Rallye Stemweder Berg startet / Elektrofahrzeuge erstmals dabei

Für Riedemann zählt nur der Sieg

Mit Sponsor Avacon ins E-Rallye-Abenteuer: Der Martfelder Rallyepilot Christian Lemke (Fahrersitz) präsentiert zusammen mit Eileen Schöne (re., Avacon), Hermann Karnebogen (li., Avacon) sowie Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate (hinten) seinen Rallye-Boliden, mit dem er am Wochenende am Start ist.
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Mit Sponsor Avacon ins E-Rallye-Abenteuer: Der Martfelder Rallyepilot Christian Lemke (Fahrersitz) präsentiert zusammen mit Eileen Schöne (re., Avacon), Hermann Karnebogen (li., Avacon) sowie Martfelds Bürgermeisterin Marlies Plate (hinten) seinen Rallye-Boliden, mit dem er am Wochenende am Start ist.

Stemwede – Darauf hat der Rallyesport lange gewartet: Am Wochenende startet die Deutsche Rallye-Meisterschaft (DRM) mit der ADAC Rallye Stemweder Berg in die neue Saison. Die Auftaktveranstaltung rund um Lübbecke ist mit knapp 90 Teilnehmern und 13 Teams in der Rally2-Kategorie stark besetzt. In dieser startet auch Christian Riedemann (Kirchdorf) und seine belgische Beifahrerin Lara Vanneste, die um den Gesamtsieg kämpfen wollen. Und auch der neuartige ADAC Opel e-Rally Cup ist am Start. Dabei handelt es sich um den weltweit ersten Rallye-Markenpokal für Elektrofahrzeuge. Dort wird dann auch Christian Lemke (Förderfahrer des ADAC Weser-Ems aus Martfeld) zusammen mit seinem Beifahrer Jan-Eric Bemmann mit dabei sein.

  • Christian Riedemann strebt Sieg bei der Rallye Stemweder Berg an.
  • Erstmals auch Elektro-Rallyeautos am Start.
  • Christian Lemke freut sich auf sein E-Debüt.

Riedemann, der die Rallye Stemweder Berg als seine zweite Heimrallye bezeichnet, erinnert sich nur ungern an die letzte Ausgabe zurück. „Nachdem ich 2019 in Führung liegend ausgefallen bin, habe ich tatsächlich noch eine Rechnung offen“, betont der 33-jährige Kirchdorfer mit einem Augenzwinkern. Viel besser sind die Erinnerungen an 2018, als er den Gesamtsieg einfuhr. „Nach der viel zu langen Corona-bedingten Pause kann ich den Start der DRM kaum erwarten. Die letzte Veranstaltung war vor knapp acht Monaten bei der Cimbern Rallye. Das Teilnehmerfeld in Stemwede ist insgesamt mit 13 R5-Boliden gespickt. Unser Ziel ist es, den Gesamtsieg von 2018 zu wiederholen.“

Wie vor drei Jahren wird Riedemann mit einem Skoda Fabia Rally2 an den Start gehen. Der tschechische Rallyebolide wird vom belgischen Team rund um Bernard Munster eingesetzt und betreut. Bei den Ansagen auf der Strecke vertraut Riedemann auf die jahrelange Erfahrung von Vanneste. Gemeinsam mit der Belgierin fuhr er schon etliche Erfolge sowohl in der DRM als auch in der Junior-Rallye-WM ein. „Zuletzt stand ich 2016 gemeinsam mit Christian am Start der Rallye Stemweder Berg. Ich freue mich riesig, dass ich mit ihm wieder in der DRM angreifen darf und kann es kaum erwarten, die ganzen bekannten Gesichter wiederzusehen“, verrät Vanneste.

Rallye startet am Freitagabend

Um bestmöglich vorbereitet zu sein, stehen für das deutsch-belgische Team vor der Veranstaltung noch ausgiebige Testfahrten an. „Nach der langen Pause ist es sehr wichtig, sich noch mal ein bisschen warm zu fahren, um den Rhythmus wieder zu finden“, erklärt Riedemann.

Die Rallye startet am Freitagabend mit einer Wertungsprüfung (WP), die zwei Mal gefahren wird. Am Samstag folgen weitere zehn Wertungsprüfungen, bevor der Zieleinlauf für Samstagabend geplant ist.

Opel e-Rally Cup verspricht Spannung pur

Spannung pur verspricht auch der Opel e-Rally Cup. Die Testfahrten im Corsa-e überzeugten Christian Lemke, der von der Avacon gesponsort wird, restlos von der E-Mobilität: „Die Beschleunigung und die Kurvenlage sind beeindruckend. Das ist ein ganz anderes Fahrgefühl als bei den Benzinern, die ich in den vergangenen Jahren gefahren bin“, berichtet er.

Zahlreiche Komponenten des Rallyefahrzeugs wurden vom Serienpendant übernommen – so etwa der Elektromotor und die in den Unterboden integrierte Lithium-Ionen Akku-Einheit, deren Speicherkapazität von 50 Kilowattstunden für rund 60 Kilometer im Wettbewerbstempo gut ist. Ein Schnellladesystem in Verbindung mit einer modernen Infrastruktur sorgt dafür, dass den flotten Stromern während einer Rallye nicht der „Saft“ ausgeht. Mittels einer 100-kW-Ladeeinheit können die Fahrzeuge binnen 30 Minuten auf 80 Prozent aufgeladen werden. Dazu verfügt der Opel Corsa-e über ein ausgeklügeltes Rekuperations System: Bei jedem Bremsvorgang wird die kinetische Energie des Fahrzeugs in elektrischen Strom umgewandelt und im Akku gespeichert. Der Opel generiert eine Leistung von 136 PS bei einem sofort anliegenden Drehmoment von 260 Nm. Die Akku-Einheit im Unterboden ist speziell für den Rallye-Einsatz geschützt und abgesichert.

„Am Freitag starten wir mit der ersten Etappe. Sie führt über rund 26,9 Wertungsprüfungskilometer in die Gemeinde Petershagen. Am Samstag stehen Wertungsprüfungen über rund 102,14 Kilometer in den Gemeinden Stemwede, Bad Essen, Preußisch-Oldendorf und Hüllhorst an“, berichtet Lemke: „Wenn wir wie im Jahr 2019 sehr viele Abzweige haben, ist sauberes Fahren gefragt. Da könnte ich von meinen Erfahrungen aus dem Kartslalom profitieren.“

Lemkes Beifahrer Bemmann: Mix aus Bergprüfungen und Highspeed-Passagen

Beifahrer Jan-Eric Bemmann ergänzt: „Es ist der wohlbekannte und beliebte Mix aus selektiven Bergprüfungen mit all ihren schwierigen Eigenschaften und den Highspeed-Passagen des Flachlands, der den herausfordernden Rahmen für ein spannungsgeladenes Rallye-Wochenende bildet. Dafür brauchen wir einen sportlichen, aber ausgewogenen Aufschrieb – denn die beiden Tage werden es in sich haben. Da wird sich dann ganz genau zeigen, wie gut wir miteinander harmonieren. “

Hat Großes vor: Kirchdorfs Christian Riedemann möchte bei der Rallye Stemweder Berg wie 2018 den Gesamtsieg einfahren.

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