Fußball-Landesligist unterliegt Spitzenreiter HSC Hannover am Ende noch deutlich 0:3

Wetschen leistet sich zu viele Fehler

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Wetschens Marwin Meyer (rechts) hatte einige Probleme mit dem quirligen Mohammed Chahrour.

Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. WetschenKreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Trainer Uwe Küpker war bedient. Da hatte seine Mannschaft dem haushohen Favoriten eine Halbzeit lang alles entgegengeworfen, gut mitgespielt und noch besser verteidigt – am Ende aber stand der Tabellenletzte der Fußball-Landesliga wieder mit leeren Händen da: Mit 0:3 (0:0) verlor der TSV Wetschen am Samstag sein Heimspiel gegen Spitzenreiter HSC Hannover und steckt nun noch tiefer im Schlamassel.

„Es ist immer das gleiche Strickmuster“, seufzte Küpker, „in der ersten Halbzeit halten wir gut mit, und dann machen wir einfach zu viele Fehler, die auf diesem Niveau eiskalt bestraft werden.“

Dabei spielten die Gastgeber zunächst taktisch gut, standen sicher in der Defensive und ließen den Tabellenführer kaum einmal gefährlich vor das Tor kommen. Nur einmal musste Tobias Grube vor dem einschussbereiten Arafate Tcha-Gnaou klären (8.), auf der anderen Seite zwang Ricardo Tenti mit einem satten Freistoß aus halbrechter Position Hannovers Keeper Eren Tastan zu einer Glanzparade.

Viel mehr passierte nicht in Durchgang eins. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, wobei Wetschen das gefährliche Kombinationsspiel der Gäste auch früh unterband. „Da war kein Unterschied zu sehen, wer nun Erster oder Letzter in der Tabelle ist“, sagte TSV-Coach Küpker.

Das änderte sich gleich nach der Pause. Mit der Hereinnahme des quirligen Mohammed Chahrour wurde Hannover plötzlich richtig gefährlich. Die Nummer 13 der Gäste schlug ein ums andere Mal einen Haken und stellte die Wetscher Defensive damit vor arge Probleme. Doch es musste ein Foul im Strafraum herhalten, damit der Spitzenreiter in Führung ging: In der 56. Minute legte Dino Maieli Gegenspieler Ertan Ametovski, der selbst mit etwas Glück den Strafstoß zum 1:0 verwandelte. Wetschens Keeper Kai Winkler hatte den Braten gerochen, konnte den Ball aber nicht kontrollieren.

Was Trainer Küpker weniger ärgerte als das dumme Foul von Maieli. „So ein erfahrener Spieler wie er darf da nicht so hingehen. Es muss doch bekannt sein, dass Ametovski ziemlich schnell fällt“, grantelte der Coach. Wobei auch der Pass auf den Torschützen schon hätte unterbunden werden müssen.

Wetschen verlor nach dem Gegentreffer kurz den Faden und hatte Glück, dass Kriseld Doko nur die Latte traf (59.) und Alexander Lackmann aus elf Metern freistehend zu hoch zielte. „In dieser Phase herrschte bei uns Flaute“, räumte Küpker ein. Dennoch: Es stand nur 0:1, „und mit diesem Ergebnis willst du nicht verlieren“, sagte Küpker. Also stellte der Coach um, nahm eine Dreifachauswechslung vor, wollte mutiger nach vorn spielen.

Das ergab natürlich Räume für den Gegner. Und weil die Wetscher Abwehr in der Rückwärtsbewegung nicht energisch genug zupackte, fingen sich die Hausherren in den Schlussminuten noch zwei Konter. Der eingewechselte Steffen Von-Pless erzielte in der 81. Minute das 2:0, zwei Minuten vor dem Abpfiff legte Tcha-Gnaou noch den dritten HSC-Treffer nach – 3:0.

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