Wagenfeld feiert Bezirksliga-Aufstieg

Freudentänze und reichlich Sektduschen

Wagenfeld - Von Arne FlüggeStefan Müller hatte so eine Vorahnung gehabt und sich vorsichtshalber schon mal einen zweiten Trainingsanzug eingepackt. Und das Gefühl sollte den Trainer des Fußball-Kreisligisten TuS Wagenfeld nicht getäuscht haben. Denn als der Aufstieg in die Bezirksliga vor eigenem Publikum nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen den TSV Neubruchhausen perfekt gemacht war, ergoss sich eine Sektdusche nach der anderen über dem Kopf des 49-Jährigen.

„Aus Erfahrung wusste ich, dass so etwas passieren kann. Daher hatte ich mir schon andere Sachen eingepackt. Ich wollte ja nicht den ganzen Abend mit plitsch nassen Klamotten herumlaufen“, grinste Müller. Das wäre für den Erfolgstrainer auch sicherlich eine sehr feuchte und unangenehme Sache geworden, denn die fröhliche Aufstiegsparty ging lange – sehr lange sogar.

Zunächst hatten die Wagenfelder noch auf dem Platz Freudentänze veranstaltet, deren Choreografie wohl eher darin bestand, wild gestikulierend durcheinander zu hüpfen. „Wir haben getanzt, gefeiert und gegrölt“, berichtete Müller, ehe im Vereinsheim dann so richtig die Post abging. „Einige“, erzählte der Wagenfelder Coach, „haben noch kurzfristig für den nächsten Tag Urlaub genommen . . .“

Freilich, so ganz überraschend kam der Aufstieg nach der starken Saison für die Wagenfelder nicht mehr. „Wenn du acht Punkte Vorsprung hast, dann bist du irgendwann auch durch“, sagte Müller. Dennoch war „die Freude riesengroß. Die Bezirksliga ist eine tolle Liga. Die Jungs wollen diese Derbys gegen Wetschen, Rehden, Diep holz und Sulingen spielen. Das wird schon richtig Spaß machen“, weiß Müller, der mit dem Aufstieg das ausgegebene Ziel des Vereins erreicht hat.

Doch bald wird’s ernst. Die Vorbereitung auf die Bezirksliga geht los. „Und es wird verdammt schwer, die Klasse zu halten“, weiß Müller. Die Personalplanungen wird der TuS Wagenfeld jetzt zeitnah angehen. „Viele Spieler wollten erstmal Klarheit haben, ob wir aufsteigen“, berichtete Müller, der den Kader noch auf „zwei, drei Positionen“ verändern will. Er selbst hat bereits seine Zusage für eine weitere Saison als Trainer gegeben.

Mit dem Aufstieg ist die Saison für den TuS Wagenfeld aber noch längst nicht abgehakt. Bereits morgen steht das Kreispokal-Halbfinale an. Der Titelverteidiger empfängt um 20.00 Uhr den SV Bruchhausen-Vilsen. „Und wir wollen wieder ins Finale“, forderte Müller. Zudem braucht Wagenfeld in der Meisterschaft bei drei ausstehenden Spielen noch einen Punkt, um auch als Meister in die Bezirksliga zu gehen. „Auch das wollen wir schaffen. Wir haben FC Sulingen II sowie Schwarme zu Hause und müssen noch nach Sankt Hülfe. Das ist machbar“, schmunzelte der Coach.

Jeder weitere Erfolg soll dann auch wieder genossen und mit einer zünftigen Sause gefeiert werden: „Das hat sich die Mannschaft verdient“, sagte Müller. Und einen zweiten Trainingsanzug wird er auch dann garantiert wieder dabei haben . . .

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