Fußball-Landesligist TuS Sulingen präsentiert die ersten Neuzugänge

Becker geht mit flauem Gefühl, Barth testet Grenzen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rehden/Sulingen - Von Daniel Wiechert. Der eine verlässt schweren Herzens seine fußballerische Jugendliebe, der andere kehrt zu seinen Anfängen zurück. Beim Landesligist TuS Sulingen laufen die Planungen für die Saison 2015/16 auf Hochtouren, mit Tim Becker (kommt vom BSV Rehden II) und Benjamin Barth (FC Sulingen) sind nun die ersten Sommertransfers fix.

„Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, Rehden zu verlassen“, sagt der 23-jährige Becker: „Ich kenne ja gar nichts anderes.“ 20 Jahre schnürt er bereits die Fußballschuhe für den BSV, nun geht es 25 Kilometer in nordöstliche Richtung. „Mein Ziel war es eigentlich immer, es in Rehdens erster Mannschaft zu schaffen. Das hat leider nicht geklappt“, erklärt das BSV-Urgestein, das seit Längerem nur in der Zweiten in der Bezirksliga zum Zuge kommt, seine Beweggründe. Doch es könnte nur ein Abschied auf Zeit sein. „Dass Tim nun geht, ist in gewisser Weise schon traurig“, sagt Markus Kompp, Vorstand Fußball beim BSV Rehden: „Er ist schließlich der letzte Rehdener im Kader. Aber ich kann verstehen, dass er zum TuS Sulingen geht, einfach nochmal höher als Bezirksliga spielen will. Das heißt ja nicht, dass die Tür nach Rehden für immer zu sein muss.“

In Sulingen wird Becker jedenfalls mit offenen Armen empfangen. „Wir hatten Tim schon lange auf dem Zettel, wollten ihn schon vor zwei Jahren haben“, berichtet TuS-Teammanager Thorsten Neumann. Seitdem sei der Kontakt nie abgerissen. Und da TuS-Keeper Marc Jamieson sich auf Weltreise befindet, „brauchten wir adäquaten Ersatz“, erklärt Neumann: „Mit nur einem Torwart in die Saison zu gehen, wäre zu gefährlich gewesen.“ Zwischen Becker und dem jetzigen Stammtorwart David Schröder soll es einen offenen Zweikampf um den Platz zwischen den Pfosten geben. „Es wird sich derjenige durchsetzen, der sich in der Vorbereitung mehr aufdrängt“, kündigt Björn Wnuck an, ab Sommer neuer Trainer beim TuS (wir berichteten).

Der 30-jährige Coach darf sich zudem über eine weitere Option im Mittelfeld freuen. Denn Benjamin Barth kommt vom Sulinger Stadtrivalen FC. Böses Blut? Mitnichten. „Es ist alles fair abgelaufen“, sagt FC-Interimstrainer Stefan Rosenthal: „Dass Benni nochmal sein Leistungsvermögen in der Landesliga testen will, ist völlig legitim.“ Auch der 27-Jährige sagt, dass er nochmal „die Grenzen austesten möchte. Ich will mir später nicht vorwerfen lassen, dass ich es nicht versucht habe.“ Wnuck lobt Barths Allroundfähigkeiten: „Er kann im Zentrum sowohl defensiv als auch offensiv spielen. Auch rechts ist er eine Option.“ Nach „acht tollen Jahren“ (Barth) geht es zum Club zurück, in dem er seine ersten fußballerischen Gehversuche gemacht hat. „Ich habe damals alle Jugendteams mit Dennis Neumann (TuS-Kapitän, Anm. d. Red.) durchlaufen“, erzählt Barth: „Wir haben immer mal geschnackt, dass es schön wäre, nocheinmal zusammen zu spielen.“ Nun ist es so weit.

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