Wetschen nach zweimaliger Führung 2:2 gegen Heesseler SV

Gebrüder Raskopp trotz ihrer Tore geknickt

Frisches Geld für Heeßels Mannschaftskasse? Möglich, denn hier tunnelt Wetschens Finn Raskopp (links) HSV-Linksverteidiger Timo Kuhlgatz. Diese Hereingabe brachte zwar nichts ein, doch zuvor hatte Raskopp das 1:0 eingeleitet und das 2:1 erzielt.
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Frisches Geld für Heeßels Mannschaftskasse? Möglich, denn hier tunnelt Wetschens Finn Raskopp (links) HSV-Linksverteidiger Timo Kuhlgatz. Diese Hereingabe brachte zwar nichts ein, doch zuvor hatte Raskopp das 1:0 eingeleitet und das 2:1 erzielt.

Wetschen – Frust an der Forke: Finn und Moritz Raskopp stützten sich angesäuert auf ihre Rasengabeln. Nicht wegen ihrer Extraschicht in Sachen Sportplatzpflege – denn dafür müssen beim TSV Wetschen nach dem Abpfiff alle Landesliga-Fußballer ran. Stattdessen wurmte die zwei Brüder und Torschützen, dass ihre Treffer am Samstag gegen den Heesseler SV nur zu einem 2:2 (2:1) reichten.

Während Oliver Marcordes von einem „gerechten Ergebnis“ redete, widersprach Finn Raskopp seinem Trainer: „Da war mehr drin. Wir wollten oben dran bleiben. Die Anfangsphase war noch okay, aber danach? Tote Hose“, ärgerte sich der Kilometerfresser auf der rechten Außenbahn: „Wir sind nervös geworden, waren komplett unsicher.“ Stürmer Moritz stimmte seinem jüngeren Bruder zu: „Wir sind nicht richtig angelaufen und die falschen Wege gegangen.“

Marcordes führte dies auf die zwei Spielausfälle seiner Mannschaft binnen vier Wochen zurück: „Man merkt, dass wir nicht im Rhythmus sind. Uns fehlt die Leichtigkeit. Wir können es besser.“

Bärenstarke Wetscher Anfangsphase

Die ersten 20 Minuten hingegen gehörten noch komplett den Blau-Gelben: Ihr erster Schuss aufs Tor (durch Marco Babilon) rauschte noch drüber (2.), das nächste Geschoss von Finn Raskopp schlug schon am Außennetz ein (6.). Doch dann klingelte es: Babilon hatte einen langen Ball von Finn Raskopp auf der Torlinie erreicht und aus dem Lauf geflankt, der erste Versuch von Phil Schwierking blieb in der HSV-Abwehr hängen, doch im Nachsetzen hämmerte Moritz Raskopp die Kugel in die Maschen (8.).

Die Platzherren machten weiter das Spiel, die Gäste verlangsamten es bei Ballbesitz – um bei einer sich bietenden Lücke blitzschnell zuzuschlagen: TSV-Keeper Kai Winkler rettete per Fußabwehr gegen Sebastian Baar (16.), das Kopfballtor von HSV-Kapitän Niklas Rohden fiel aus dem Abseits (35.) – und dann stand’s 1:1: Tim Habicht nahm einen Fehlpass von Schwierking auf und traf von links (38.). Das war der Weckruf für die Gäste, die nun lautstark einige Entscheidungen von Schiedsrichter Wilken Bargemann kommentierten, mit der schmeichelhaften Verwarnung für Volkan Gürbüz aber gut leben konnten. „Für mich war das eine klare Rote Karte“, echauffierte sich Marcordes über Gürbüz’ Einsteigen mit gestrecktem Bein und offener Sohle gegen Omar Ceesay (43.). Finn Raskopp fand jedoch die passende Antwort, als er nach einem Schwierking-Einwurf aus zwölf Metern das 2:1 markierte (44.).

Acht Minuten nach Wiederanpfiff hatte Gürbüz wieder Glück, als er den einschussbereiten Ricardo Tenti von hinten elfmeterwürdig traf, aber kein Pfiff ertönte. „Wenn wir da das 3:1 machen, sieht es am Ende ganz anders aus“, trauerte Flankengeber Moritz Raskopp dieser Szene hinterher.

Heeßels Coach Martin Mohs reagierte und stellte nach einer Stunde auf eine Doppelspitze um – zunächst wirkungslos.

Bis zur hektischen Schlussphase, in der Schiri Bargemann die Hauptrolle spielte. Erst traf Jan Spies per Bogenlampe zum 2:2 (76.), obwohl der Szene ein Foul an Sören Sandmann vorausgegangen sein muss. Sonst bleibt einer wie Wetschens Abwehrchef nicht liegen.

Keeper Winkler rettet am Ende das Remis

Drei Minuten später der nächste Aufreger: Nachdem Winkler per Fußabwehr gegen Rohden geglänzt hatte, war er nach einer weiteren Parade gegen Habicht geschlagen, Sandmann warf sich auf der Linie in den Nachschuss – und Bargemann pfiff, die Hand bereits an der Gesäßtasche. Doch sein Assistent stimmte ihn um: keine Rote Karte, kein Elfer, sondern Schiedsrichterball. Sandmann hatte die Kugel nämlich mit der Schulter statt per Hand abgewehrt. Später forderte Wetschen nach einem Foul an Christoph Hainke vergeblich Elfmeter – doch der Tatort lag knapp außerhalb des Strafraums. In der Nachspielzeit sah Baar nach einem Stoß gegen Lennart Kruse nur die Gelbe Karte – ein Platzverweis hätte die Situation aber nicht mehr verändert, wusste auch Marcordes: „Wir müssen erst mal unsere eigene Leistung abrufen.“ Und er dankte seinem Schlussmann Winkler, der zweimal im Rauslaufen gegen Rohde (83./85.) das Remis rettete: „Kai hat super gespielt.“

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