FC Sulingen unterliegt TuS Sulingen II im Derby mit 0:2 / Rosenthal ärgert sich

„Das geht mir auf den Sack“

Den Ball fest im Blick: TuS Spieler Konstantin Meyer (l.) hält in dieser Situation seinen Gegenspieler Bennet Lüdecke in in Schach und gewann verdient mit 2:0. foto: j. Diekmann

Sulingen - Von Julian Diekmann. Nein, zufrieden war Stefan Rosenthal nach dem Abpfiff nicht. „Wir waren alles andere als gut, haben am Ende verdient verloren. Aber der TuS Sulingen II hat jetzt auch keinen Traumfußball gespielt“, fasste Rosenthal, Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Sulingen, das gestrige Derby auf eigenem Platz gegen den Stadtrivalen zusammen: „Der TuS kommt seit 13 Monaten immer mit derselben Spielweise zu knappen Erfolgen. In der Defensive sind sie total effizient und im Angriff effektiv. Es ist einfach ekelhaft, gegen sie zu spielen. Hinzu kam, dass sie drei, vier Mal überhart in die Zweikämpfe eingestiegen sind. So etwas geht mir auf den Sack. Ich fordere keinen meiner Spieler auf, jemanden zu treten. Über die TuS-Spielweise regen sich mindestens 14 weitere Mannschaften aus der Liga darüber auf.“

Die scharfen Worte Rosenthals sind nach der Niederlage verständlich. Fakt ist aber auch, dass seine Mannschaft im Derby alles andere als auf Augenhöhe mit dem Gegner war. Und ein hart geführtes Derby war es auch nicht. Die Zweikämpfe verliefen im normalen Rahmen, auch wenn der eine oder andere für den FCS-Coach zu emotional geführt worden war. Die Rosenthal-Elf hatte es einfach verpasst, sich angemessen zu wehren, nahm den Kampf über die gesamten 90 Minuten aber nicht wirklich an. Von daher geht die Niederlage auch in Ordnung. Das bestreitet selbst der FCS-Übungsleiter nicht.

Ein weiterer Fakt ist, dass die zahlreichen Zuschauer ein niveauarmes Sulinger Stadtderby zu Gesicht bekamen. Es fehlte von Anfang an das Feuer im Spiel – von beiden Mannschaften. So plätscherte die Partie bei schwül-warmen Temperaturen vor sich hin. Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte der TuS Sulingen II. Und diese führte auch gleich zum ersten Treffer der Begegnung. Marven Rupp hatte Maurice Krüger in der 36. Minute mit einem Schnittstellenpass bedient, die Nummer 19 behielt vor dem herauseilenden FCS-Keeper Tobias Plümer die Nerven und chippte den Ball über den Torwart hinweg ins leere Tor – 1:0.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber weiter passiv, erspielten sich kaum nennenswerte Torchancen. Und falls doch, wurden sie kläglich vergeben. Die Beste hatte noch Martin Roughley, doch sein Schuss aus rund 14 Metern streifte knapp über die Latte (59.). Und als Roughley TuS-Einwechselspieler Chris Leon Schlüßler im Strafraum foulte, hatte der FCS Glück, dass Schiedsrichter Tim Otto (TSV Weyhe-Lahausen) nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte (79.). Auch die letzte Gelegenheit zum Ausgleich vergaben die Gastgeber kläglich. Ein Freistoß aus guter Position drosch Marian Pingel gen Sulinger Himmel (87.). Und so kam es am Ende, wie es kommen musste. Beim letzten Angriff der Partie legte Niklas Klare fein auf Marvin Rupp, sodass der TuS-Akteur alleinstehend vor Plümer leichtes Spiel hatte – 2:0 (90.+1).

„Es war kein schönes Derby. Die Körpersprache von beiden Teams hat nicht zu einem Derby gepasst. Aber dennoch denke ich, dass wir verdient in Führung gegangen sind. In der zweiten Halbzeit hat der FC etwas mehr fürs Spiel getan. Aber am Ende haben wir verdient gewonnen“, urteilte TuS-Coach Mustafa Cali.

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