Sprinterin erleidet Oberschenkelverletzung

Ganz bitteres Olympia-Aus für Freese

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Anna-Lena Freese

Brinkum - Von Arne Flügge. Die Diagnose traf Anna-Lena Freese wie ein Schlag: Großflächiger Muskelfaserriss im vorderen linken Oberschenkel mit Einblutungen. Saison-Aus – und der Traum von den Olympischen Spielen in Rio ist geplatzt. „Ich bin sehr traurig. Das ist ganz bitter für mich. Die Enttäuschung ist riesengroß“, seufzt die 21-jährige Top-Sprinterin des FTSV Jahn Brinkum.

Nach dem Trainingslager mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband in Florida Anfang Mai hatte Freese bereits Probleme im Oberschenkel bemerkt. „Als ich dann zu Hause war, ging alles eine Woche gut. Doch dann traten die Schmerzen immer wieder auf.“ Jetzt die Diagnose ohne Hoffnung auf Rio. Dabei war Anna-Lena Freese richtig gut drauf gewesen, wie ihr Trainer Björn Sterzel sagt: „Sie hat viel in dieses Jahr investiert, komplett auf die Hallensaison verzichtet, um sich intensiv vorzubereiten. Und Anna war im Training schneller als in ihrem fantastischen letzten Jahr.“

Deshalb habe viel auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen im August hingedeutet. „Olympia war immer ein Traum für Anna, aber immer noch sehr weit weg. Nach dem starken Jahr 2015 haben wir uns erstmals intensiv damit beschäftigt, weil sie sich in der Elite der deutschen Sprinterinnen etabliert hatte“, so der Coach: „Ich bin fest davon überzeugt, dass sie im Einzelstart über 200 Meter die Norm erfüllt und dann auch gelaufen wäre. Zudem hatte sie auch beste Chancen auf die 4x100-Meter-Staffel.“

Doch dieser Traum ist nun geplatzt. „Das ist ganz bitter für Anna. Das muss sie erstmal verarbeiten. Und das wird nicht einfach“, sagte Sterzel. Der Trainer weiß aber auch: „Anna stand schon häufiger vor der Situation, sich vor einem großen Event verletzt zu haben. Sie wird das auch diesmal verkraften.“ Natürlich sei es ein schwacher Trost, ihr zu sagen, dass sie noch jung ist und noch mindestens einmal die Chance auf Olympische Spiele hat. „Die sind eben nur alle vier Jahre und für einen Sportler das Größte“, so Sterzel.

Dennoch wird dieser Rückschlag „Anna nicht aus der Bahn werfen“, wie Sterzel glaubt: „Auch wenn die Situation derzeit für sie scheiße ist. Anna wird im nächsten Jahr wieder auf der Bahn stehen – und sie wird schnell sein.“

Momentan allerdings fällt es Anna-Lena Freese noch „ziemlich schwer, über das alles zu reden, weil ich es noch gar nicht so realisiert habe, was da wieder passiert ist“. Wenn die Spiele am 5. August in Brasilien dann losgehen, „wird das alles sicherlich noch einmal intensiv hochkommen“, vermutet die Sprinterin, die dann zu einer Art Selbstschutzmaßnahme greifen will: „Ich werde mir die Sprintwettbewerbe in Rio nicht anschauen. Ich denke, ich mache irgendwo Urlaub, wo es kein Fernsehen und kein Internet gibt.“

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