In der Fußball-Kreisliga war in der Hinrunde so richtig ’was los

Supermänner, traurige Gestalten, ein Herr in Jeans

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Der Ballermann: Seckenhausens Nico Kiesewetter hat bereits 24 Tore erzielt.

Syke - Spielausfälle ohne Ende, Nachholspiele stehen weiter an – noch ist für die Kreisliga-Fußballer nicht Winterpause. Gut möglich, dass sogar noch weitere witterungsbedingte Kollateralschäden entstehen. Dass die fußballlose Zeit verkürzt werden muss, ist längst kein Geheimnis mehr. Trotz der derzeit doch etwas „schiefen“ Tabelle ziehen wir heute mal eine Zwischenbilanz.

Die Aufsteiger

Herzlichen Glückwunsch an den TuS Sulingen II und an die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Selten war eine Saison in Sachen Aufstieg so frühzeitig entschieden – auch wenn natürlich rechnerisch noch vieles möglich ist. Aber wer glaubt nach 18 Spieltagen angesichts von 16 (Sulingen) und sieben (Seckenhausen bei zwei Spielen weniger) Punkten Vorsprung noch daran, dass diese Teams ernsthaft abgefangen werden könnten? Und von wem? Die Konkurrenz, die sich anfangs noch recht wacker hielt, schwächelt in letzter Zeit, sowohl der TSV Okel als auch der FC Sulingen II mussten Federn lassen. Der TSV Weyhe-Lahausen ist aktuell Dritter, aber selbst dessen Spieler lächeln mögliche Ambitionen nach oben verschämt weg.

Die Kellerkinder

Lange sah es so aus, als würde der TuS Barenburg die 1. Kreisklasse schneller wiedersehen, als ihm lieb wäre. Doch inzwischen hat man zumindest zum bislang stark schwächelnden SV Lessen aufgeschlossen. Es sind nur noch drei Punkte zum Nichtabstiegsplatz 14. Dort rangiert im TSV Brockum eine Mannschaft, die viele eigentlich im oberen Tabellendrittel erwartet hatten und die vom Potential her sicherlich noch viel Luft nach oben hat. Spannung im Abstiegskampf ist also weiter garantiert.

Die Wundertüten

Überraschungen gab es sicherlich viele in der Hinserie, doch zwei Mannschaften sind herauszugreifen. Zum einen der FC Sulingen II. Für viele waren die Sulestädter zu Saisonbeginn ein Abstiegskandidat, doch lange Zeit hatte sich der FC II am Spitzenduo festgebissen. Auch wenn die Sulinger zuletzt schwächelten, sind sie sicher ein Gewinnerteam der Hinrunde. Unabhängig von dem, was noch kommt, die Weihnachtsfeier könnte etwas ausufernder werden – verdient hätte es sich die Truppe.

Eher die Rute hätte vor drei Wochen vermutlich noch Jörn Meyer für seine Vilser Kicker herausgeholt. Doch in Broksen scheint man die Kurve gekriegt zu haben, drei Siege in Folge innerhalb von sieben Tagen sprechen eine deutliche Sprache, fast folgerichtig ging es hoch bis auf Platz acht. Auch wenn der Zug nach oben längst abgefahren ist, zumindest endet das Jahr versöhnlich für Bruchhausen-Vilsen.

Der Ballermann

Pierre-Emerick Aubameyang hat er längst übertroffen, zumindest in absoluten Zahlen. Mit 24 Treffern ist Nico Kiesewetter das Schreckgespenst aller Kreisliga-Torhüter und wird seinen Club wohl fast im Alleingang zurück in die Bezirksliga schießen. In seinem Schatten teilt sich der Kader der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst die restlichen 40 Treffer. Fünf Tore wurden dabei nur auf dem Papier erzielt, weil der TSV Schwarme einmal nicht antrat.

Der Schadensbegrenzer

Der Spielplan wollte es so, dass der TSV Schwarme innerhalb einer Woche gegen den TuS Sulingen und die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst spielen sollte. Doch nach dem 2:7 gegen Sulingen wollte TSV-Coach Lutz Schröder wohl ein weiteres Debakel verhindern und sagte das Spiel kurzerhand ab. Sollte dies Schule machen, hat die Liga allerdings ein Problem.

Der Unverwüstliche

Michael Anneken ist nicht zu beneiden. Der Torwart vom TuS Barenburg musste bereits 64 Mal hinter sich greifen, doch an der Moral des Keepers hat das nicht gekratzt. Im Gegenteil, die Kritiken der gegnerischen Trainer sind durchaus positiv, zwischen den Pfosten des Schlusslichts kann man eben auch zeigen, was man drauf hat.

Das Arbeitstier

Er müsste eigentlich genervt sein, doch er ist ganz entspannt, steckt allerdings nicht in Trikot und Fußballschuhen, sondern sitzt in Hemd und Jeans am Computer. Spielleiter Michael Steen erlebt den heftigsten Spätherbst seit Jahren und muss derzeit fast täglich neue Nachholspiele, mittlerweile sogar schon Nachholspiele der Nachholspiele, ansetzen. Dennoch bleibt Steen gelassen: „Manchmal ist das eben so.“ Magengeschwüre wird er sich deswegen nicht holen.

ees

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