Trainer-Lob gekontert / Lehrmeister Koc

Garaf bleibt nach Gala bescheiden

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Salam Garaf ·

Sulingen - Von Cord KrügerWalter Brinkmann hat ihn nie aus den Augen verloren. Obwohl Salam Garaf „schon damals zwei Köpfe kleiner war als alle anderen“, hatte Stützpunkttrainer Brinkmann die „hohe Qualität“ des D-Jugendlichen erkannt. Im Bassumer DFB-Stützpunkt arbeitet Brinkmann heute noch, und acht Jahre nach Garafs Entdeckung hat er den brillanten Techniker nun auch im Verein unter seinen Fittichen: Im Sommer lotste der Coach des TuS Sulingen den Stürmer vom SV Bruchhausen-Vilsen aus der Kreis- in die Landesliga. Und beide sind froh, dass es so gekommen ist.

„Bis jetzt hatte ich hier keine Probleme“, sagt Garaf: „Alle sind sehr nett zu mir.“ Das zahlte der 20-Jährige von Beginn an mit „sehr vielen positiven Momenten“ zurück, wie Brinkmann unterstreicht. Doch am Sonntag beim TSV Mühlenfeld machte Garaf sein bisher bestes TuS-Spiel: Mit einer Vorlage und zwei Toren hatte er den Löwenanteil am 4:1 – selbst wenn der Matchwinner widerspricht: „Die ganze Mannschaft war gut.“ Auch Brinkmanns Begeisterung über Garafs zweiten Treffer („ein sagenhafter Flugkopfball“) relativiert der quirlige Angreifer: „Die Flanke kam perfekt auf meinen Kopf.“

Kopfbälle seien nämlich nicht seine Stärke, meint der Azubi zum Anlagenmechaniker. Das liege auch an seiner Größe, und von seinem Paten im Team könne er sich da ebenfalls nicht viel angucken, verrät er grinsend: „Memo kann auch nicht so gut köpfen…“

Dafür aber alles andere, wie Garaf über Mehmet Koc schwärmt: „Der steht immer richtig, wartet nie im Strafraum, sondern holt sich die Bälle und erarbeitet sich seine Chancen.“

Garaf ist froh, dass Brinkmann ihm Koc als Paten zugeteilt hat. „Jeder Neuzugang bekommt bei mir einen erfahrenen Spieler zur Seite“, sagt der Trainer. Ansonsten lässt er ihm aber alle Freiheiten: „Salam hat keine feste Position, er soll sich vorn mit seinen Kollegen vorn abstimmen.“

Also vor allem mit Koc, aber das klappt reibungslos: „Hier habe ich mich zum ersten Mal als Außenspieler wieder gefunden – das macht auch Spaß.“

Es ist nur eine dieser Weiterentwicklungen, die laut Brinkmann für Garaf höchste Zeit wurde: „Bei Bruchhausen-Vilsen in der Kreisliga hat sich Salam für vieles verantwortlich gefühlt und meinte, die Mannschaft allein zum Sieg führen zu müssen. Durch dieses Vorangehen war er der meistgefoulte Mann.“ Zwei Ligen höher bekommt er nun weniger auf die Socken, wie er selbst sagt. Trotzdem: „Irgendwann will ich wieder für Vilsen spielen.“

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