) und dann per Schlenzer (14.) denkbar knapp. Eine Viertelstunde später hatte Kues seinen ersten großen Auftritt: Einen Kopfball von Robin Engelhardt kratzte er aus dem linken Winkel. Theiß durfte sich vor dem Wechsel auch einmal auszeichnen, gegen den durchgebrochenen Wortmann verkürzte er den Winkel und parierte souverän (38.).

Die zweite Halbzeit stand dann ganz im Zeichen der Torhüter. Erst zeigte Kues seine zweite Mega-Parade, tauchte bei einem 16-Meter-Schuss von Jason-Mark Traemann blitzschnell ab und lenkte den Ball um den Pfosten (62). Nun war Theiß dran, wehrte zwei Kopfbälle von Chedli Belkhir (71.) in einer Situation ab, um zehn Minuten später wieder gegen den Vilser Stürmer zu parieren und die anschließende Ecke mit einem Doppelreflex zu entschärfen. Wieder nur kurze Zeit später rettete Theiß erneut stark gegen Wortmann (83.), zwei Minuten vor Schluss lenkte er einen strammen Linksschuss von Belkhir an die Latte – und verhinderte so den Lucky Punch für Broksen. Sudweyhes Stephen Bohl (84./Kopfball) und Brockmann hatten (90.+1/rechte Pike) hatten jeweils noch die Gelegenheit zum 1:0, ihre Versuche strichen jedoch hauchzart am rechten Pfosten vorbei.

„Am Ende sind es zwei Punkte zu wenig“, meinte Tolle, der aber alles andere als enttäuscht war: „Bis zur 70. Minute war das Spiel sehr ausgeglichen. Ich bin stolz auf die Truppe, wie sie kämpferisch und fußballerisch dagegengehalten hat – gerade nach dem 3:8 im Hinspiel.“ Im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen mussten die Sudweyher gestern ohne gelernten Innenverteidiger auskommen. „Dann fehlt natürlich etwas die Struktur, wenn es hektisch wird“, meinte daher auch Jacobeit: „Wir hatten nach der Pause eine Phase, in der wir das Geschehen gut im Griff hatten. Hinten ’raus haben wir dann Glück gehabt. Das Fazit also: Mund abputzen, weitermachen und hoffen, dass einige Spieler wieder fit werden.“

Von Felix Schlickmann

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