„Eilvese ist zu knacken“

Der „fußballverrückte“ Maurice Krüger vom TuS Sulingen II freut sich auf den Hit

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Maurice Krüger vom TuS Sulingen II geht sehr optimistisch in das Bezirksliga-Spitzenspiel gegen Tabellenführer Eilvese. 

Sulingen - Von Carsten Drösemeyer. Es ist angerichtet: Am Samstag bittet der Tabellenzweite TuS Sulingen II um 14.00 Uhr in der Fußball-Bezirksliga Klassensprimus STK Eilvese zum Tanz und könnte mit einem Sieg am hohen Titelfavoriten vorbeiziehen. Grund genug, TuS-Leistungsträger Maurice Krüger nach den Aussichten der Sulestädter für das Gipfeltreffen zu befragen. Was der 25-jährige Erzieher vom Spitzenreiter hält, warum er kein Problem hat, seine eigene Frau zu trainieren und vieles mehr, verrät Krüger im folgenden Gespräch.

Herr Krüger, Samstag könnten Sie mit dem TuS die Tabellenführung übernehmen. War damit vor der Saison realistisch zu rechnen?

Maurice Krüger: Eher nicht. Zumal der neue Trainer Mustafa Cali und das Team sich erst finden mussten. Am Anfang lief es ja auch etwas holprig. Aber Mustafa macht einen tollen Job und alle ziehen mit.

Also rechnen Sie sich jetzt selbst gegen eine Übermannschaft wie Eilvese etwas aus?

Krüger: Na klar. Wenn jeder an seine Leistungsgrenze geht, dann ist auch Eilvese zu knacken. Unser Stadtrivale vom FC hat es ja letzte Woche beim 1:0 vorgemacht.

Gutes Stichwort: In der Jugend kickten Sie selbst noch für den FC – waren also ein „Roter“. Hat Ihre Familie den Seitenwechsel verkraftet?

Krüger: (lacht) Sogar derart gut, dass alle meine Geschwister jetzt auch für den TuS spielen. Wir Krügers sind jetzt „Grüne“.

Sie offenbar ohnehin. Nebenbei trainieren Sie noch die B-Mädchen und die Frauenmannschaft des TuS. Das klingt nach einer pickepackevollen Woche.

Krüger: (grient) Ich bin halt ein Fußballverrückter. Aber mein Tag ist wirklich meistens gut ausgefüllt. Ich bilde mich nebenbei ja auch noch mit einem berufsbegleitenden Studium zum Sozialarbeiter weiter und versuche bald als Trainer die B-Lizenz zu erwerben.

Bleibt denn da überhaupt noch Zeit für Freizeit?

Krüger: Die verbringe ich gerne auf dem Fußplatzplatz. Zum Glück tickt meine Verlobte Franziska Struß ähnlich.

Sie trainieren Ihre Verlobte sogar. Gibt es da keinen Ärger, wenn die Zukünftige auf der Bank schmoren muss oder ausgewechselt wird?

Krüger: (grinst) Zum Glück ist Franzi als Innenverteidigerin gesetzt. Sonst könnte ich Mecker kriegen. Aber bislang musste ich sie noch nie auf die Bank setzen.

Um die Hochzeit nicht zu gefährden?

Krüger: So fußballverrückt sind wir dann auch wieder nicht. Der Termin steht schon – und Franzi geht in den Vorbereitungen auf. Das können Frauen auch echt besser als Männer (grinst).

Ewig wollen Sie Ihre Verlobte aber sicherlich nicht trainieren, wenn Sie die B-Lizenz anstreben.

Krüger: Das stimmt. Auf Sicht würde mich ein Männerteam reizen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Die Gegenwart heißt STK Eilvese. Da wartet mit Hussein Saade ein ehemaliger Mitspieler auf Sie. Was ist das für ein Typ?

Krüger: Er ist schon speziell, ohne darauf näher eingehen zu wollen. Aber seine Qualität ist bei schon 27 Treffern unbestritten. Es wird nicht einfach, Hussein aus dem Spiel zu nehmen.

Falls es aber doch gelingen sollte und der TuS plötzlich an der Tabellenspitze stünde: Wäre dann die Meisterschaft ein realistisches Ziel?

Krüger: Warum denn nicht? Wer ganz oben steht, möchte dann dort natürlich auch bleiben.

Obwohl Sie gar nicht aufsteigen dürften, wenn die Erste weiterhin in der Landesliga bleibt.

Krüger: (lächelt) Dann müssen wir unsere Erste wohl besser motivieren. Aber im Ernst: Der Titel wäre auch ohne Landesliga-Aufstieg eine riesige und vielleicht einmalige Sache. Aber dafür brauchen wir Samstag erst mal einen Sieg.

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