Rehdener Befreiungsschlag dank Coleman und Djumo: 2:0-Sieg über Lüneburg

Früh getroffen und gut verwaltet

Gleich klingelt’s! Rehdens Kevin Coleman (2.v.l.) schaltet hier schneller als Lüneburgs Lukas Pägelow (l.) und Alessandro Otte (3.v.l.) und spitzelt den Ball zum 1:0 ins Netz. Kurz darauf traf Bocar Djumo (hinter ihm) zum 2:0.
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Gleich klingelt’s! Rehdens Kevin Coleman (2.v.l.) schaltet hier schneller als Lüneburgs Lukas Pägelow (l.) und Alessandro Otte (3.v.l.) und spitzelt den Ball zum 1:0 ins Netz. Kurz darauf traf Bocar Djumo (hinter ihm) zum 2:0.

Rehden – Alter schützt vor Torheit nicht, sagt ein Sprichwort. Aber vielleicht schützt Alter vor Gegentoren. Am Samstag jedenfalls lief für den BSV Rehden im Regionalliga-Heimspiel gegen den Lüneburger SK Hansa deutlich mehr Routine als zuletzt auf. Einerseits zwangsläufig – wegen der Gelbsperre des 20-Jährigen Serkan Temin, dessen Sechserposition Niklas Kiene (30) übernahm. Andererseits von BSV-Trainer Andreas Golombek gewollt, der im Mittelfeld wieder Josip Tomic (28) für Julian Popovic (22) aufbot – und im Abwehrzentrum zum zweiten Mal nacheinander Pierre Becken (34) und Angelos Argyris (27) verteidigen ließ. „Wir hatten heute nur einen U 23-Spieler in der Startelf“, verwies Golombek auf den 21-jährigen Linksverteidiger Daniel Haritonov, der jedoch ebenfalls wieder prima funktionierte und seinen Anteil am 2:0 (2:0)-Befreiungsschlag hatte. Gegen eine Mannschaft, die „in der Box nicht so in die gefährlichen Situationen gekommen ist“, wie LSK-Chefcoach Qendrim Xhafolli gestand.

Kiene nach langer Durststrecke erleichtert

Fazit des zuletzt viermal nicht eingesetzten Kiene: „Ganz so viel können wir nicht falsch gemacht haben!“ Der defensive Mittelfeldspieler strahlte nach Rehdens erstem Sieg seit einem Monat – und seiner persönlichen Durststrecke: „Es war keine leichte Zeit, aber ich habe den Kopf nicht in den Sand gesteckt und hoffe, dass ich heute meine Chance genutzt habe.“

Weniger euphorisch war sein Kollege Michael Seaton – obwohl der 25-Jährige beide Tore vorbereitet hatte: „Zwei Assists – aber nicht selbst getroffen“, geißelte sich der Jamaikaner: „Natürlich will ich auch meine Tore schießen.“ Doch der Stürmer versprach: „Die werden bald kommen.“

Spieler des Spiels: Michael Seaton

Rehdens Stürmer bereitete beide Treffer vor, riss danach viele Lücken in der Lüneburger Abwehr und setzte seine Nebenleute im Dreier-Sturm mehrfach stark in Szene.

Golombek war am Samstag trotzdem mit ihm zufrieden: „Michael hat heute wieder Gas gegeben, immer ein, zwei Leute beschäftigt und die Bälle gut festgemacht.“

Bester Beleg: das 1:0. Alexander Nandzik setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte nach innen, dort gab Seaton den Ball zum ersten Mal in den Strafraum. Auch beim Rettungsschlag war der Angreifer zur Stelle, gewann den Luftkampf gegen Stefan Wolk und behauptete die Kugel. Sturmpartner Kevin Coleman schaltete am schnellsten, marschierte durch den Strafraum und schloss überlegt zur Führung ab (8.). Nur 83 Sekunden später jubelten die Schwarz-Weißen erneut: Nach einem langen Pass von Tomic ließ Seaton den Ball zu Bocar Djumo abtropfen – und der Portugiese traf ins lange Eck zum 2:0 (10.).

Die Lüneburger brauchten etwas, um sich von dem Doppelschlag zu erholen. Doch nach 15 Minuten hätte Daniel Hefele fast zum Anschluss getroffen, wenn nicht Rehdens Torwart Flemming Niemann so glänzend reagiert hätte. Auch eine LSK-Ecke von Marian Kunze (21.) sorgte für höchste Alarmstufe. „Ansonsten haben wir nur Halbchancen zugelassen“, freute sich Golombek über die deutlich abgeklärtere Defensivarbeit. Sechser Kiene nannte das Innenverteidiger-Duo Argyris und Becken als Hauptverantwortliche für die Sicherheit vom Samstag: „Wenn man jemanden wie Pierre hinter sich hat, ist das beruhigend. Gerade er hat gute Kommandos gegeben.“

Stenogramm

Regionalliga Nord, Südstaffel: BSV Rehden - Lüneburger SK Hansa 2:0 (2:0) - Rehden: Rehden: Niemann - Nandzik, Becken, Argyris, Haritonov (66. Kaffenberger) - Tomic (74. Roschlaub), Kiene, Krasniqi - Djumo (81. Betani-Baku), Seaton, Coleman (87. Lindner). Lüneburg: Birjukov - Otte, Pägelow, Ca Correira - Kunze, Wolk, Pauer, Hefele (83. Jordanov), Abdul Rauf (56. Filimonov) - Zoch (46. Seidel), Meyer (80. Yagmur). Tore: 1:0 (8.). Coleman, 2:0 (10.) Djumo. Schiedsrichter: Yannick Rath (TSV Osterholz-Tenever). Zuschauer: 180.

Auf Seiten der Gäste schien das mit den Absprachen nicht so ausgeprägt. Etwa, als Lüneburgs Schlussmann Roman Birjukov völlig auf sich allein gestellt 18 Meter vor dem Tor artistisch per Salto gegen Seaton klären musste (22.). Dann hätte der Pechvogel dieser Szene fast noch einen dritten Treffer vorbereitet – per Querpass auf Kamer Krasniqi. Doch der Kapitän knallte die Kugel an den Pfosten (38.). „Wir hätten den Sack schon eher zumachen müssen“, grantelte Kiene.

Doch dafür durften er und seine Kollegen in einer an Torraumszenen armen zweiten Hälfte zeigen, dass Rehden ein Ergebnis auch verwalten kann. „Von allen Spielen in dieser Saison war dieses heute unser schlechtestes“, fand Golombek, „aber es nützt ja nichts, wenn man super spielt und verliert.“

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