Fußballer im Kreis Diepholz haben schon genügend Spiele

Kommt nur die Hinrunde in die Wertung?

Barnstorfs Trainer Jörg Behrens am Spielfeldrand.
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Lässt alles locker auf sich zukommen: Jörg Behrens, Trainer beim ambitionierten Barnstorfer SV.

Der Lockdown zieht sich - doch die Verantwortlichen im Fußballkreis Diepholz sind noch ziemlich entspannt. Der Spielausschuss um Michael Steen hat dennoch ein Alternativszenario in der Hinterhand.

Syke – Nur gut, dass sich die Verantwortlichen im Fußballkreis Diepholz vor der Saison für die Teilung ihrer höchsten Klassen in zwei Staffeln entschieden haben! Denn dadurch haben die Clubs aus den nun zwei Kreisligen (Nord und Süd) sowie die Vertreter der beiden 1. Kreisklassen schon genügend Partien absolviert. Nämlich so viele, dass die Hinrunde bereits geschafft ist und Spielausschuss-Vorsitzender Michael Steen notfalls über einen Verzicht auf die Rückspiele nachdenkt, wenn die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen so bald keinen Re-Start zulassen.

Wertung nach Quotientenregelung denkbar

„Aber ganz ehrlich: So lange die Politik uns nicht das Signal gibt, dass wir wieder spielen dürfen, mache ich mir darüber noch nicht allzu viele Gedanken“, schildert Steen.

Der Asendorfer kann die weitere Vorgehensweise auch relativ beruhigt abwarten, „denn wir sind in einer ähnlich guten Ausgangslage wie die Bezirksligen“, erläutert der oberste Spielplaner im Kreis: „Die Mannschaften haben überwiegend ihre acht oder neun Spiele durchgezogen, sodass wir eine Wertung der bisherigen Saison vornehmen könnten.“

Dafür müsste folgender Zeitplan greifen: „Falls wir in der Woche nach Ostern wieder loslegen dürften, würde ich eine Wertung der Hinrunde nach der Quotientenregelung vornehmen, wie sie auch beim Abbruch der vorigen Serie angewendet wurde.“ Daraus setzen sich wiederum die Auf- und Abstiegsrunden zusammen, „die wir dann so spielen lassen könnten, wie wir es uns vorgenommen haben“. Somit wären nur noch zehn Spiele zu bestreiten, „die wir bis Ende Juni auch hinbekämen, ohne dass die Mannschaften dreimal pro Woche spielen müssten“.

Deutlich ruhigere Zwangspause als im ersten Lockdown

Jörg Behrens, Trainer beim Südstaffel-Spitzenreiter Barnstorfer SV, sagt zum angedachten Vorschlag von Steen: „Ich hätte natürlich kein Problem damit, aber es steht noch in den Sternen, wie es weitergeht – ob nun mit Auf- und Abstiegsrunde oder nur einer Rückrunde.“ Der 39-jährige Physiotherapeut sieht alles gelassen auf sich zukommen: „Ich könnte mich überall mit anfreunden. Einige Mannschaften haben mit der einen Entscheidung Vor- und Nachteile, einige mit der anderen Entscheidung Vor- und Nachteile. Irgendwann muss ich als Trainer aber planen können.“

Insgesamt spricht Steen von einer deutlich ruhigeren Zwangspause als nach dem ersten Corona-bedingten Lockdown im März: „Bisher haben sich bei mir nur ein oder zwei Vereine mit der Frage gemeldet, wie es weitergehen könnte“, berichtet der Spielausschuss-Chef. Er hofft inständig, dass in dieser Saison noch einmal der Ball rollt. „Aber ein Gutes hat die lange Pause: „Die Plätze haben sich ausreichend regeneriert und sind in einem guten Zustand“, sagt er schmunzelnd.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gab es im Seniorenbereich des Fußballkreises Diepholz bis zum Lockdown Anfang November in der aktuellen Serie 60 Spielausfälle, acht weitere Begegnungen fielen aus anderen Gründen aus (etwa wegen der Witterung).

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