Ex-Stuhrer schafft in Moordeich 6572 Punkte und freut sich schon auf die DM

Fugel krönt seine Rückkehr mit Mehrkampf-Bestleistung

Stuhr - Der Zehnkampf im Rahmen der Mehrkampftage des LC Hansa Stuhr – für Niklas Ole Fugel war es ein ganz besonderer Wettkampf. Nach zwei Jahren Abwesenheit war der Stuhrer erstmals wieder zu Hause auf vertrauter Sportanlage aktiv, gemeinsam mit früheren Vereinskameraden und begleitet von seiner Familie. Am Ende gab es für alle reichlich Anlass zum Feiern: Mit neuer Bestleistung von 6572 Punkten ist der 18-Jährige im Kreis der besten Nachwuchs-Zehnkämpfer in Deutschland wieder einige Plätze aufgerückt. Mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften Ende August verspricht Fugel: „Da geht noch mehr.“

Nein, ein „Überflieger“ sei er nun wirklich nicht gewesen, meint Niklas Ole Fugel. Als er damals mit elf Jahren beim LC Hansa Stuhr erste Wettkampferlebnisse sammelte, waren die Ergebnisse mit 7,87 Sekunden über 50 Meter, 4,10 Metern im Weitsprung und 1,24 Metern im Hochsprung zwar gut, aber eben auch nicht alles überragend. „Eske bringt da schon viel mehr Talent mit“, erklärt Fugel

„Ich bin noch

zu ungeduldig“

mit Blick auf seine elfjährige Cousine, die sich während seines Zehnkampfes ihre Siegerurkunden im Drei- und Vierkampf abholt.

Nach drei Jahren beim LC Hansa schloss sich Fugel dem FTSV Jahn Brinkum an, feierte dort mit seinem damaligen Trainer Frank Krüger Erfolge auf Landesebene, bis dann 2010 die Entscheidung fiel, sich noch mehr auf den Sport zu konzentrieren. Wie zuvor schon Dreispringerin Neele Eckhardt und dann auch Sprinterin Anna-Lena Freese und Mittelstrecklerin Antonia Hehr wechselte Fugel auf das Sportinternat in Hannover und damit zugleich zu den Mehrkämpfern von Hannover 96. Ein Schritt, den er bis heute nicht bereut hat. Allerdings will der 18-Jährige auch nicht verheimlichen, wie schwierig die Zeit im Herbst vergangenen Jahres aufgrund der Krankheit und des Todes seiner Mutter Birgit war.

Für Niklas Ole Fugel lassen sich im Sportleistungszentrum Hannover samt angeschlossenen Sportinternat Schule und Leistungssport nahezu optimal verbinden: „Ich werde ein gestrecktes Abitur machen, indem ich die 11. Klasse mit nur 14 Unterrichtsstunden auf zwei Jahre verteile. Daneben stehen 14 Stunden Training auf dem Programm. Für alle Disziplinen bis auf den Stabhochsprung ist die Landestrainerin Beatrice Mau-Repnak zuständig.“

Mau-Repnak mahnt ihren Schützling in Moordeich einmal öfter, es „ruhig angehen“ zu lassen. Niklas Ole Fugel weiß, warum: „Ich bin zu ungeduldig, das muss noch raus.“ Und in noch etwas sind sich Trainerin und Athlet einig: Im Kugelstoß, Diskuswurf und Stabhochsprung ist für ihn noch viel mehr drin. Und das will Fugel als nächstes bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Hannover auch beweisen. Für die Titelkämpfe Ende August hat er sich viel vorgenommen: „Hannover bedeutet für mich praktisch ein weiteres Heimspiel. Da will ich zu den besten Acht gehören.“ · el

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