Platz sechs beim Bundesranglisten-Finale / „Es wäre mehr möglich gewesen“

Nur fünf besser als Hippler

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Er war ziemlich selbstkritisch, doch Platz sechs von Tobias Hippler beim Bundesranglisten-Finale ist allemal ein toller Erfolg des 14-jährigen Heiligenroders. ·

Heiligenrode - Auch wenn Heiligenrodes Tischtennis-Juwel Tobias Hippler beim deutschen Bundesranglistenfinale der Schüler in Tornesch (Schleswig-Holstein) am Ende der ganz große Wurf verwehrt blieb – seine Leistung war einmal mehr aller Ehren wert. Im Turnier der besten zwölf deutschen Schüler – dem sogenannten Top 12 - belegte „Hippi“ schlussendlich Rang sechs und schrammte sogar nur ausgesprochen unglücklich an einer noch besseren Platzierung vorbei.

Jubelstürme löste sein Abschneiden bei ihm allerdings nicht aus. Stattdessen übte sich der 14-Jährige in Selbstkritik: „Der sechste Platz ist sicherlich nicht schlecht, aber es wäre mehr möglich gewesen. Eigentlich wollte ich unbedingt unter den ersten vier landen, um damit das Ticket zur Deutschen Meisterschaft der Jugend in der Tasche zu haben. Bitter, dass ich daran derart knapp gescheitert bin.“ Bei allem Verständnis für seine Enttäuschung, vorzuwerfen hatte sich Hippler rein gar nichts. Es fehlte ihm einfach das letzte Quäntchen Glück. So scheiterte der Heiligenroder Verbandsliga-Akteur im Auftaktmatch trotz einer 2:0-Satzführung noch mit 8:11 im siebten Durchgang an Nils Schulze vom SC Hemmingen-Westerfeld. Für Hippler hatte diese bittere Anfangspleite jedoch nichts mit fehlendem Fortune zu tun: „Das war komplett unnötig. Ich habe gegen Nils einfach nicht mein bestes Tischtennis gezeigt.“

Wohl aber gegen Defensivspezialist Jonah Schlie (SG Dissen), den er zum Abschluss des ersten Tages sicher vom Tisch nahm. Mit 1:1-Siegen lag „Hippi“ auch nach eigener Einschätzung somit immer noch „gut im Soll. Der Beginn war in Ordnung. Leider bin ich dann Sonntag morgen zunächst nicht so recht in die Gänge gekommen.“ Negative Konsequenz: Nacheinander scheiterte Hippler in fünf Sätzen an Dauerrivale Jannik Xu (SV Bolzum), am späteren Sieger Gerrit Engemann (TTC GW Bad Hamm/Nordrhein-Westfalen) sowie gegen den Baden-Württemberger Alexander Gerholt. „Ein Spiel davon hätte ich wohl gewinnen müssen, um meine Ziele noch erreichen zu können“, seufzte Hippler.

Trotzdem ließ sich der Gymnasiast keinesfalls hängen. Im Gegenteil: Das hessische Trio Marvin Werner, Tom Schmidt und Makoto Nogami fegte die Heiligenroder Nummer eins regelrecht vom Tisch und hätte anschließend gegen Fanbo Meng endgültig zum ultimativen „Hessen-Schreck“ avancieren können. Nach einem 0:3-Satzrückstand erzwang der 14-Jährige den 3:3-Gleichstand, führte im Entscheidungssatz schon mit 6:2, um dem Talent aus Fulda am Ende doch noch mit 8:11 zu unterliegen. „Verdammt ärgerlich. Ich hatte ihn auf der Pfanne“, maulte Hippler – durfte sich dann aber über einen äußerst versöhnlichen Abschluss freuen. Weder vom Nordrhein-Westfalen Kyrill Fadeev noch vom Thüringer Nico Meierhof („mein bestes Spiel im Turnier“) ließ sich „Hippi“ in die Suppe spucken und beendete das Top-12-Event mit 6:5-Siegen auf einem ausgezeichneten sechsten Platz. · drö

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