Nur 1:0 gegen Melchiorshausen / Ruscher hatte schon ans Elfmeterschießen gedacht

Krefta köpft Brinkum kurz vor Schluss ins Viertelfinale

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Jubel nach der späten Entscheidung: Marcel Dörgeloh (li.) und Kai Tönsmeyer (re.) beglückwünschen Brinkums Matchwinner Dennis Krefta.

Melchiorshausen - Von Gerd Töbelmann. „Sowas brauch’ ich nicht jeden Tag. Ich bin heute zwei Jahre gealtert“, pustete Trainer Dennis Offermann gestern Abend kräftig durch. Bremen-Ligist Brinkumer SV hatte sich vor gut 200 Zuschauern in der dritten Runde des Bremer Fußball-Landespokals äußerst schwer getan sich nur mit 1:0 (0:0) beim prächtig fightenden Landesligisten TSV Melchiorshausen durchgesetzt. Das Viertelfinale wird erst Anfang des kommenden Jahres ausgelost.

Mann des Abends auf Seiten der Gäste war der erst in der 64. Minute eingewechselte Dennis Krefta. In der 82. Minute wurde ihm ein Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung („nie und nimmer!“) noch aberkannt, doch in der Schlussminute war es soweit. Nach feiner Flanke des zuvor im Abschluss häufig unglücklichen Saimir Dikollari stand der bullige Angreifer am rechten Fleck und drückte die Kugel aus zwei Metern mit der Stirn zum Last-Minute-Sieg über die Linie. Doch groß aufmucken wollte er nicht: „Klar bin ich mit meiner Jokerrolle unzufrieden. Heute konnte ich aber keine großen Ansprüche stellen, weil ich gerade erst eine Bronchtis überwunden habe“, meinte der 22-Jährige.

Zum Zeitpunkt des Tores spielte der BSV in Unterzahl, denn der Ex-Melchiorshauser Steffen Röpke hatte nach einer Tätlichkeit gegen Innenverteidiger Dennis Dörgeloh die Rote Karte gesehen (76.).

Brinkum hätte es allerdings schon viel früher richten müssen. Vor allem in der ersten Halbzeit vergab Dikollari dabei Chance auf Chance, der 30-jährige Neuzugang verzweifelte schier an den Künsten des Melchiorshauser Schlussmanns Jens Ruscher, mit dem er vor vier Jahren noch gemeinsam im TSV-Team gespielt hatte. Auch Marcel Dörgeloh scheiterte mit einer Großchance (37.) am Teufelskerl der Gastgeber.

„Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Kompliment machen. Die Einstellung war heute perfekt. Schon vor dem Match waren alle unglaublich heiß“, erklärte Aushilfs-Trainer Kolja Sternke, der die urlaubenden Reiner Klausmann und Markus Hoßfeld an der Linie vertreten hatte. Ganz besonders lobte „Kolle“ dabei Keeper Ruscher: „Er hätte es heute verdient gehabt, zum Pokalhelden zu werden, weil er wirklich unglaublich viele schwere Bälle gehalten hat.“

Wenn ihm da nicht Krefta in die Parade gefahren wäre. So mochte sich der 30-jährige Ruscher auch gar nicht über seine Leistung freuen: „Ich bin sprachlos, dass es nicht zur Sensation gereicht hat. Zwei, drei Minuten vor dem Abpfiff hatte ich schon ans Elfmeterschießen gedacht. Bitter, dass es nicht geklappt hat .“

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